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IMOVIA FAKTENCHECK · ALLE ZAHLEN MIT QUELLE · 11/2026

Altersvorsorge und Rente

Altersvorsorge für Selbstständige. Wer zahlt ein, wer muss, und was bringt es?

Sie sind selbstständig und fragen sich, wie Sie fürs Alter vorsorgen? Hier sehen Sie, ob Sie in die Rentenkasse müssen, was Beiträge bringen und welche anderen Wege es gibt. Mit Rechner und allen Zahlen mit Quelle.

Hannes Ruopp

Geschrieben von Hannes Ruopp, Gründer von IMOVIA

Geprüft am 04.11.2026 · alle Zahlen mit Quelle

H. Ruopp
Selbstständiger sitzt an einem Holztisch vor einer Betonwand und arbeitet am Laptop

Kurz gesagt

Viele Selbstständige müssen nicht in die gesetzliche Rente einzahlen. Pflicht ist sie nur für bestimmte Berufe, etwa Lehrer, Hebammen oder Handwerker in der Handwerksrolle10. Alle anderen können freiwillig einzahlen, 2026 zwischen 112,16 € und 1.571,70 € im Monat1. Eine Pflicht zur Altersvorsorge für alle Selbstständigen gibt es noch nicht.

  • 112,16 €Mindestbeitrag zur freiwilligen Rente im Monat, 20261
  • 1.571,70 €Höchstbeitrag zur freiwilligen Rente im Monat, 20261
  • 30.826 €im Jahr können Sie 2026 höchstens für die Basisversorgung absetzen, Rechenbeispiel17
  • 540 €Grundzulage im Jahr höchstens (ohne Kinder), ab 2027 auch für Selbstständige mit Steuererklärung3

01Ihre Lage

Altersvorsorge für Selbstständige 2026. Niemand zahlt automatisch für Sie ein.

Als Angestellter geht der Rentenbeitrag vom Lohn ab, und der Arbeitgeber zahlt die Hälfte. Als Selbstständiger entscheiden Sie meist selbst, wie Sie vorsorgen. Das ist Freiheit, aber auch Verantwortung.

  • 112,16 €im Monat ist 2026 der kleinste Beitrag zur freiwilligen Rente1
  • 5 Jahrenach dem Start haben Sie Zeit, die Pflichtversicherung zu beantragen2
  • 2027gibt es die neue Zulage erstmals auch für Selbstständige mit Steuererklärung3
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier sehen Sie alle Wege, die Selbstständige zur Altersvorsorge haben.

Welche Altersvorsorge gibt es für Selbstständige?

Selbstständige haben im Grunde dieselben Wege wie alle anderen. Nur der Arbeitgeber fehlt. Es gibt keine Betriebsrente und niemanden, der die Hälfte vom Beitrag zahlt. Diese Wege sind üblich:

  • Gesetzliche Rente. Für einige Berufe Pflicht, für alle anderen freiwillig möglich. Sie zahlen den ganzen Beitrag selbst.
  • Rürup-Rente (Basisrente). Eine private Rente, deren Beiträge Sie von der Steuer absetzen können. Dafür kommt das Geld nur als lebenslange Monatsrente.
  • Altersvorsorgedepot ab 2027. Neu gefördert mit Zulage vom Staat, wenn Sie eine Steuererklärung abgeben.
  • ETF-Sparplan. Flexibel und günstig, aber die Kurse schwanken.
  • Immobilie. Eine vermietete Wohnung kann im Alter Miete bringen. Dafür braucht es meist einen Kredit, und es gibt Risiken wie Leerstand.

Welcher Weg zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Beruf, Ihrem Gewinn und Ihren Zielen ab. Diese Seite ist keine Anlage- oder Rentenberatung.

Klingt nach Freiheit. Aber ohne Beiträge gibt es im Alter wenig.

Weiter: Das Problem

02Das Problem

Altersvorsorge für Selbstständige: das Problem. Wenig Beitrag bringt wenig Rente.

Viele Selbstständige zahlen nicht in die gesetzliche Rente ein. Wer freiwillig nur den Mindestbeitrag zahlt, bekommt nach 30 Jahren in unserem Beispiel rund 178 € Rente im Monat.

