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IMOVIA FAKTENCHECK · ALLE ZAHLEN MIT QUELLE · 11/2026

Altersvorsorge und Rente

Rentenlücke. Was Ihnen im Alter fehlt und wie Sie es schließen.

Die Rentenlücke ist der Unterschied zwischen dem Geld, das Sie im Alter brauchen, und der Rente, die Sie netto bekommen. Im Beispiel mit 4.000 € brutto fehlen rund 630 € im Monat. Schuld sind das Rentenniveau von 48 %1, Kranken- und Pflegebeitrag, Steuer und die Teuerung.

Hannes Ruopp

Geschrieben von Hannes Ruopp, Gründer von IMOVIA

Geprüft am 04.11.2026 · alle Zahlen mit Quelle

H. Ruopp

Kurz gesagt

Die Rentenlücke ist der Unterschied zwischen dem Geld, das Sie im Alter brauchen, und der Rente, die Sie netto bekommen. Im Beispiel mit 4.000 € brutto fehlen rund 630 € im Monat. Schuld sind das Rentenniveau von 48 %1, Kranken- und Pflegebeitrag, Steuer und die Teuerung.

01Was ist die Rentenlücke

Was ist die Rentenlücke?

Solange Sie arbeiten, bekommen Sie Gehalt. In der Rente bekommen Sie deutlich weniger. Der Unterschied ist die Rentenlücke. Man sagt auch Versorgungslücke.

Ganz einfach gerechnet:

So geht die Rechnung

Rentenlücke = Geld, das Sie im Alter im Monat brauchen, minus Ihre Rente nach Abzügen. Wer im Alter 2.000 € braucht und 1.450 € Rente netto bekommt, hat eine Lücke von 550 € im Monat.

Wichtig sind zwei Wörter. Brutto ist die Rente, die in Ihrer Renteninformation steht. Netto ist das, was auf Ihrem Konto ankommt. Dazwischen liegen Kranken- und Pflegebeitrag und oft auch Steuer. Viele vergleichen das Brutto mit ihrem Netto-Gehalt. Dann sieht die Lücke kleiner aus, als sie ist.

02Warum entsteht eine Rentenlücke

Warum entsteht eine Rentenlücke?

Die gesetzliche Rente soll nie das volle Gehalt ersetzen. Vier Dinge machen die Lücke groß:

  • Das Rentenniveau liegt bei 48 %. Die Standardrente nach 45 Jahren Durchschnittsverdienst beträgt 48 % vom Durchschnittsverdienst, beides nach Sozialabgaben und vor Steuern1. Diese Haltelinie gilt laut Deutscher Rentenversicherung bis 2031. Was danach kommt, ist offen.
  • Abzüge in der Rente. Rentner zahlen Kranken- und Pflegebeitrag. Die Deutsche Rentenversicherung rechnet für 2026 mit rund 12,35 % der Rente2.
  • Steuer auf die Rente. Wer 2026 in Rente geht, muss 84 % der Rente versteuern. Für spätere Jahrgänge steigt der Anteil, ab 2058 sind es 100 %3.
  • Teuerung. 2025 stiegen die Preise um 2,2 %4, im Oktober 2026 um 2,8 % (vorläufig)5. Was heute 1.000 € kostet, kostet in 32 Jahren bei 2,2 % im Jahr etwa 2.000 € (eigene Rechnung).

Dazu kommen Jahre ohne Beitrag oder mit wenig Beitrag: Studium, Kinder, Teilzeit, Arbeitslosigkeit. Jedes Jahr mit weniger Verdienst bringt weniger Rentenpunkte.

Was heißt das für Sie?

Die Lücke füllen. Mit Miete statt nur mit Sparen.

Eine vermietete Wohnung kann im Alter jeden Monat Miete bringen, wenn sie abbezahlt ist. In der Ansparphase zahlen Mieter und Finanzamt einen großen Teil der Rate. In unserer Beispielrechnung bleiben in den ersten drei Jahren rund 0 € und ab dem vierten Jahr rund 95 € im Monat bei Ihnen. Das ist eine Möglichkeit, keine Zusage. Ob eine vermietete Wohnung Ihre Lücke verkleinern kann, rechnen wir kostenlos mit Ihnen durch.

