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IMOVIA FAKTENCHECK · ALLE ZAHLEN MIT QUELLE · 11/2026

Steuersatz und Einkommensteuer

Durchschnittssteuersatz: so viel Ihres Einkommens geht wirklich an Steuer

Der Durchschnittssteuersatz ist Ihre ganze Einkommensteuer geteilt durch Ihr ganzes zu versteuerndes Einkommen. Bei 50.000 € sind das 2026 im Beispiel 10.548 € Steuer, also 21,1 %1. Er ist immer niedriger als der Grenzsteuersatz, der für den nächsten Euro gilt.

Luis Otte

Geschrieben von Luis Otte, Gründer von IMOVIA

Geprüft am 04.11.2026 · alle Zahlen mit Quelle

L. Otte

Kurz gesagt

Der Durchschnittssteuersatz ist Ihre ganze Einkommensteuer geteilt durch Ihr ganzes zu versteuerndes Einkommen. Bei 50.000 € sind das 2026 im Beispiel 10.548 € Steuer, also 21,1 %1. Er ist immer niedriger als der Grenzsteuersatz, der für den nächsten Euro gilt.

01Was ist der Durchschnittssteuersatz

Was ist der Durchschnittssteuersatz?

Der Durchschnittssteuersatz zeigt, welcher Teil Ihres Einkommens insgesamt als Einkommensteuer an das Finanzamt geht. Man nennt ihn auch durchschnittliche Steuerbelastung.

Er ist niedriger als der Satz, den Sie aus der Zeitung kennen. Der Grund: In Deutschland bleiben die ersten 12.348 € steuerfrei (Grundfreibetrag 2026), danach steigt der Satz langsam an1. Die unteren Euros werden also gar nicht oder nur wenig besteuert. Das drückt den Durchschnitt.

Beispiel

Sara ist ledig und hat 50.000 € zu versteuerndes Einkommen. Sie zahlt 10.548 € Einkommensteuer. 10.548 geteilt durch 50.000 sind 21,1 %. Auf ihren letzten Euro zahlt sie aber 35 %. Soli fällt bei ihr nicht an. Beispielrechnung nach § 32a EStG, Tarif 2026, ohne Kirchensteuer.

02Durchschnittssteuersatz berechnen

Durchschnittssteuersatz berechnen: die Formel

Die Formel ist einfach: Durchschnittssteuersatz = Einkommensteuer ÷ zu versteuerndes Einkommen × 100.

  1. Nehmen Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen. Es steht in Ihrem Steuerbescheid. Es ist nicht Ihr Brutto, sondern das Einkommen nach allen Abzügen.
  2. Nehmen Sie die festgesetzte Einkommensteuer und den Soli aus demselben Bescheid. Die Kirchensteuer lassen Sie weg. So rechnen auch unser Rechner und alle Zahlen auf dieser Seite.
  3. Teilen Sie die Steuer durch das Einkommen und nehmen Sie das Ergebnis mal 100. Das ist Ihr Durchschnittssteuersatz in Prozent.

Haben Sie noch keinen Bescheid, rechnet der Rechner unten die Steuer nach dem Tarif 2026 für Sie aus.

Manche rechnen den Satz auch auf das Brutto. Das ergibt eine noch kleinere Zahl. Wichtig ist nur, dass Sie beim Vergleichen immer dieselbe Grundlage nehmen.

Was heißt das für Sie?

Sie zahlen im Schnitt weniger, aber jeder abgesetzte Euro zählt mit Ihrem Grenzsatz

Ihr Durchschnitt zeigt, was Sie heute zahlen. Wie viel Sie mit einer vermieteten Wohnung zurückholen könnten, hängt aber vom höheren Grenzsteuersatz ab. Ob eine vermietete Wohnung zu Ihrer Situation passt, rechnen wir kostenlos mit Ihnen durch.

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03Durchschnittssteuersatz Rechner 2026

Durchschnittssteuersatz Rechner 2026

Tragen Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen ein. Der Rechner zeigt Ihren Durchschnittssteuersatz und daneben Ihren Grenzsteuersatz. Die Steuer rechnet er mit Soli, genau wie die Tabelle und die Beispiele auf dieser Seite.

IMOVIA · Steuer-Rechner 2026

Ihr Grenzsteuersatz

38,7 %

So viel Steuer zahlen Sie auf jeden zusätzlichen Euro

Ihr Durchschnittssteuersatz
23,7 %
Einkommensteuer mit Soli im Jahr
14.233 €
Von jedem zusätzlichen Euro bleiben
61 Cent
€
Veranlagung

Bei einer vermieteten Wohnung zählt der Grenzsteuersatz: 1.000 € Zinsen und Abschreibung mehr als Miete bringen Ihnen rund 390 € Steuer zurück.