Mann mit langen Haaren sitzt mit gefalteten Händen hinter seinem Laptop und schaut nachdenklich zur Seite
  1. Höchstbeitrag, 1.571,70 € im Monat2.490 € Rente30 Jahre eingezahlt
  2. Regelbeitrag, 735,63 € im Monat1.165 € Rente30 Jahre eingezahlt
  3. Halber Regelbeitrag, 367,82 € im Monat583 € Rente30 Jahre eingezahlt
  4. Mindestbeitrag, 112,16 € im Monat178 € Rente30 Jahre eingezahlt
Eigene Beispielrechnung in heutigem Geld: Beiträge 20261, Durchschnittsentgelt 20264, Rentenwert 42,52 €5. Gesetzliche Rente brutto im Monat, vor Kranken- und Pflegebeitrag und Steuer.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: So viel Rente bringt ein Jahr Beitrag, und so viel kostet es.

Was bringt ein Jahr Beitrag an Rente?

Die gesetzliche Rente zählt in Entgeltpunkten. Wer ein Jahr lang auf genau den Durchschnittsverdienst Beiträge zahlt, bekommt einen Punkt. 2026 liegt der Durchschnitt vorläufig bei 51.944 € im Jahr4. Ein Punkt ist ab Juli 2026 42,52 € Rente im Monat wert5.

Beitrag 2026 im MonatEingezahlt im JahrRente je Jahr BeitragRente nach 30 Jahren
Mindestbeitrag 112,16 €1.345,92 €5,92 €178 €
Halber Regelbeitrag 367,82 €4.413,84 €19,42 €583 €
Regelbeitrag 735,63 €8.827,56 €38,85 €1.165 €
Höchstbeitrag 1.571,70 €18.860,40 €83,00 €2.490 €

Eigene Beispielrechnung in heutigem Geld: Beitragswerte 20261, ein Entgeltpunkt je 51.944 €4, Rentenwert 42,52 €5. Rente brutto im Monat. Künftige Rentenerhöhungen sind nicht eingerechnet.

Von der Rente gehen später noch Kranken- und Pflegebeitrag und oft Steuer ab. Die Deutsche Rentenversicherung rechnet für 2026 mit rund 12,35 % für Kranken- und Pflegeversicherung6. Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 % der Rente7.

Gibt es bald eine Pflicht für alle Selbstständigen?

Noch nicht. Eine Kommission hat 2026 empfohlen, neue Selbstständige in die gesetzliche Rente einzubeziehen. Ein Gesetz dazu gibt es bisher nicht. Mehr dazu weiter unten im Kapitel Pflicht zur Altersvorsorge.

Wie groß ist die Lücke bei Ihnen? Rechnen Sie es aus.

Weiter: Ihr Rechner

03Ihr Rechner

Altersvorsorge Selbstständige: Rechner. Rechnen Sie Ihre Lücke selbst aus.

Der Rechner schätzt Ihre gesetzliche Rente und vergleicht sie mit Ihrem Wunsch. Er passt, wenn Sie pflichtversichert sind oder freiwillig einzahlen. So geben Sie Ihre Zahlen ein:

  • Bruttogehalt. Tragen Sie den Betrag ein, auf den Sie Beiträge zahlen. Beim Regelbeitrag sind das 3.955 €, beim Mindestbeitrag 603 €1. Zahlen Sie nach Ihrem Gewinn, nehmen Sie den Gewinn im Monat.
  • Nettogehalt. Das, was Ihnen im Monat nach Steuer und Versicherungen zum Leben bleibt.
  • Startalter. Ab welchem Alter Sie in die Rente einzahlen.
  • Kein Beitrag? Zahlen Sie nichts ein, tragen Sie 0 € ein. Dann zeigt der Rechner, wie viel Sie ganz selbst aufbauen müssen.
IMOVIA · Rentenlücke-Rechner

Ihre Rentenlücke im Monat

630 €

Rente nettoLücke bis zu Ihrem Wunsch

Gesetzliche Rente, brutto (heutiges Geld)
1.770 €
Davon ungefähr netto
1.450 €
Ihr Wunsch im Alter
2.080 €
In 20 Jahren Ruhestand fehlen zusammen
152.000 €
J.
€
€
J.
%

Vereinfachte Modellrechnung in heutigem Geld: gleichbleibendes Einkommen im Verhältnis zum Durchschnitt, Regelaltersgrenze 67 8, Rentenformel 9 mit Rentenwert 42,52 € 5, Durchschnittsentgelt und Beitragsbemessungsgrenze 2026 4, 12,35 % Kranken- und Pflegebeitrag 6, Steuer nach Besteuerungsanteil 7 und Tarif 2026, ledig, ohne Kirchensteuer. Ersetzt nicht Ihre Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung.

Sie wollen das mit Ihren echten Zahlen sehen? Wir rechnen es kostenlos mit Ihnen durch.

Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht, was der Rechner annimmt und wo er an Grenzen kommt.

So rechnet der Rechner

Der Rechner nimmt an, dass Sie von Ihrem Startalter bis 67 jedes Jahr gleich viel einzahlen8. Er rechnet in heutigem Geld und zieht 12,35 % für Kranken- und Pflegeversicherung ab, wie es die Deutsche Rentenversicherung für Rentner annimmt6. Sind Sie privat krankenversichert, kann der Beitrag anders sein.

Waren Sie erst angestellt und sind dann selbstständig geworden? Dann rechnet der Rechner nur ungefähr. Ihre echten Zahlen stehen in Ihrer Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Den Rechenweg für Angestellte zeigt der Rentenrechner.

Was heißt Ihr Ergebnis für später? Hier groß und deutlich.

Weiter: Ihr Ergebnis

04Ihr Ergebnis

Altersvorsorge für Selbstständige: Ihr Ergebnis. So viel fehlt Ihnen im Ruhestand.

Die Zahlen hier ändern sich mit Ihren Eingaben im Rechner. Sie zeigen, was die Lücke für Ihr Leben im Alter bedeutet.

Jeden Monat fehlen Ihnen

630 €zu Ihrem Wunsch im Alter

Im Ruhestand fehlen zusammen

152.000 €in heutigem Geld, ohne Zinsen. So viel fehlt, wenn Sie nichts zusätzlich tun.

Von Ihrem Wunsch fehlen rund 30 %

So viel müssten Sie bis 67 jeden Monat zurücklegen, ohne Zinsen: 395 €

Je später Sie anfangen, desto mehr müssen Sie jeden Monat zurücklegen

  1. Wer mit 30 anfängt340 € im Monat
  2. Wer mit 40 anfängt460 € im Monat
  3. Wer mit 50 anfängt710 € im Monat
Beispiel mit 4.000 € brutto: Lücke je Startalter laut Rechner (rund 630, 620 und 600 € im Monat) mal 240 Monate Ruhestand, geteilt durch die Monate bis 67, ohne Zinsen. Eigene Beispielrechnung.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: So kommen die Zahlen zustande, und das bedeutet es für Selbstständige.

Der Rechner nimmt die Lücke im Monat mal 12 Monate mal 20 Jahre Ruhestand. Das ist das Geld, das Ihnen im Alter zusammen fehlt, in heutigem Geld und ohne Zinsen. Teilen Sie die Summe durch die Monate bis 67, sehen Sie, was Sie jeden Monat zurücklegen müssten. Das ist eine vereinfachte Beispielrechnung.

Für Selbstständige kann die Lücke größer sein als für Angestellte, weil kein Arbeitgeber die Hälfte vom Beitrag zahlt. Je früher Sie anfangen, desto kleiner ist der Betrag im Monat.

Was wäre, wenn andere Ihre Altersvorsorge mitbezahlen?

Als Selbstständiger gibt kein Arbeitgeber etwas dazu. Bei der Rürup-Rente hilft das Finanzamt, beim neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 der Staat. Bei einer vermieteten Wohnung zahlen Mieter und Finanzamt mit.

  • Rürup-RenteDas Finanzamt hilft über die Steuer.
  • AltersvorsorgedepotDer Staat gibt ab 2027 eine Zulage.
  • Vermietete WohnungMieter und Finanzamt zahlen mit.
Älteres Paar geht Arm in Arm eine ruhige Straße entlang, von hinten gesehen

Eine Möglichkeit

Altersvorsorge für Selbstständige mit Wohnung. Mieter und Finanzamt zahlen mit.

Bei einer vermieteten Wohnung zahlen Sie die Rate nicht allein. Die Miete trägt den größten Teil. Die Steuerersparnis trägt einen weiteren Teil.

Jahre 1 bis 3

Mieter1.100 €Finanzamt deckt den Rest470 €

Kosten im Monat: 1.570 € (Rate plus nicht umlagefähige Kosten)

Ab Jahr 4

Mieter1.165 €Finanzamt310 €Sie95 €

Kosten im Monat: 1.570 € (Rate plus nicht umlagefähige Kosten)

Beispielrechnung mit der IMOVIA-Musterwohnung: 300.000 €, 4,5 % Zins, 1,5 % Tilgung. In den Jahren 1 bis 3 deckt die Steuererstattung von rund 9.930 € im Jahr (rund 830 € im Monat) den Rest der Kosten, Ihr Anteil liegt bei rund 0 €. Ob Erhaltungsaufwand sofort absetzbar ist, prüft das Finanzamt im Einzelfall. Keine Zusage, keine Steuerberatung.

