1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Altersvorsorge
  4. ETF als Altersvorsorge
IMOVIA FAKTENCHECK · ALLE ZAHLEN MIT QUELLE · 11/2026

Altersvorsorge und Rente

ETF als Altersvorsorge. Einfach erklärt, mit ehrlicher Beispielrechnung.

Sie überlegen, mit einem ETF fürs Alter zu sparen? Hier steht einfach erklärt, was ein ETF ist, was er kostet, welche Steuer anfällt und was aus 100 € im Monat werden kann. Ehrlich, auch mit den Risiken.

Hannes Ruopp

Geschrieben von Hannes Ruopp, Gründer von IMOVIA

Geprüft am 04.11.2026 · alle Zahlen mit Quelle

H. Ruopp
Hand hält ein Handy, auf dem ein Kursverlauf zu sehen ist

Kurz gesagt

Ein ETF ist ein Fonds, der viele Aktien auf einmal kauft. Als Altersvorsorge sparen Sie jeden Monat einen festen Betrag ein, über viele Jahre. Das ist günstig und flexibel, aber die Kurse schwanken. Auf Gewinne zahlen Sie 26,375 % Steuer, bei Aktien-ETFs sind 30 % der Gewinne steuerfrei1,3.

  • 26,375 %Abgeltungsteuer mit Soli auf Gewinne, ohne Kirchensteuer1,2
  • 30 %der Gewinne aus Aktien-ETFs sind steuerfrei (Teilfreistellung)3
  • 1.000 €Kapitalerträge im Jahr bleiben steuerfrei, Ehepaare 2.000 €4
  • 540 €Grundzulage im Jahr höchstens (ohne Kinder), im neuen Altersvorsorgedepot ab 20275

01Ihre Lage

ETF Altersvorsorge 2026. Mit kleinen Beträgen lange und günstig sparen.

Ein ETF-Sparplan ist für viele ein einfacher Einstieg in die private Altersvorsorge. Sie sparen jeden Monat einen festen Betrag, schon ab kleinen Summen. Das Geld steckt dann in vielen Firmen auf einmal.

  • 26,375 %Steuer gehen auf Gewinne ab, wenn Sie verkaufen, ohne Kirchensteuer1,2.
  • 30 %der Gewinne aus Aktien-ETFs sind steuerfrei. Effektiv zahlen Sie dann rund 18,5 %3.
  • 1.000 €Kapitalerträge im Jahr bleiben steuerfrei, Ehepaare 2.000 €4.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht, warum so viele einen ETF als Altersvorsorge nutzen.

Altersvorsorge mit ETF: warum viele so anfangen

Ein ETF hat drei Vorteile, die für die Altersvorsorge wichtig sind. Er ist breit gestreut: Geht eine Firma pleite, fällt das bei tausend anderen kaum auf. Er ist günstig, weil er nur einen Index nachbaut und niemand teuer Aktien aussuchen muss. Und er ist flexibel: Sie können den Betrag ändern, pausieren oder verkaufen.

Der Haken: Niemand zahlt mit. Weder der Arbeitgeber noch der Staat legen bei einem freien ETF-Sparplan etwas dazu. Ab 2027 ändert sich das zum Teil, mit dem neuen geförderten Altersvorsorgedepot5. Dazu weiter unten mehr.

Für wen ein ETF als Altersvorsorge passen kann

Ein ETF passt vor allem zu Menschen, die viel Zeit bis zur Rente haben und Schwankungen aushalten. Wer mit 25 bis 40 anfängt, hat 27 bis 42 Jahre bis zur Rente mit 67. In dieser Zeit können schlechte Jahre eher wieder aufgeholt werden. Sicher ist das nicht.

Klingt gut. Aber ein ETF hat auch Haken, und die sollten Sie kennen.

Weiter: Das Problem

02Das Problem

ETF als Altersvorsorge: das Risiko. Die Kurse schwanken, und Sie tragen das Risiko allein.

Ein ETF hat keine Garantie. In schlechten Jahren kann Ihr Depot deutlich weniger wert sein als Ihre Einzahlungen. Und auf jeden Gewinn fällt Steuer an.