  • Wie viel Steuer Sie mit einer vermieteten Wohnung zurückholen können
  • Was die Wohnung Sie im Monat wirklich kostet
  • Ob das zu Ihrer Situation passt, ehrlich und ohne Druck
Kostenlos durchrechnen lassen

03Wie groß ist die

Wie groß ist die Rentenlücke im Durchschnitt?

Eine amtliche Zahl für die durchschnittliche Rentenlücke gibt es nicht. Jede Lücke ist anders. Aber diese Zahlen zeigen, wie groß sie oft ist:

WertBetragQuelle
Durchschnittliche Altersrente (Ende 2024)1.154 € im Monatnach Kranken- und Pflegebeitrag, vor Steuer2
Männer1.405 € im Monat2
Frauen955 € im Monat2
Standardrente 2026 (45 Jahre Durchschnitt)1.913,40 € brutto45 × 42,52 €1
Durchschnittsverdienst 202651.944 € im Jahr, rund 4.329 € im Monatvorläufig6

Standardrente und Monatsverdienst: eigene Rechnung mit den amtlichen Werten.

Selbst im Modellfall mit 45 Jahren genau Durchschnitt kommen nur rund 44 % vom Bruttogehalt als Rente an. Brutto, also vor allen Abzügen. Wer weniger Jahre hat oder weniger verdient, hat eine größere Lücke.

04Wie groß ist Ihre

Wie groß ist Ihre Lücke? Der Rechner

Geben Sie Ihr Alter, Ihr Gehalt und Ihren Wunsch ein. Der Rechner schätzt Ihre gesetzliche Rente, zieht die Abzüge ab und zeigt Ihre Lücke im Monat.

IMOVIA · Rentenlücke-Rechner

Ihre Rentenlücke im Monat

630 €

Rente nettoLücke bis zu Ihrem Wunsch

Gesetzliche Rente, brutto (heutiges Geld)
1.770 €
Davon ungefähr netto
1.450 €
Ihr Wunsch im Alter
2.080 €
In 20 Jahren Ruhestand fehlen zusammen
152.000 €
J.
€
€
J.
%

Vereinfachte Modellrechnung in heutigem Geld: gleichbleibendes Einkommen im Verhältnis zum Durchschnitt, Regelaltersgrenze 67 7, Rentenformel 8 mit Rentenwert 42,52 € 1, Durchschnittsentgelt und Beitragsbemessungsgrenze 2026 6, 12,35 % Kranken- und Pflegebeitrag 2, Steuer nach Besteuerungsanteil 3 und Tarif 2026, ledig, ohne Kirchensteuer. Ersetzt nicht Ihre Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung.

Sie wollen das mit Ihren echten Zahlen sehen? Wir rechnen es kostenlos mit Ihnen durch.

Alles ist in heutigem Geld gerechnet. So können Sie die Zahl direkt mit Ihrem heutigen Leben vergleichen. Jeden Schritt der Rechnung erklären wir im Ratgeber Rentenlücke berechnen.

05Rentenlücke in typischen Fällen

Rentenlücke in typischen Fällen

So unterschiedlich kann die Lücke sein. Alle Beispiele mit dem Rechner oben, ledig, Wunsch 80 % vom heutigen Netto, in heutigem Geld:

FallRente nettoWunschLücke im Monat
40 Jahre, 3.000 € brutto, seit 20 eingezahltrund 1.190 €1.640 €rund 450 €
35 Jahre, 4.000 € brutto, seit 22 eingezahltrund 1.450 €2.080 €rund 630 €
35 Jahre, 8.450 € brutto, seit 22 eingezahltrund 2.690 €3.760 €rund 1.070 €

Beispielrechnung mit vereinfachten Annahmen (gleichbleibendes Einkommen, Rente mit 67), keine Rentenauskunft.

  • Gutverdiener: Die Rente zählt nur den Verdienst bis 8.450 € im Monat6. Wer mehr verdient, hat eine größere Lücke, in Euro und im Verhältnis zum Gehalt.
  • Frauen: Frauen bekommen im Schnitt deutlich weniger Rente als Männer, 955 € gegenüber 1.405 €2. Grund sind oft Jahre mit Kindern und Teilzeit.
  • Paare: Rechnen Sie beide Lücken einzeln. Stirbt ein Partner, fällt ein Teil seiner Rente weg.
  • Selbstständige: Wer nicht in die gesetzliche Rente einzahlt, hat ohne eigene Vorsorge eine Lücke von fast 100 %.
  • Beamte: Sie bekommen eine Pension statt Rente. Auch die wird versteuert. Eine kleinere Lücke kann es trotzdem geben.