In unserer Beispielrechnung bleiben in den ersten drei Jahren rund 0 € im Monat bei Ihnen, ab dem vierten Jahr rund 95 €. Ist die Wohnung bis zur Rente abbezahlt, bringt sie im Alter Miete.

Das ist eine Möglichkeit unter mehreren, mit Risiken wie Leerstand oder Reparaturen. Ob sie zu Ihrer Situation passt, rechnen wir kostenlos mit Ihnen durch.

Das sollten Sie wissen

  • Sie nehmen einen Kredit auf.
  • Die Miete kann ausfallen, zum Beispiel bei Leerstand.
  • Reparaturen und Erhalt kosten Geld.
  • Eine Wohnung lässt sich nicht schnell verkaufen.

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Hand hält einen Wohnungsschlüssel mit Haus-Anhänger in einem hellen Flur

Zum Nachlesen

Zum Nachlesen. Alles Weitere zur Altersvorsorge für Selbstständige.

Hier steht, wer in die Rentenkasse muss, was freiwillige Beiträge kosten, was zur geplanten Pflicht feststeht und wie Rürup, Altersvorsorgedepot, ETF und Immobilie für Selbstständige funktionieren.

  1. AWer muss einzahlenFür einige Berufe ist die Rentenkasse Pflicht
  2. BFreiwillig einzahlenSie zahlen 112,16 € bis 1.571,70 € im Monat
  3. CPflicht für alle?Es gibt sie noch nicht, nur eine Empfehlung
  4. DRürup-Rente2026 sind bis 30.826 € im Jahr absetzbar
  5. EDepot ab 2027Erstmals gibt es die Zulage auch ohne Rentenkasse
  6. FAlle WegeJeder Weg hat eigene Vorteile und Nachteile

AWer muss einzahlen

Altersvorsorge für Selbstständige mit Pflicht. Für einige Berufe ist die Rentenkasse Pflicht.

Diese Selbstständigen müssen in die gesetzliche Rente einzahlen10:

  • Lehrer und Erzieher
  • Pflegekräfte und Hebammen
  • Handwerker in der Handwerksrolle
  • Künstler und Publizisten
  • Selbstständige mit nur einem Auftraggeber
  • Hausgewerbetreibende, Seelotsen, Küstenschiffer
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier stehen die genauen Regeln und wie Sie freiwillig in die Pflicht gehen können.

Wer ist als Selbstständiger rentenversicherungspflichtig?

Das Gesetz nennt eine feste Liste von Berufen10. Dazu gehören Lehrer und Erzieher, Pflegepersonen, Hebammen, Seelotsen, Künstler und Publizisten, Hausgewerbetreibende, Küstenschiffer und Küstenfischer und Handwerker, die in der Handwerksrolle eingetragen sind.

Dazu kommen Selbstständige, die auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber arbeiten. Bei ihnen, bei Lehrern und Erziehern und bei Pflegepersonen gilt die Pflicht nur, wenn sie selbst keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen. Minijobber zählen dabei nicht als Arbeitnehmer10.

Künstler und Publizisten sind über die Künstlersozialkasse versichert10. Für alle anderen Selbstständigen, zum Beispiel viele Berater oder Gewerbetreibende, gibt es keine Pflicht zur gesetzlichen Rente.

Pflichtversicherung auf Antrag

Auch wer nicht muss, kann die Pflichtversicherung beantragen. Das geht innerhalb von 5 Jahren, nachdem Sie Ihre Selbstständigkeit begonnen haben2. Dann gelten Sie wie ein Pflichtversicherter. Das kann sich lohnen, weil Pflichtversicherte 2026 auch die Riester-Förderung bekommen können11.

Was zahlen Pflichtversicherte?

Pflichtversicherte Selbstständige können den Regelbeitrag zahlen: 2026 sind das 735,63 € im Monat. Grundlage ist ein Gewinn in Höhe der Bezugsgröße von 3.955 € im Monat1. Wer einen höheren oder niedrigeren Gewinn nachweist, zum Beispiel mit dem Steuerbescheid, zahlt einen Beitrag nach seinem Einkommen. Wer neu startet, kann bis zum Ablauf von drei Kalenderjahren nach dem Jahr des Starts den halben Regelbeitrag wählen12. 2026 sind das 367,82 € im Monat1.

BFreiwillig einzahlen

Freiwillige Altersvorsorge für Selbstständige in der Rentenkasse. Sie zahlen 112,16 € bis 1.571,70 € im Monat.