Tarif 2026 nach § 32a EStG mit Solidaritätszuschlag (in der Übergangszone über der Freigrenze steigt der Grenzsatz kurz stärker), ohne Kirchensteuer. Modellrechnung, keine Steuerberatung.

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04Durchschnittssteuersatz Tabelle 2026

Durchschnittssteuersatz Tabelle 2026

Zu versteuerndes EinkommenSteuer mit Soli alleinDurchschnitt alleinDurchschnitt Ehepaar (gemeinsam)Grenzsteuersatz allein
20.000 €1.570 €7,8 %0 %25 %
30.000 €4.217 €14,1 %2,9 %28 %
40.000 €7.209 €18,0 %7,8 %32 %
50.000 €10.548 €21,1 %11,4 %35 %
60.000 €14.233 €23,7 %14,1 %39 %
80.000 €22.716 €28,4 %18,0 %47 %
100.000 €32.115 €32,1 %21,1 %47 %
150.000 €54.717 €36,5 %27,2 %44,3 %
200.000 €76.872 €38,4 %32,1 %44,3 %
300.000 €121.883 €40,6 %36,5 %47,5 %
20.000 €
Steuer mit Soli allein
1.570 €
Durchschnitt allein
7,8 %
Durchschnitt Ehepaar (gemeinsam)
0 %
Grenzsteuersatz allein
25 %
30.000 €
Steuer mit Soli allein
4.217 €
Durchschnitt allein
14,1 %
Durchschnitt Ehepaar (gemeinsam)
2,9 %
Grenzsteuersatz allein
28 %
40.000 €
Steuer mit Soli allein
7.209 €
Durchschnitt allein
18,0 %
Durchschnitt Ehepaar (gemeinsam)
7,8 %
Grenzsteuersatz allein
32 %
50.000 €
Steuer mit Soli allein
10.548 €
Durchschnitt allein
21,1 %
Durchschnitt Ehepaar (gemeinsam)
11,4 %
Grenzsteuersatz allein
35 %
60.000 €
Steuer mit Soli allein
14.233 €
Durchschnitt allein
23,7 %
Durchschnitt Ehepaar (gemeinsam)
14,1 %
Grenzsteuersatz allein
39 %
80.000 €
Steuer mit Soli allein
22.716 €
Durchschnitt allein
28,4 %
Durchschnitt Ehepaar (gemeinsam)
18,0 %
Grenzsteuersatz allein
47 %
100.000 €
Steuer mit Soli allein
32.115 €
Durchschnitt allein
32,1 %
Durchschnitt Ehepaar (gemeinsam)
21,1 %
Grenzsteuersatz allein
47 %
150.000 €
Steuer mit Soli allein
54.717 €
Durchschnitt allein
36,5 %
Durchschnitt Ehepaar (gemeinsam)
27,2 %
Grenzsteuersatz allein
44,3 %
200.000 €
Steuer mit Soli allein
76.872 €
Durchschnitt allein
38,4 %
Durchschnitt Ehepaar (gemeinsam)
32,1 %
Grenzsteuersatz allein
44,3 %
300.000 €
Steuer mit Soli allein
121.883 €
Durchschnitt allein
40,6 %
Durchschnitt Ehepaar (gemeinsam)
36,5 %
Grenzsteuersatz allein
47,5 %

Beispielrechnung: Einkommensteuer nach § 32a EStG, Tarif 20261, mit Soli wie im Rechner, ohne Kirchensteuer, gerundet. Grenzsteuersatz: Steuer auf die nächsten 1.000 € geteilt durch 10. Ehepaar: Splitting, doppelte Steuer auf das halbe gemeinsame Einkommen. Eigene Berechnung.

Die Tabelle zeigt: Der Durchschnitt steigt viel langsamer als der Grenzsteuersatz. Wer doppelt so viel verdient, zahlt deutlich mehr als doppelt so viel Steuer, aber nicht den doppelten Satz.

05Unterschied zwischen Durchschnittssteuersatz und

Unterschied zwischen Durchschnittssteuersatz und Grenzsteuersatz

Der Durchschnittssteuersatz beantwortet: Wie viel meines ganzen Einkommens zahle ich als Steuer? Der Grenzsteuersatz beantwortet: Wie viel Steuer kostet mein nächster Euro?