Mann mit Brille schaut skeptisch auf sein Handy
  • Kurse fallen

    In einer Krise kann das Depot für Jahre unter Ihren Einzahlungen liegen.
  • Falscher Zeitpunkt

    Wer genau in einer Krise verkaufen muss, macht den Verlust echt.
  • Steuer und Kosten

    Auf Gewinne gehen 26,375 % ab, bei Aktien-ETFs effektiv rund 18,5 %.
  • Keiner zahlt mit

    Bei einem freien ETF-Sparplan zahlen Sie jeden Euro selbst.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Wer die Risiken kennt, verkauft in einer Krise nicht aus Angst.

ETF Altersvorsorge: Was kann schiefgehen?

Ein ETF bildet einen Börsenindex nach. Fällt die Börse, fällt Ihr ETF mit. Das kann schnell gehen und lange dauern. Wie stark es in der Vergangenheit war, sagt nichts Sicheres über die Zukunft.

Das größte Risiko ist nicht der Kurs selbst, sondern der Zeitpunkt, an dem Sie das Geld brauchen. Wer kurz vor der Rente in eine Krise gerät und verkaufen muss, hat weniger. Deshalb schichten viele ein paar Jahre vor der Rente einen Teil in ruhigere Anlagen um. Das neue Standarddepot ab 2027 macht das sogar von selbst5.

Dazu kommt die Steuer. Gewinne werden mit 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Soli darauf besteuert, zusammen 26,375 %1,2. Bei Aktien-ETFs sind 30 % der Gewinne steuerfrei3. Und die Teuerung: 2025 stiegen die Preise um 2,2 %6. Ihr Depot muss mehr bringen, damit Sie sich später mehr leisten können.

Was kann aus 100 € im Monat werden? Hier ein ehrliches Beispiel.

Weiter: Beispielrechnung

03Beispielrechnung

ETF Altersvorsorge Beispielrechnung. Aus 100 € im Monat können in 30 Jahren rund 83.000 € werden, wenn 5 % im Jahr gelingen.

Wir haben 100 € im Monat gerechnet, mit angenommen 5 % im Jahr. Das ist eine Annahme, keine Prognose. Eingezahlt sind nach 30 Jahren 36.000 €.

  1. Nach 10 Jahren eingezahlt12.000 €
  2. Nach 10 Jahren wert15.528 €
  3. Nach 20 Jahren eingezahlt24.000 €
  4. Nach 20 Jahren wert41.103 €
  5. Nach 30 Jahren eingezahlt36.000 €
  6. Nach 30 Jahren wert83.226 €
Eigene Beispielrechnung: 100 € im Monat, angenommen 5 % Wertzuwachs im Jahr, monatlich verzinst, ohne Kosten und ohne Steuer. Das ist keine Prognose. Die echte Entwicklung kann deutlich besser oder schlechter sein, auch mit Verlust.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: So kommen die Zahlen zustande, und das ändert sich, wenn es schlechter läuft.

So haben wir gerechnet

Jeden Monat kommen 100 € dazu. Das Depot wächst in unserer Annahme um 5 % im Jahr, verteilt auf die Monate. Kosten und Steuer sind nicht abgezogen. Nach 10 Jahren sind 12.000 € eingezahlt und rund 15.500 € im Depot. Nach 20 Jahren sind es 24.000 € und rund 41.100 €. Nach 30 Jahren 36.000 € und rund 83.200 €.

Beispiel

Nach 30 Jahren liegen im Beispiel rund 83.226 € im Depot. Davon haben Sie 36.000 € selbst eingezahlt. Der Gewinn ist rund 47.226 €. Verkaufen Sie alles auf einmal, sind davon 70 % steuerpflichtig, minus 1.000 € Sparer-Pauschbetrag. Bei 26,375 % gehen rund 8.460 € Steuer ab. Vereinfachte eigene Beispielrechnung, ohne Kirchensteuer.

Wichtig: Die 5 % sind eine Annahme. Niemand weiß, wie sich die Börse in 30 Jahren entwickelt. Mit weniger Wachstum kommt deutlich weniger heraus. In einzelnen Jahren kann das Depot auch an Wert verlieren. Und je länger die Zeit, desto größer der Unterschied: Im Beispiel entstehen knapp zwei Drittel des Gewinns in den letzten zehn Jahren.

Und was heißt das für Ihre Rente? Hier die Deutung.

Weiter: Ihr Ergebnis

04Ihr Ergebnis

ETF als Altersvorsorge: Was das Beispiel zeigt. 100 € im Monat schließen nur gut die Hälfte der Lücke aus dem Rechner-Beispiel.