Wer nicht pflichtversichert ist, darf freiwillig in die gesetzliche Rente einzahlen, ab 16 Jahren13. Die Höhe wählen Sie selbst, zwischen Mindest- und Höchstbeitrag.

Wert 2026im Monatim Jahr
Mindestbeitrag112,16 €1.345,92 €
Regelbeitrag (Pflichtversicherte)735,63 €8.827,56 €
Höchstbeitrag1.571,70 €18.860,40 €
Beitragssatz18,6 %18,6 %

Werte laut Deutscher Rentenversicherung, Berechnungsgrößen und Beitragswerte 20261. Jahreswerte: eigene Rechnung, Monatsbeitrag mal 12.

Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht, wie die Beiträge zustande kommen und bis wann Sie zahlen können.

Wie werden die freiwilligen Beiträge berechnet?

Der Beitrag ist immer 18,6 % von einem Betrag, den Sie festlegen. Der kleinste Betrag sind 2026 monatlich 603 €. Das ergibt 112,16 € Mindestbeitrag. Der größte Betrag ist die Beitragsbemessungsgrenze von 8.450 €. Das ergibt 1.571,70 € Höchstbeitrag1.

Freiwillige Beiträge für 2026 können Sie noch bis zum 31. März 2027 zahlen1. Wer nach der Regelaltersgrenze schon eine volle Altersrente bekommt, kann sich nicht mehr freiwillig versichern13.

Lohnt sich die freiwillige Rentenversicherung für Selbstständige?

Das hängt von Ihnen ab. Die gesetzliche Rente zahlt ein Leben lang und steigt mit den Rentenerhöhungen. Dafür kommen Sie vor der Rente nicht an das Geld, und im Alter wird die Rente versteuert. Die Tabelle weiter oben zeigt, wie viel Rente ein Jahr Beitrag bringt. Vergleichen Sie das mit anderen Wegen, bevor Sie sich entscheiden.

CPflicht für alle?

Pflicht zur Altersvorsorge für Selbstständige. Es gibt sie noch nicht, nur eine Empfehlung.

Viele lesen, dass bald alle Selbstständigen vorsorgen müssen. Stand 04.11.2026 ist das kein Gesetz. Es gibt eine Empfehlung der Rentenkommission und ein Ziel der Regierung.

  • Empfehlung der Kommission

    Die Alterssicherungskommission hat am 23.06.2026 ihren Bericht übergeben. Sie empfiehlt, Selbstständige, die neu starten und nicht schon anders abgesichert sind, verpflichtend in die gesetzliche Rente aufzunehmen14.
  • Ziel der Regierung

    Die Koalition will die Empfehlungen umsetzen. Ziel ist laut Bundesregierung, das Gesetzgebungsverfahren bis Ende 2026 abzuschließen15.
  • Noch kein Gesetz

    Einen Gesetzentwurf der Regierung haben wir bis zum 04.11.2026 nicht gefunden. Ein Antrag im Bundestag zum Thema kommt von der Opposition, nicht von der Regierung16.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht, was genau vorgeschlagen ist und was das für Sie heißen kann.

Was ist für bestehende Selbstständige geplant?

Laut Empfehlung sollen Selbstständige, die schon tätig sind, die Wahl haben, sich davon zu befreien14. Neue Selbstständige ab einem Stichtag sollen keine Wahl haben. Wann dieser Stichtag ist, steht noch nicht fest.

Was am Ende im Gesetz steht, ist offen. Wir aktualisieren diesen Abschnitt, sobald es einen Gesetzentwurf gibt. Stand: 04.11.2026.

Für Sie heißt das: Ob und wann eine Pflicht kommt, ist offen. Ihre eigene Planung können Sie unabhängig davon jetzt schon machen.

DRürup-Rente

Altersvorsorge für Selbstständige mit Steuervorteil. 2026 sind bis 30.826 € im Jahr absetzbar.

Die Rürup-Rente heißt auch Basisrente. Sie können die Beiträge von der Steuer absetzen. 2026 zählen bis 30.826 € im Jahr, bei Ehepaaren 61.652 €17.

Beispiel

Angenommen, Sie haben 60.000 € zu versteuerndes Einkommen und zahlen 6.000 € im Jahr in eine Rürup-Rente. Dann zahlen Sie nach dem Tarif 2026 rund 2.253 € weniger Einkommensteuer18. Eigene Beispielrechnung, ledig, ohne Kirchensteuer, keine Steuerberatung.