  • Für den Vergleich mit anderen oder mit früheren Jahren nehmen Sie den Durchschnittssteuersatz.
  • Für Entscheidungen nehmen Sie den Grenzsteuersatz: Lohnt sich eine Gehaltserhöhung, eine Überstunde, ein Nebenjob? Wie viel bringen Werbungskosten?

Beispiel

Bei 80.000 € zu versteuerndem Einkommen liegt der Durchschnitt mit Soli bei 28,4 %. Setzen Sie 1.000 € Kosten ab, sparen Sie aber nicht 284 €, sondern rund 470 €. Denn die Kosten fallen oben weg, wo 42 % plus Soli gelten. Beispielrechnung, ledig, Tarif 2026.

Den Grenzsteuersatz erklären wir genau im Ratgeber Grenzsteuersatz.

06Warum der Durchschnittssteuersatz fast

Warum der Durchschnittssteuersatz fast nie 42 % erreicht

Viele denken: Wer den Spitzensteuersatz zahlt, gibt 42 % ab. Das stimmt nicht. Die 42 % gelten 2026 nur für die Euros ab 69.879 €1. Alles darunter wird niedriger besteuert.

Selbst bei 300.000 € zu versteuerndem Einkommen liegt der Durchschnitt mit Soli nur bei 40,6 %, ohne Soli bei 38,5 %. Erst ab rund 650.000 € zu versteuerndem Einkommen liegt er darüber (ohne Soli, eigene Rechnung). Mit Soli ist das ab rund 376.000 € so (eigene Rechnung, Tarif 2026).

Mehr zur obersten Stufe lesen Sie im Ratgeber Spitzensteuersatz.

07Durchschnittssteuersatz bei Verheirateten

Durchschnittssteuersatz bei Verheirateten

Zusammen veranlagte Ehepaare bekommen das Splitting1. Das senkt den Durchschnitt deutlich, wenn beide unterschiedlich viel verdienen.

Beispiel

Ein Ehepaar hat zusammen 100.000 € zu versteuerndes Einkommen. Mit Splitting zahlt es 21.096 € Einkommensteuer, das sind 21,1 %. Soli fällt nicht an. Ein Lediger mit 100.000 € zahlt 32.115 € mit Soli, also 32,1 %. Beispielrechnung, Tarif 2026, ohne Kirchensteuer.

Verdienen beide gleich viel, ändert das Splitting nichts. Dann ist der Durchschnitt so hoch wie bei jedem allein.

08Durchschnittssteuersatz senken

Durchschnittssteuersatz senken: was legal hilft

Ihren Durchschnitt senken Sie, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen kleiner wird. Jeder abgesetzte Euro wirkt dabei mit Ihrem Grenzsteuersatz. Die üblichen Wege:

  • Werbungskosten über der Pauschale von 1.230 € für Angestellte2, zum Beispiel Fahrten zur Arbeit, Arbeitsmittel und Fortbildung.
  • Altersvorsorge: Beiträge zu einer Basisrente (Rürup) zählen bis zu einer Höchstgrenze als Sonderausgaben. Eine betriebliche Altersvorsorge aus dem Brutto ist bis zu einer Grenze steuerfrei.
  • ETF-Sparplan: Er senkt die Steuer heute nicht. Erträge haben einen eigenen, festen Steuersatz (Abgeltungsteuer).
  • Vermietete Wohnung: Zinsen, Abschreibung (AfA) und Kosten werden mit der Miete verrechnet. Ein Minus senkt Ihr zu versteuerndes Einkommen.

Beispielrechnung

Sie haben 60.000 € zu versteuerndes Einkommen und zahlen 14.233 € Steuer, das sind 23,7 %. Durch eine vermietete Wohnung liegen Zinsen, Abschreibung und Kosten 4.000 € über der Miete. Ihr Einkommen sinkt auf 56.000 €, Ihre Steuer auf 12.717 €. Das sind rund 1.516 € weniger und ein Durchschnitt von 22,7 %. Die übrigen rund 2.484 € tragen Sie selbst. Tarif 2026, Soli fällt hier nicht an, ohne Kirchensteuer. Modellrechnung, keine Steuerberatung.

Der Effekt ist meist in den ersten Jahren am größten. Eine Wohnung muss sich auch ohne Steuer lohnen. Mehr dazu auf unserer Seite Steuern sparen mit Immobilien.

09Durchschnittssteuersatz und Progressionsvorbehalt

Durchschnittssteuersatz und Progressionsvorbehalt

Manche Leistungen sind steuerfrei, erhöhen aber den Steuersatz auf Ihr übriges Einkommen. Das nennt man Progressionsvorbehalt3. Typische Beispiele sind Elterngeld, Arbeitslosengeld und Krankengeld.