Verteilt auf 20 Jahre Ruhestand bringen die rund 83.000 € aus dem Beispiel rund 345 € im Monat, vor Steuer. Unsere Musterrechnung auf der Seite Altersvorsorge zeigt eine Lücke von rund 630 € im Monat.

  • 83.226 €im Depot nach 30 Jahren mit 100 € im Monat, bei angenommen 5 % im Jahr
  • 345 €im Monat, wenn Sie das Geld über 20 Jahre verteilen, ohne weitere Rendite
  • 630 €fehlen im Monat im Rechner-Beispiel der Säule (35 Jahre, 4.000 € brutto)
Mehr dazuWarum das wichtig ist: So kommen die Zahlen zustande, und das folgt daraus für Ihre Planung.

Rechenweg: 83.226 € geteilt durch 240 Monate sind rund 345 € im Monat. Dabei wächst das restliche Geld nicht weiter, und Steuer ist noch nicht abgezogen. Eigene Beispielrechnung.

Die Lücke von rund 630 € stammt aus unserem Rentenlücke-Rechner mit 35 Jahren, 4.000 € brutto und 2.600 € netto. Ihre eigene Lücke können Sie im Ratgeber Altersvorsorge ausrechnen.

Das heißt nicht, dass ein ETF schlecht ist. Es heißt: 100 € im Monat allein reichen bei vielen nicht. Entweder Sie sparen mehr, fangen früher an, oder Sie suchen Wege, bei denen andere mitzahlen. Das kann der Staat sein, beim Altersvorsorgedepot ab 2027. Oder Mieter und Finanzamt, bei einer vermieteten Wohnung.

Was wäre, wenn bei Ihren 100 € im Monat noch jemand mitzahlt?

Beim ETF zahlen Sie allein. Bei einer vermieteten Wohnung zahlen Mieter und Finanzamt einen großen Teil.

  • ETF-SparplanSie zahlen allein, dafür flexibel.
  • AltersvorsorgedepotDer Staat gibt ab 2027 eine Zulage.
  • Vermietete WohnungMieter und Finanzamt zahlen mit.
Älteres Paar geht Arm in Arm eine ruhige Straße entlang, von hinten gesehen

Eine Möglichkeit

Altersvorsorge mit ETF und Wohnung. Mieter und Finanzamt zahlen mit.

Bei einer vermieteten Wohnung zahlen Sie die Rate nicht allein. Die Miete trägt den größten Teil. Die Steuerersparnis trägt einen weiteren Teil.

Jahre 1 bis 3

Mieter1.100 €Finanzamt deckt den Rest470 €

Kosten im Monat: 1.570 € (Rate plus nicht umlagefähige Kosten)

Ab Jahr 4

Mieter1.165 €Finanzamt310 €Sie95 €

Kosten im Monat: 1.570 € (Rate plus nicht umlagefähige Kosten)

Beispielrechnung mit der IMOVIA-Musterwohnung: 300.000 €, 4,5 % Zins, 1,5 % Tilgung. In den Jahren 1 bis 3 deckt die Steuererstattung von rund 9.930 € im Jahr (rund 830 € im Monat) den Rest der Kosten, Ihr Anteil liegt bei rund 0 €. Ob Erhaltungsaufwand sofort absetzbar ist, prüft das Finanzamt im Einzelfall. Keine Zusage, keine Steuerberatung.

In unserer Beispielrechnung bleiben in den ersten drei Jahren rund 0 € im Monat bei Ihnen, ab dem vierten Jahr rund 95 €. Das ist ähnlich viel wie ein ETF-Sparplan mit 100 €. Bei der Wohnung arbeitet aber ein Kredit für eine Wohnung von 300.000 € mit.

Das ist eine Möglichkeit unter mehreren, mit Risiken wie Leerstand oder Reparaturen. Beides lässt sich kombinieren. Ob eine Wohnung zu Ihrer Situation passt, rechnen wir kostenlos mit Ihnen durch.

Das sollten Sie wissen

  • Sie nehmen einen Kredit auf.
  • Die Miete kann ausfallen, zum Beispiel bei Leerstand.
  • Reparaturen und Erhalt kosten Geld.
  • Eine Wohnung lässt sich nicht schnell verkaufen, ein ETF schon.

Luis OtteWir machen Immobilien-Investments für jeden möglich. Ohne Vorwissen, ohne Aufwand.
Luis Otte, Gründer von IMOVIA

Kostenlos durchrechnen lassen
Hand hält einen Wohnungsschlüssel mit Haus-Anhänger in einem hellen Flur

AWas ist ein ETF

ETF als Altersvorsorge: Was ist ein ETF? Ein Korb mit vielen Aktien auf einmal.