06Rentenlücke schließen

Rentenlücke schließen: alle Wege

Es gibt viele Wege, die Lücke zu füllen. Jeder hat Vorteile und Nachteile. Oft ist eine Mischung am stärksten.

  • Länger arbeiten. Jeder Monat nach der Regelaltersgrenze bringt 0,5 % mehr Rente, lebenslang9. Seit 2026 sind für Angestellte nach der Regelaltersgrenze bis zu 2.000 € Lohn im Monat steuerfrei (Aktivrente)10.
  • Betriebsrente. Aus dem Brutto bezahlt, oft mit Zuschuss vom Arbeitgeber. Im Alter wird sie versteuert.
  • ETF-Sparplan. Günstig und flexibel. Die Kurse schwanken aber. Je näher die Rente, desto weniger Zeit bleibt, schlechte Jahre auszugleichen.
  • Private Rentenversicherung, Riester, Rürup. Lebenslange Rente möglich, Förderung oder Steuervorteil. Dafür oft hohe Kosten und wenig flexibel.
  • Eigene Wohnung zum Selbstwohnen. Im Alter fällt die Miete weg. Das senkt den Bedarf und damit die Lücke.
  • Vermietete Wohnung. Die Miete zahlt im Alter mit, wenn die Wohnung abbezahlt ist. In der Ansparphase tragen Mieter und Steuervorteil einen großen Teil der Rate. Dafür gibt es Risiken wie Leerstand und Reparaturen. Mehr dazu im Ratgeber Immobilie als Altersvorsorge.

Beispiel

Im Fall mit 4.000 € brutto fehlen rund 630 € im Monat. Über 20 Jahre Ruhestand sind das rund 152.000 € in heutigem Geld. Wer das ab 35 ohne Zinsen ansparen will, braucht rund 395 € im Monat. Mit Zinsen, Arbeitgeberzuschuss oder Mieteinnahmen sinkt der Betrag. Vereinfachte Beispielrechnung.

Einen Überblick über alle Wege gibt der Ratgeber Altersvorsorge.

07Rentenlücke mit 50 noch schließen

Rentenlücke mit 50 noch schließen?

Ja, aber es wird teurer. Mit 50 bleiben bis zur Regelaltersgrenze von 67 Jahren noch 17 Jahre7. Wer 152.000 € in 17 Jahren ohne Zinsen ansparen will, braucht rund 745 € im Monat (eigene Rechnung).

Was jetzt hilft:

  • Zuerst die echte Lücke kennen. Renteninformation holen und den Rechner nutzen.
  • Den Wunsch ehrlich prüfen. Wer im Alter ohne Kredit und ohne Miete lebt, braucht weniger.
  • Wege nutzen, bei denen andere mitzahlen: Arbeitgeber bei der Betriebsrente, Mieter und Finanzamt bei einer vermieteten Wohnung.
  • Über länger arbeiten nachdenken. Jeder Monat bringt mehr Rente und weniger Monate, die Sie selbst bezahlen müssen.

Aus unserem Google-Profil

Was Kunden über uns sagen

5,0★★★★★Bewertungen auf Google
★★★★★

„Es wurde alles sehr verständlich erklärt. Ich bin mit den erbrachten Leistungen sehr zufrieden.“

Lucas A. · Google-Bewertung
★★★★★

„Man fühlt sich direkt gut aufgehoben und merkt, dass hier Wert auf Qualität und Kundenzufriedenheit gelegt wird.“

Tom · Google-Bewertung
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„Top beraten worden, wurde genau auf meine Ansprüche geachtet! Jederzeit zu empfehlen!“

Finn S. · Google-Bewertung

Wir zeigen Bewertungen aus unserem Google-Profil im Wortlaut. Ob die Verfasser bei uns gekauft haben, prüfen wir nicht gesondert.

Häufige Fragen

Häufige Fragen: Rentenlücke

Was ist eine Rentenlücke?

Die Rentenlücke ist der Unterschied zwischen dem Geld, das Sie im Alter im Monat brauchen, und Ihrer Rente nach Abzügen. Man nennt sie auch Versorgungslücke.