Mehr dazuWarum das wichtig ist: Die Rürup-Rente hat Vorteile bei der Steuer, aber auch klare Grenzen.

Woher kommen die 30.826 €?

Der Höchstbetrag ist der höchste Beitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung. 2026 sind das 24,7 % von 124.800 €19,20. Das ergibt aufgerundet 30.826 €. Das ist ein Rechenbeispiel auf Basis der Werte 2026. Seit 2023 sind die Beiträge zu 100 % absetzbar17.

Zahlen Sie schon in die gesetzliche Rente oder in ein Versorgungswerk ein, zählen diese Beiträge mit. Sie teilen sich den Höchstbetrag17.

Die Grenzen der Rürup-Rente

  • Nur als Rente. Das Geld kommt nur als lebenslange Monatsrente, frühestens mit 6217.
  • Kein Auszahlen auf einmal. Der Vertrag darf nicht vererbt, verkauft, beliehen oder auf einmal ausgezahlt werden17.
  • Steuer im Alter. Die Rente wird wie die gesetzliche Rente versteuert. Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 %7.

Steuersatz für Selbstständige

Wie viel die Rürup-Rente bei der Steuer bringt, hängt von Ihrem Steuersatz ab. Für Selbstständige gilt derselbe Tarif wie für alle. Er hängt vom Gewinn ab. Ihren Steuersatz rechnen Sie mit dem Einkommensteuer-Rechner aus.

EDepot ab 2027

Altersvorsorge für Selbstständige mit Zulage ab 2027. Erstmals gibt es die Zulage auch ohne Rentenkasse.

Ab dem 1. Januar 2027 gibt es neue geförderte Verträge, zum Beispiel das Altersvorsorgedepot. Neu ist: Auch Selbstständige bekommen die Zulage, wenn sie eine Steuererklärung abgeben3.

  • Wer bekommt es

    Selbstständige mit Gewerbe oder freiem Beruf, die eine Steuererklärung abgeben, und Pflichtmitglieder von Versorgungswerken3.
  • Zulage

    50 Cent je Euro bis 360 €, 25 Cent je Euro auf weitere 1.440 €. Zusammen bis 540 € im Jahr3.
  • Einzahlen

    Bis 6.840 € im Jahr. Gefördert werden davon bis 1.800 €3.
  • Auszahlung

    Frühestens ab 65, spätestens ab 70. Im Alter wird die Auszahlung voll versteuert3.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht, was das Depot für Selbstständige bringt und was nicht.

Was bringt das Altersvorsorgedepot für Selbstständige?

Bis 2026 bekommen Selbstständige ohne Pflichtversicherung keine Riester-Förderung11. Ab 2027 ändert sich das. Wer 1.800 € im Jahr einzahlt, bekommt bis 540 € Zulage dazu. Für jedes Kind kann es bis 300 € Kinderzulage geben. Statt der Zulage kann auch der Steuerabzug mehr bringen: Ohne Kinder sind bis 2.340 € im Jahr als Sonderausgabe absetzbar, also 1.800 € plus Zulage3.

Das Gesetz ist beschlossen und im Bundesgesetzblatt verkündet21. Wie die Anbieter ihre Depots gestalten, zeigt sich erst ab 2027. Jeder Anbieter muss ein einfaches Standarddepot mit höchstens 1,0 % Kosten im Jahr anbieten3.

Der Nachteil: Sie kommen vor 65 nicht an das Geld. Für Selbstständige, die flexibel bleiben wollen, ist das wichtig.

FAlle Wege

Altersvorsorge Selbstständige im Vergleich. Jeder Weg hat eigene Vorteile und Nachteile.

Hier sehen Sie die üblichen Wege für Selbstständige nebeneinander. Keiner ist für alle richtig. Oft passt eine Mischung.

WegWer hilft mitVor der Rente an das Geld?Nachteil
Gesetzliche Rente, freiwilligniemand, Sie zahlen alles selbstneinim Alter versteuert, kein Zugriff vorher
Rürup-RenteFinanzamt (Beiträge absetzbar)neinnur als Rente, nicht vererbbar
Altersvorsorgedepot (ab 2027)Staat (bis 540 € Zulage im Jahr)nein, frühestens ab 65neu, Auszahlung voll versteuert
ETF-Sparplanniemandja, jederzeitKurse schwanken stark
Vermietete WohnungMieter und Finanzamtnur durch VerkaufKredit, Mietausfall, Kosten

Allgemeine Einordnung, keine Anlageberatung. Werte zur Reform 2027 laut Bundesfinanzministerium3.

Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier stehen ETF und Immobilie für Selbstständige genauer.

ETF-Sparplan für Selbstständige

Ein ETF ist ein Fonds, der viele Aktien auf einmal kauft. Sie können jederzeit verkaufen. Für Selbstständige mit schwankendem Einkommen ist das ein Vorteil. Auf Gewinne zahlen Sie 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag22. Bei Aktien-ETFs sind 30 % der Gewinne steuerfrei23. Die ersten 1.000 € Kapitalerträge im Jahr bleiben frei, bei Ehepaaren 2.000 €24.

Der Nachteil: Die Kurse schwanken. Wer kurz vor der Rente verkaufen muss, wenn die Kurse unten sind, hat weniger. Deshalb braucht ein ETF-Sparplan viel Zeit.

Immobilie für Selbstständige

Eine vermietete Wohnung kann im Alter Miete bringen, zusätzlich zu anderen Einnahmen. Mieter und Finanzamt zahlen einen großen Teil der Rate mit. Dafür nehmen Sie einen Kredit auf und tragen Risiken wie Leerstand oder Reparaturen. Mehr dazu im Ratgeber Immobilie als Altersvorsorge.

Für Beamte gelten ganz andere Regeln. Die stehen in einem eigenen Ratgeber.

Aus unserem Google-Profil

Was Kunden über uns sagen

5,0★★★★★Bewertungen auf Google
★★★★★

„Top beraten worden, wurde genau auf meine Ansprüche geachtet! Jederzeit zu empfehlen!“

Finn S. · Google-Bewertung
★★★★★

„Meine Fragen wurden verständlich beantwortet und ich hatte nie das Gefühl, zu einer schnellen Entscheidung gedrängt zu werden.“

Adrian M. · Google-Bewertung
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„Herr Otte hat mir direkt erklärt wie man genau vorgeht, so umfassend dass Ich sogar selber Zuhause checken konnte ob alles stimmig ist.“

Lenn K. · Google-Bewertung

Wir zeigen Bewertungen aus unserem Google-Profil im Wortlaut. Ob die Verfasser bei uns gekauft haben, prüfen wir nicht gesondert.

Häufige Fragen

Häufige Fragen: Altersvorsorge für Selbstständige

Wie sorgen Selbstständige fürs Alter vor?

Typische Wege sind die freiwillige gesetzliche Rente, die Rürup-Rente, ein ETF-Sparplan und eine Immobilie. Ab 2027 kommt das geförderte Altersvorsorgedepot dazu, für Selbstständige mit Steuererklärung3. Oft passt eine Mischung.

Sind Selbstständige rentenversicherungspflichtig?

Nur bestimmte Berufe, zum Beispiel Lehrer, Erzieher, Hebammen, Pflegekräfte, Künstler über die Künstlersozialkasse und Handwerker in der Handwerksrolle. Dazu Selbstständige mit nur einem Auftraggeber und ohne eigene Angestellte10. Alle anderen müssen nicht einzahlen.

Wie hoch ist der Mindestbeitrag zur freiwilligen Rentenversicherung 2026?

112,16 € im Monat. Der Höchstbeitrag liegt bei 1.571,70 € im Monat1. Dazwischen wählen Sie die Höhe selbst.

Lohnt sich die freiwillige Rentenversicherung für Selbstständige?

Das hängt von Ihrer Lage ab. In unserer Beispielrechnung bringt ein Jahr Regelbeitrag (8.827,56 €) rund 38,85 € Rente im Monat, in heutigem Geld. Die Rente zahlt ein Leben lang, aber vor der Rente kommen Sie nicht an das Geld.

Kommt die Altersvorsorgepflicht für Selbstständige?

Stand 04.11.2026 gibt es kein Gesetz. Die Rentenkommission hat empfohlen, neue Selbstständige verpflichtend in die gesetzliche Rente aufzunehmen14. Die Regierung will das Gesetzgebungsverfahren bis Ende 2026 abschließen15.

Wie viel Rürup können Selbstständige absetzen?

2026 bis 30.826 € im Jahr, bei Ehepaaren 61.652 €17. Beiträge zur gesetzlichen Rente oder zu einem Versorgungswerk zählen mit. Das ist ein Rechenbeispiel auf Basis der Werte 2026.

Können Selbstständige Riester machen?

2026 bekommen Selbstständige die Förderung direkt nur, wenn sie in der gesetzlichen Rente pflichtversichert sind11. Über einen förderberechtigten Ehepartner ist eine Förderung mit eigenem Vertrag und mindestens 60 € Beitrag im Jahr möglich25. Ab 2027 bekommen auch Selbstständige mit Steuererklärung die Zulage für das neue Altersvorsorgedepot3.