ETF heißt Exchange Traded Fund, auf Deutsch börsengehandelter Fonds. Er kauft alle Aktien eines Index, zum Beispiel die großen Firmen der ganzen Welt.

  1. 1Sie zahlen jeden Monat ein
  2. 2Der ETF kauft viele Aktien
  3. 3Die Firmen wachsen oder schrumpfen
  4. 4Ihr Anteil steigt oder fällt mit
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Wer versteht, was er kauft, bleibt in schlechten Zeiten ruhiger.

ETF als Altersvorsorge: einfach erklärt

Stellen Sie sich einen Korb vor. Darin liegen kleine Stücke von sehr vielen Firmen. Wenn Sie einen ETF kaufen, kaufen Sie ein Stück von diesem Korb. Verdienen die Firmen gut, steigt der Wert. Läuft es schlecht, fällt er.

Ein Index ist eine Liste von Firmen, zum Beispiel die größten Firmen eines Landes oder der Welt. Der ETF baut diese Liste nach. Niemand sucht einzelne Aktien aus. Deshalb sind die Kosten meist niedrig.

Sparplan, Ausschüttung, Thesaurierung

  • Sparplan. Sie legen einen Betrag fest, zum Beispiel 100 € im Monat. Die Bank kauft dafür jeden Monat automatisch Anteile.
  • Ausschüttend. Der ETF zahlt Gewinne der Firmen (Dividenden) an Sie aus. Darauf fällt sofort Steuer an, soweit Ihr Freibetrag aufgebraucht ist.
  • Thesaurierend. Der ETF legt die Dividenden gleich wieder an. Das ist für die Altersvorsorge oft praktisch. Steuer fällt trotzdem an, über die Vorabpauschale (siehe Steuer).
  • Depot. Sie brauchen ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker.

Welcher ETF für Sie passt, können wir nicht empfehlen. Wir sind keine Anlageberater. Viele achten auf eine breite Streuung über viele Länder und Branchen und auf niedrige Kosten.

BSteuer

ETF Altersvorsorge Steuer. Auf Gewinne gehen 26,375 % ab, bei Aktien-ETFs effektiv rund 18,5 %.

Steuer zahlen Sie nur auf Gewinne, nicht auf Ihre Einzahlungen. Die ersten 1.000 € Kapitalerträge im Jahr bleiben frei, wenn Sie der Bank einen Freistellungsauftrag geben.

Regel 2026WertWas das heißt
Abgeltungsteuer25 %1Steuer auf Gewinne, Zinsen und Dividenden
Solidaritätszuschlag5,5 % der Steuer2zusammen 26,375 %, ohne Kirchensteuer
Teilfreistellung Aktien-ETF30 %3nur 70 % der Gewinne werden besteuert, effektiv rund 18,5 %
Teilfreistellung Mischfonds15 %3Fonds mit mindestens 25 % Aktien
Sparer-Pauschbetrag1.000 € / 2.000 €4so viel Kapitalertrag im Jahr bleibt steuerfrei, Ehepaare 2.000 €
Basiszins für die Vorabpauschale3,20 %7Grundlage für die kleine Steuer ohne Verkauf

Gesetze in der Fassung 2026. Effektiver Satz eigene Rechnung: 70 % × 26,375 % = 18,46 %. Keine Steuerberatung.

Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht Schritt für Schritt, wie die Steuer beim ETF berechnet wird.

Abgeltungsteuer und Soli

Auf Kapitalerträge zahlen Sie 25 % Abgeltungsteuer1. Darauf kommt der Soli von 5,5 %. Anders als beim Soli auf die Lohnsteuer gibt es hier keine Freigrenze2. Zusammen sind das 26,375 %. Sind Sie in der Kirche, kommt Kirchensteuer dazu. Sie mindert die Abgeltungsteuer etwas1.

Teilfreistellung: 30 % der Gewinne steuerfrei

Ein ETF zählt als Aktienfonds, wenn er laut seinen Regeln immer mehr als 50 % in Aktien anlegt8. Dann sind 30 % der Erträge steuerfrei3. Bei Mischfonds mit mindestens 25 % Aktien sind es 15 %. Ob Ihr ETF ein Aktienfonds ist, steht in den Unterlagen des Anbieters.