Wie groß ist die durchschnittliche Rentenlücke?

Eine amtliche Zahl gibt es nicht. Im Beispiel mit 4.000 € brutto fehlen rund 630 € im Monat. Die durchschnittliche Altersrente lag Ende 2024 bei 1.154 € nach Kranken- und Pflegebeitrag2.

Wie kann man eine Rentenlücke schließen?

Mit länger arbeiten, Betriebsrente, ETF-Sparplan, privater Rente oder einer Immobilie. Am stärksten ist meist eine Mischung, die zu Alter und Einkommen passt.

Kann ich die Rentenlücke mit Nachzahlen schließen?

Teilweise. Unter bestimmten Bedingungen kann man freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rente zahlen, etwa um Abschläge auszugleichen. Ob das bei Ihnen geht und sich lohnt, klärt die Deutsche Rentenversicherung in einer kostenlosen Beratung.

Haben Gutverdiener eine größere Rentenlücke?

Ja. Die gesetzliche Rente zählt den Verdienst nur bis 8.450 € im Monat6. Was darüber liegt, bringt keine Rente. Im Beispiel mit 8.450 € brutto fehlen rund 1.070 € im Monat.

Wird die Rentenlücke größer?

Das Rentenniveau von 48 % ist nur bis 2031 festgelegt1. Gleichzeitig steigt der Teil der Rente, der versteuert wird, für jeden neuen Jahrgang3. Für Jüngere spricht viel dafür, früh selbst vorzusorgen.

Kostenlos prüfen

So geht es los

Vier Schritte. Bei jedem entscheiden Sie selbst.

  1. 1

    Kurzer Check

    Vier Fragen, rund zwei Minuten. Kostenlos und unverbindlich.

  2. 2

    Erstgespräch am Telefon

    Wir rufen Sie an. Sie erzählen, was Sie vorhaben, wir sagen ehrlich, ob es passt.

  3. 3

    Konzept per Video

    Wir zeigen passende Wohnungen mit allen Zahlen und Unterlagen. Sie entscheiden in Ruhe.

  4. 4

    Kauf, dann Ruhe

    Finanzierung über unseren Finanzierungspartner, Termin beim Notar. Danach übernimmt die Hausverwaltung.

Kostenlose Analyse

Ihr persönlicher Check: Passt eine Kapitalanlage-Immobilie zu Ihnen?

Vier kurze Fragen. Danach rufen wir Sie an und rechnen mit Ihren echten Zahlen.

  • Wie viel Steuern Sie zurückholen können
  • Welche Wohnung zu Ihrem Einkommen passt
  • Was Sie das im Monat wirklich kostet

Kein Verkaufsdruck. Passt es nicht, sagen wir Ihnen das.

Schritt 1 von 4
Wie arbeiten Sie gerade?

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Quellen

10 Belege anzeigen
  1. Deutsche Rentenversicherung: Rentenanpassung 2026, Pressemitteilung vom 05.03.2026 Quelle öffnen
  2. Deutsche Rentenversicherung: Aktuelle Daten 2026 (Durchschnittsrenten, Annahme Kranken- und Pflegebeitrag) Quelle öffnen
  3. § 22 Nr. 1 EStG, Besteuerungsanteil der Rente Quelle öffnen
  4. Statistisches Bundesamt: Inflationsrate im Jahr 2025 bei +2,2 %, Pressemitteilung vom 16.01.2026 Quelle öffnen
  5. Statistisches Bundesamt: Inflationsrate im Oktober 2026 voraussichtlich +2,8 %, Pressemitteilung vom 30.10.2026 Quelle öffnen
  6. Deutsche Rentenversicherung: Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026 (Beitragsbemessungsgrenze, vorläufiges Durchschnittsentgelt) Quelle öffnen
  7. § 35 SGB VI, Regelaltersgrenze Quelle öffnen
  8. § 64 SGB VI, Rentenformel Quelle öffnen
  9. § 77 SGB VI, Zugangsfaktor (Abschlag und Zuschlag) Quelle öffnen
  10. Landesamt für Finanzen NRW: Merkblatt zum Aktivrentengesetz, Stand 06/2026 Quelle öffnen

Stand: 04.11.2026. Alle Beispielrechnungen sind Modellrechnungen mit den genannten Annahmen und keine Zusage. Diese Seite ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.