Welcher Steuersatz gilt für Selbstständige?

Derselbe Tarif wie für alle. Er hängt vom zu versteuernden Einkommen ab. 2026 bleiben 12.348 € im Jahr steuerfrei, der höchste Satz ist 45 %18. Ihren Satz rechnen Sie mit dem Einkommensteuer-Rechner aus.

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Wie sorgen Sie als Selbstständiger vor? Wir rechnen es kostenlos mit Ihnen durch.

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So geht es los

Vier Schritte. Bei jedem entscheiden Sie selbst.

  1. 1

    Kurzer Check

    Vier Fragen, rund zwei Minuten. Kostenlos und unverbindlich.

  2. 2

    Erstgespräch am Telefon

    Wir rufen Sie an. Sie erzählen, was Sie vorhaben, wir sagen ehrlich, ob es passt.

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    Wir zeigen passende Wohnungen mit allen Zahlen und Unterlagen. Sie entscheiden in Ruhe.

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Schritt 1 von 4
Wie sind Sie selbstständig?

Weiter im Thema Altersvorsorge und Rente

Steuersatz und Einkommensteuer · Immobilien-Lexikon · Steuer-Rechner · Steuern sparen mit Immobilien

Quellen

25 Belege anzeigen
  1. Deutsche Rentenversicherung: Berechnungsgrößen und Beitragswerte 2026 (Merkblatt V0091) Quelle öffnen
  2. § 4 SGB VI, Versicherungspflicht auf Antrag Quelle öffnen
  3. Bundesfinanzministerium: Fragen und Antworten zur Reform der privaten Altersvorsorge Quelle öffnen
  4. Deutsche Rentenversicherung: Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026 (Beitragsbemessungsgrenze, vorläufiges Durchschnittsentgelt) Quelle öffnen
  5. Deutsche Rentenversicherung: Rentenanpassung 2026, Pressemitteilung vom 05.03.2026 Quelle öffnen
  6. Deutsche Rentenversicherung: Aktuelle Daten 2026 (Durchschnittsrenten, Annahme Kranken- und Pflegebeitrag) Quelle öffnen
  7. § 22 Nr. 1 EStG, Besteuerungsanteil der Rente Quelle öffnen
  8. § 35 SGB VI, Regelaltersgrenze Quelle öffnen
  9. § 64 SGB VI, Rentenformel Quelle öffnen
  10. § 2 SGB VI, Versicherungspflicht selbständig Tätiger Quelle öffnen
  11. § 10a Einkommensteuergesetz, Riester-Förderung und Förderberechtigte (Fassung 2026) Quelle öffnen
  12. § 165 SGB VI, Beitragsbemessungsgrundlage bei Selbstständigen Quelle öffnen
  13. § 7 SGB VI, Freiwillige Versicherung Quelle öffnen
  14. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Alterssicherungskommission 2026, Empfehlungen Quelle öffnen
  15. Bundesregierung: Fragen und Antworten zur Rentenreform Quelle öffnen
  16. Deutscher Bundestag, Drucksache 21/8576 vom 14.10.2026, Antrag „Die Bürgerversicherung in der Rentenversicherung einführen“ Quelle öffnen
  17. § 10 Einkommensteuergesetz, Sonderausgaben (Basisrente, Höchstbetrag) Quelle öffnen
  18. § 32a Einkommensteuergesetz (Tarif ab 2026) Quelle öffnen
  19. Bekanntmachung der Beitragssätze in der Rentenversicherung für 2026 (24,7 % knappschaftlich) Quelle öffnen
  20. § 4 Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026 (knappschaftliche Rentenversicherung 124.800 €) Quelle öffnen
  21. Altersvorsorgereformgesetz, BGBl. 2026 I Nr. 156, verkündet am 29.05.2026 Quelle öffnen
  22. § 32d Einkommensteuergesetz, Abgeltungsteuer Quelle öffnen
  23. § 20 Investmentsteuergesetz, Teilfreistellung Quelle öffnen
  24. § 20 Abs. 9 Einkommensteuergesetz, Sparer-Pauschbetrag Quelle öffnen
  25. § 79 Einkommensteuergesetz, Zulageberechtigte und mittelbare Förderung (Fassung 2026) Quelle öffnen

Stand: 04.11.2026. Alle Beispielrechnungen sind Modellrechnungen mit den genannten Annahmen und keine Zusage. Diese Seite ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.

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