Beispiel

Sie verkaufen ETF-Anteile mit 10.000 € Gewinn. Steuerpflichtig sind 70 %, also 7.000 €. Davon gehen 1.000 € Sparer-Pauschbetrag ab, wenn er noch frei ist. Bleiben 6.000 €. Darauf 26,375 % ergibt 1.582,50 € Steuer. Eigene Beispielrechnung, ohne Kirchensteuer.

Vorabpauschale: Steuer ohne Verkauf

Auch wenn Sie nichts verkaufen, kann jedes Jahr eine kleine Steuer anfallen. Sie heißt Vorabpauschale. Das Finanzamt nimmt an, dass Ihr ETF einen Mindestertrag bringt. Den rechnet es so: Wert am Jahresanfang mal 70 % des Basiszinses9. Der Basiszins für 2026 ist 3,20 %7.

Beispiel

Ihr thesaurierender Aktien-ETF ist am 1. Januar 2026 10.000 € wert. Basisertrag: 10.000 € mal 70 % mal 3,20 % = 224 €. Davon sind 70 % steuerpflichtig, also 156,80 €. Die Steuer darauf: rund 41,36 €. Sie gilt am 4. Januar 2027 als zugeflossen7. Ist Ihr Freibetrag noch frei, zahlen Sie nichts. Eigene Beispielrechnung.

Die Vorabpauschale ist höchstens so hoch wie der echte Wertzuwachs im Jahr9. Ist der ETF im Jahr gefallen, fällt keine an.

CSchwankung

ETF als Altersvorsorge: Schwankung. Wer Zeit hat, kann schlechte Jahre eher aussitzen.

Kurse steigen und fallen. Das ist beim ETF normal. Entscheidend ist, dass Sie nicht in einer Krise verkaufen müssen.

  • Zeit einplanen. Je mehr Jahre bis zur Rente, desto mehr Zeit zum Aufholen.
  • Notgroschen getrennt halten. Geld für Notfälle gehört aufs Tagesgeld, nicht in den ETF.
  • Weiter sparen. Wer in einer Krise weiter einzahlt, kauft Anteile günstiger.
  • Vor der Rente umschichten. Ein Teil in ruhigere Anlagen senkt das Risiko kurz vor Schluss.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Die Schwankung ist der Preis für die Chance auf mehr Ertrag.

Altersvorsorge ETF: ehrlich über die Schwankung

An der Börse gab es immer wieder Jahre mit großen Verlusten. Danach hat es manchmal lange gedauert, bis der alte Stand wieder erreicht war. Niemand kann vorhersagen, wann die nächste Krise kommt und wie lange sie dauert. Wir nennen bewusst keine Zahlen zu früheren Krisen, weil sie nichts über Ihre Zukunft sagen.

Für Ihre Altersvorsorge heißt das: Planen Sie so, dass Sie in einer Krise nicht verkaufen müssen. Halten Sie einen Notgroschen bereit. Und denken Sie früh darüber nach, wann Sie umschichten. Das neue Standarddepot ab 2027 hat zwei Fonds, einen vorsichtigen und einen chancenreichen, und schichtet vor Rentenbeginn um5.

Wer gar keine Schwankung aushält, für den ist ein ETF eher nichts. Verträge mit Garantie schwanken weniger. Dafür bringen sie meist weniger Ertrag. Einen Vergleich aller Wege finden Sie im Ratgeber Private Altersvorsorge.

DEntnahme im Alter

ETF Altersvorsorge: Entnahme im Alter. Sie verkaufen nach und nach, statt alles auf einmal.

Im Alter lassen sich viele jeden Monat einen festen Betrag auszahlen. Die Bank verkauft dafür jeweils ein paar Anteile. Steuer fällt nur auf den Gewinn darin an.

  • Entnahmeplan

    Jeden Monat ein fester Betrag. Der Rest bleibt angelegt und kann weiter wachsen oder fallen.
  • Alles auf einmal

    Möglich, aber dann fällt die Steuer auf den ganzen Gewinn in einem Jahr an.
  • In eine Rente tauschen

    Mit dem Geld eine Rentenversicherung kaufen, die ein Leben lang zahlt.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Beim ETF entscheiden Sie selbst, wie schnell Sie das Geld verbrauchen.