So funktioniert es: Das Finanzamt rechnet so, als hätten Sie die Leistung zusätzlich verdient. Daraus ergibt sich ein höherer Durchschnittssteuersatz. Diesen Satz wendet es dann auf Ihr normales Einkommen an. Die Leistung selbst wird nicht besteuert, aber der Rest wird teurer. Deshalb kommt es nach einem Jahr mit Elterngeld manchmal zu einer Nachzahlung.

Aus unserem Google-Profil

Was Kunden über uns sagen

5,0★★★★★Bewertungen auf Google
★★★★★

„Herr Otte hat mir direkt erklärt wie man genau vorgeht, so umfassend dass Ich sogar selber Zuhause checken konnte ob alles stimmig ist.“

Lenn K. · Google-Bewertung
★★★★★

„Wir sind durchweg zufrieden und wurden vom ersten Schritt bis zur eigenen Kapitalanlage bestens beraten.“

Tammo R. · Google-Bewertung
★★★★★

„Sehr kompetente und ehrliche Beratung. Ich habe mich von Anfang an bestens aufgehoben gefühlt und bin super zufrieden.“

Jannik G. · Google-Bewertung

Wir zeigen Bewertungen aus unserem Google-Profil im Wortlaut. Ob die Verfasser bei uns gekauft haben, prüfen wir nicht gesondert.

Häufige Fragen

Häufige Fragen: Durchschnittssteuersatz

Was ist der Durchschnittssteuersatz?

Der Durchschnittssteuersatz ist der Anteil der Einkommensteuer an Ihrem ganzen zu versteuernden Einkommen. Bei 50.000 € und 10.548 € Steuer sind das im Beispiel 21,1 % (Tarif 2026).

Wie berechnet man den Durchschnittssteuersatz?

Einkommensteuer geteilt durch zu versteuerndes Einkommen, mal 100. Beide Zahlen stehen in Ihrem Steuerbescheid. Ohne Bescheid hilft unser Rechner auf dieser Seite.

Ist der Durchschnittssteuersatz immer niedriger als der Grenzsteuersatz?

Ja, sobald Sie Steuer zahlen. Die ersten 12.348 € sind steuerfrei, die nächsten Euros werden niedrig besteuert. Das drückt den Durchschnitt. Bei 60.000 € sind es im Beispiel 23,7 % im Schnitt und rund 39 % auf den nächsten Euro.

Welcher Steuersatz zählt beim Steuern sparen?

Der Grenzsteuersatz. Abgesetzte Kosten senken Ihr Einkommen von oben, also dort, wo der höchste Satz gilt. Mit dem Durchschnitt würden Sie Ihre Ersparnis zu niedrig schätzen.

Wie hoch ist der durchschnittliche Steuersatz in Deutschland?

Das hängt vom Einkommen ab. Für Ledige liegt er 2026 bei 30.000 € zu versteuerndem Einkommen bei 14,1 %, bei 60.000 € bei 23,7 % und bei 100.000 € bei 32,1 % (Beispielrechnung mit Soli, ohne Kirchensteuer).

Kann der Durchschnittssteuersatz 42 % erreichen?

Nur bei sehr hohen Einkommen. Bei 300.000 € liegt er mit Soli bei 40,6 %. Ohne Soli liegt er erst ab rund 650.000 € über 42 %, mit Soli ab rund 376.000 € (eigene Rechnung, Tarif 2026).

Rechnet man den Durchschnittssteuersatz vom Brutto?

Üblich ist das zu versteuernde Einkommen. Auf das Brutto gerechnet ergibt sich eine kleinere Zahl, weil das Brutto höher ist. Wichtig ist, immer dieselbe Grundlage zu nehmen.

Was hat der Durchschnittssteuersatz mit dem Progressionsvorbehalt zu tun?

Bei Elterngeld, Arbeitslosengeld oder Krankengeld rechnet das Finanzamt einen höheren Durchschnittssteuersatz aus und wendet ihn auf Ihr übriges Einkommen an3. Die Leistung bleibt steuerfrei, der Rest wird teurer.

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So geht es los

Vier Schritte. Bei jedem entscheiden Sie selbst.

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Quellen

3 Belege anzeigen
  1. § 32a Einkommensteuergesetz (Tarif ab 2026) Quelle öffnen
  2. § 9a EStG, Arbeitnehmer-Pauschbetrag Quelle öffnen
  3. § 32b EStG, Progressionsvorbehalt Quelle öffnen

Stand: 04.11.2026. Alle Beispielrechnungen sind Modellrechnungen mit den genannten Annahmen und keine Zusage. Diese Seite ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.