So funktioniert ein Entnahmeplan

Sie legen fest, wie viel Sie jeden Monat brauchen. Die Bank verkauft dafür Anteile und überweist das Geld. Jeder Verkauf besteht aus einem Teil Einzahlung und einem Teil Gewinn. Steuer fällt nur auf den Gewinnteil an. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € gilt jedes Jahr neu4. Bei kleinen Entnahmen bleibt deshalb oft wenig Steuer übrig.

Beispiel

Im Beispiel liegen mit 67 rund 83.226 € im Depot. Verteilt auf 20 Jahre sind das rund 345 € im Monat, wenn das restliche Geld nicht weiter wächst. Wächst es weiter, reicht es länger oder für mehr. Fällt der Kurs, reicht es kürzer. Eigene Beispielrechnung, vor Steuer.

Das Risiko: Das Geld kann ausgehen

Eine gesetzliche Rente oder eine private Rentenversicherung zahlt bis zum Lebensende. Ein ETF-Depot nicht. Werden Sie sehr alt oder fallen die Kurse in den ersten Jahren der Rente, kann das Geld früher aufgebraucht sein. Deshalb kombinieren viele das Depot mit einer Rente, die ein Leben lang kommt.

EAltersvorsorgedepot 2027

Altersvorsorge mit ETF im geförderten Depot ab 2027. Der Staat legt bis zu 540 € im Jahr dazu.

Ab dem 1. Januar 2027 können Sie mit Förderung in Fonds sparen, auch ohne Garantie. Bei 1.800 € Einzahlung im Jahr gibt es 540 € Zulage, also 30 Cent auf jeden Euro5.

Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht, worin sich das geförderte Depot vom freien ETF-Sparplan unterscheidet.

Gefördertes Depot oder freier ETF-Sparplan

Das Altersvorsorgereformgesetz ist im Bundesgesetzblatt verkündet10. Ab 2027 dürfen Banken und Versicherungen das neue Altersvorsorgedepot anbieten. Welche Anlagen darin erlaubt sind, regelt eine feste Liste. Ob ein bestimmter ETF dazugehört, sagt Ihnen der Anbieter5.

PunktFreier ETF-SparplanAltersvorsorgedepot ab 2027
Zulage vom Staatkeinebis 540 € im Jahr, je Kind bis 300 €
Einzahlungbeliebigbis 6.840 € im Jahr, gefördert bis 1.800 €
An das Geld kommenjederzeitfrühestens ab 65
Steuer beim SparenVorabpauschale und Steuer auf Ausschüttungenkeine
Steuer im Alternur auf Gewinne, 26,375 %, bei Aktien-ETFs 30 % davon freidie ganze Auszahlung, mit Ihrem persönlichen Steuersatz
Kostenje nach ETF und BankStandarddepot höchstens 1,0 % im Jahr

Werte laut Bundesfinanzministerium zum Altersvorsorgereformgesetz5 und nach EStG und InvStG, Fassung 2026. Stand 04.11.2026.

Für wen kann das passen? Wer das Geld erst im Alter braucht, kann mit der Zulage einen Vorsprung bekommen. Wer flexibel bleiben will, für den kann der freie Sparplan besser passen. Man kann auch beides kombinieren: bis 1.800 € im Jahr ins geförderte Depot, den Rest frei. Alles zu Zulage, Kinderzulage und Bonus steht im Ratgeber Altersvorsorgedepot.

FETF oder Wohnung

ETF als Altersvorsorge oder Wohnung? Beim ETF zahlen Sie allein, bei der vermieteten Wohnung zahlen andere mit.

Beide Wege können zusammen passen. Der ETF ist flexibel und braucht kein großes Startkapital. Die vermietete Wohnung arbeitet mit einem Kredit, und Mieter und Finanzamt zahlen mit.

PunktETF-SparplanVermietete Wohnung
Startbetragab kleinen BeträgenKauf mit Kredit über Finanzierungspartner
Wer zahlt mitniemandMieter und Finanzamt
Hebelnur Ihr eigenes Geld arbeitetmit Kredit arbeitet der Wert der ganzen Wohnung
An das Geld kommenjederzeit verkaufennur durch Verkauf, dauert Monate
SchwankungKurse schwanken täglichPreise schwanken weniger sichtbar
RisikenKursverlust zum falschen ZeitpunktKredit, Leerstand, Reparaturen
Steuer26,375 % auf Gewinne, bei Aktien-ETFs 30 % freiMiete zählt als Einkommen, Verkaufsgewinn nach mehr als 10 Jahren für Privatpersonen in der Regel steuerfrei
Aufwandgeringgering mit Verwaltung

Allgemeine Einordnung, keine Anlageberatung. Steuer nach EStG und InvStG, Fassung 2026; Verkauf nach 10 Jahren bei Privatpersonen nach § 23 EStG11.

Mehr dazuWarum das wichtig ist: Ein fairer Vergleich zeigt, wofür jeder Weg gut ist.

Hebel durch Kredit: der große Unterschied

Beim ETF arbeitet nur das Geld, das Sie einzahlen. Bei 100 € im Monat wächst also nur das, was aus 100 € im Monat wird. Bei einer vermieteten Wohnung kaufen Sie mit einem Kredit. Dann gehört Ihnen eine Wohnung im Wert von zum Beispiel 300.000 €. Steigt ihr Wert, steigt er auf den ganzen Betrag, nicht nur auf Ihren Anteil.

In unserer Beispielrechnung mit 300.000 €, 4,5 % Zins und 1,5 % Tilgung zahlen Mieter und Finanzamt fast die ganze Rate. Ihr Anteil liegt in den ersten drei Jahren bei rund 0 € und ab dem vierten Jahr bei rund 95 € im Monat. Das ist eine Beispielrechnung, keine Zusage.

Die Risiken fair genannt

Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Fällt der Wert, haben Sie trotzdem den ganzen Kredit. Die Miete kann ausfallen, Reparaturen kosten Geld, und eine Wohnung lässt sich nicht an einem Tag verkaufen. Beim ETF können Sie dagegen jederzeit aussteigen, tragen aber das Kursrisiko allein.

Beides lässt sich kombinieren: ein ETF-Sparplan für Flexibilität und eine vermietete Wohnung, bei der andere mitzahlen. Ob das zu Ihnen passt, rechnen wir kostenlos mit Ihnen durch. Mehr dazu im Ratgeber Immobilie als Altersvorsorge.

Aus unserem Google-Profil

Was Kunden über uns sagen

5,0★★★★★Bewertungen auf Google
★★★★★

„Man fühlt sich direkt gut aufgehoben und merkt, dass hier Wert auf Qualität und Kundenzufriedenheit gelegt wird.“

Tom · Google-Bewertung
★★★★★

„Top beraten worden, wurde genau auf meine Ansprüche geachtet! Jederzeit zu empfehlen!“

Finn S. · Google-Bewertung
★★★★★

„Meine Fragen wurden verständlich beantwortet und ich hatte nie das Gefühl, zu einer schnellen Entscheidung gedrängt zu werden.“

Adrian M. · Google-Bewertung

Wir zeigen Bewertungen aus unserem Google-Profil im Wortlaut. Ob die Verfasser bei uns gekauft haben, prüfen wir nicht gesondert.

Häufige Fragen

Häufige Fragen: ETF als Altersvorsorge

Ist ein ETF eine gute Altersvorsorge?

Ein ETF kann ein guter Baustein sein: breit gestreut, günstig und flexibel. Er hat aber keine Garantie, die Kurse schwanken, und niemand zahlt mit. Wer viel Zeit bis zur Rente hat und Schwankungen aushält, für den kann er passen. Viele kombinieren ihn mit anderen Wegen.

Welcher ETF ist für die Altersvorsorge geeignet?

Einzelne Produkte empfehlen wir nicht, wir sind keine Anlageberater. Viele achten auf eine breite Streuung über viele Länder und Branchen, auf niedrige Kosten und darauf, dass der ETF als Aktienfonds gilt. Dann sind 30 % der Gewinne steuerfrei3.

Wie viel bringen 100 € im Monat in einem ETF?

Das weiß niemand vorher. Mit angenommen 5 % im Jahr wären es nach 30 Jahren rund 83.000 €, eingezahlt sind 36.000 €. Das ist eine eigene Beispielrechnung ohne Kosten und Steuer, keine Prognose.

Wie wird ein ETF im Alter versteuert?

Nur der Gewinn wird besteuert, mit 25 % Abgeltungsteuer plus Soli, zusammen 26,375 %1. Bei Aktien-ETFs sind 30 % des Gewinns steuerfrei3. Jedes Jahr bleiben 1.000 € Kapitalerträge frei, bei Ehepaaren 2.000 €4.

Was ist die Vorabpauschale?

Eine kleine Steuer, die auch ohne Verkauf anfallen kann. Sie wird aus dem Wert am Jahresanfang und 70 % des Basiszinses berechnet. Für 2026 liegt der Basiszins bei 3,20 %7. Bei 10.000 € in einem Aktien-ETF sind das höchstens rund 41 € Steuer, und nur, wenn der Freibetrag aufgebraucht ist.

Was passiert mit meinem ETF bei einem Börsencrash?

Der Wert fällt mit. Echt wird der Verlust aber erst, wenn Sie zu niedrigen Kursen verkaufen. Wer Zeit hat und weiter spart, kann eine Krise eher aussitzen. Viele, die kurz vor der Rente stehen, schichten früh einen Teil in ruhigere Anlagen um.

Kann ich ab 2027 ETFs mit Förderung besparen?

Ab 2027 gibt es das geförderte Altersvorsorgedepot. Sie sparen in Fonds aus einer festen Liste, der Staat gibt bis zu 540 € Zulage im Jahr dazu. Ausgezahlt wird frühestens ab 65, die Auszahlung wird voll versteuert5.

ETF oder Immobilie als Altersvorsorge?

Beides hat Vor- und Nachteile. Der ETF ist flexibel, aber Sie zahlen allein. Bei einer vermieteten Wohnung zahlen Mieter und Finanzamt mit, dafür tragen Sie einen Kredit und Risiken wie Leerstand. Beides lässt sich kombinieren.

Kostenlos prüfen

Nur ETF oder auch eine Wohnung? Wir rechnen es kostenlos mit Ihnen durch.

Kostenlos durchrechnen lassen

So geht es los

Vier Schritte. Bei jedem entscheiden Sie selbst.

  1. 1

    Kurzer Check

    Vier Fragen, rund zwei Minuten. Kostenlos und unverbindlich.

  2. 2

    Erstgespräch am Telefon

    Wir rufen Sie an. Sie erzählen, was Sie vorhaben, wir sagen ehrlich, ob es passt.

  3. 3

    Konzept per Video

    Wir zeigen passende Wohnungen mit allen Zahlen und Unterlagen. Sie entscheiden in Ruhe.

  4. 4

    Kauf, dann Ruhe

    Finanzierung über unseren Finanzierungspartner, Termin beim Notar. Danach übernimmt die Hausverwaltung.

Kostenlose Analyse

Ihr persönlicher Check: Passt eine Kapitalanlage-Immobilie zu Ihnen?

Vier kurze Fragen. Danach rufen wir Sie an und rechnen mit Ihren echten Zahlen.

  • Wie viel Steuern Sie zurückholen können
  • Welche Wohnung zu Ihrem Einkommen passt
  • Was Sie das im Monat wirklich kostet

Kein Verkaufsdruck. Passt es nicht, sagen wir Ihnen das.

Schritt 1 von 4
Sparen Sie schon in ETFs?

Weiter im Thema Altersvorsorge und Rente

Steuersatz und Einkommensteuer · Immobilien-Lexikon · Steuer-Rechner · Steuern sparen mit Immobilien

Quellen

11 Belege anzeigen
  1. § 32d Abs. 1 EStG, Abgeltungsteuer 25 % Quelle öffnen
  2. §§ 3, 4 Solidaritätszuschlaggesetz Quelle öffnen
  3. § 20 Investmentsteuergesetz, Teilfreistellung Quelle öffnen
  4. § 20 Abs. 9 EStG, Sparer-Pauschbetrag Quelle öffnen
  5. Bundesfinanzministerium: Fragen und Antworten zur Reform der privaten Altersvorsorge Quelle öffnen
  6. Statistisches Bundesamt: Verbraucherpreisindex, Jahresrate 2025 Quelle öffnen
  7. Bundesfinanzministerium: Basiszins zur Berechnung der Vorabpauschale 2026, Schreiben vom 13.01.2026 Quelle öffnen
  8. § 2 Abs. 6 Investmentsteuergesetz, Aktienfonds Quelle öffnen
  9. § 18 Investmentsteuergesetz, Vorabpauschale Quelle öffnen
  10. Altersvorsorgereformgesetz, BGBl. 2026 I Nr. 156, verkündet am 29.05.2026 Quelle öffnen
  11. § 23 EStG, private Veräußerungsgeschäfte Quelle öffnen

Stand: 04.11.2026. Alle Beispielrechnungen sind Modellrechnungen mit den genannten Annahmen und keine Zusage. Diese Seite ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.

Symbolfotos von Unsplash, die Personen sind keine Kunden. Die Gründerfotos sind echt.