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Altersvorsorge und Rente
Altersvorsorgedepot 2027. So viel legt der Staat auf Ihr Sparen drauf.
Ab 2027 gibt es eine neue Förderung für die private Rente. Hier sehen Sie in Euro, wie viel Zulage Sie bekommen, was das Depot kostet und wo die Haken sind. Mit Rechner und allen Zahlen mit Quelle.
Geschrieben von Luis Otte, Gründer von IMOVIA
Geprüft am 04.11.2026 · alle Zahlen mit Quelle

Kurz gesagt
Das Altersvorsorgedepot ist ein neues Depot für die Rente, das der Staat ab dem 1. Januar 2027 fördert. Wer 1.800 € im Jahr einzahlt, bekommt 540 € Zulage, dazu bis zu 300 € je Kind1. Das Geld gibt es frühestens ab 65, und dann wird es voll versteuert.
01Ihre Lage
Altersvorsorgedepot 2027. Ein neues Depot, auf das der Staat Geld legt.
Sie wollen fürs Alter sparen und fragen sich, ob das neue Depot zu Ihnen passt? Ab dem 1. Januar 2027 dürfen Banken und Versicherungen es anbieten1. Auf Ihre Einzahlung legt der Staat etwas drauf, bis 1.800 € im Jahr.
- 10 €im Monat reichen, damit es überhaupt Zulage gibt. Das sind 120 € im Jahr1.
- 50 Centlegt der Staat auf jeden Euro, bis 360 € im Jahr1.
- 200 €Bonus gibt es einmalig, wenn Sie vor dem 25. Geburtstag abschließen1.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht in einfachen Worten, was ein Depot ist und was an diesem Depot neu ist.
Was ist ein Altersvorsorgedepot?
Ein Depot ist ein Konto für Wertpapiere. Darin liegen zum Beispiel Fonds. Ein Fonds sammelt das Geld vieler Menschen und kauft damit Anteile an vielen Firmen auf einmal.
Das Altersvorsorgedepot ist ein Depot nur für die Rente. Sie zahlen regelmäßig ein. Der Staat legt jedes Jahr eine Zulage dazu. Eine Zulage ist Geld vom Staat, das direkt in Ihren Vertrag fließt.
Neu ist: Zum ersten Mal fördert der Staat auch ein Depot ohne Garantie1. Bei Riester gab es nur Verträge mit Garantie. Ohne Garantie kann am Ende mehr herauskommen. Es kann aber auch weniger werden.
Neue Altersvorsorge 2027: Das Gesetz ist beschlossen
Die Regeln stehen im Altersvorsorgereformgesetz. Es wurde am 29.05.2026 im Bundesgesetzblatt verkündet2. Es gilt also schon. Nur die neuen Produkte starten erst am 1. Januar 2027.
Man sagt auch Altersvorsorge-Depot oder geförderte Altersvorsorge. Gemeint ist immer dasselbe: ein Vertrag für die Rente, auf den der Staat Zulagen zahlt.
Ob das Depot für Sie passt, hängt von Ihrem Einkommen, Ihren Kindern und Ihrer Geduld ab. Weiter unten können Sie Ihre Zulage selbst ausrechnen.
Warum braucht es überhaupt eine neue Förderung? Weil die Rente allein meist nicht reicht.
Weiter: Das Problem02Das Problem
Staatlich geförderte Altersvorsorge. Die gesetzliche Rente allein reicht meist nicht.
Ende 2024 bekamen Rentner im Schnitt 1.154 € Altersrente im Monat3. Das ist viel weniger, als die meisten heute verdienen. Deshalb fördert der Staat private Vorsorge.

- 1.154 €durchschnittliche Altersrente im Monat, Ende 2024, nach Kranken- und Pflegebeitrag3
- 955 €bekamen Frauen im Schnitt, Männer 1.405 €3
- 2031endet die Haltelinie von 48 %. Was danach gilt, ist offen4.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Die alte Förderung war schwer zu verstehen. Hier steht, was sich deshalb ändert.
Warum es eine neue Förderung gibt
Die gesetzliche Rente ist für die meisten der größte Teil der Altersvorsorge. Bis 2031 darf das Rentenniveau nicht unter 48 % fallen4. Was danach kommt, hat die Politik noch nicht entschieden.
Bisher war Riester der wichtigste Weg mit Zulage vom Staat. Die Grundzulage ist ein fester Betrag: 175 € im Jahr5. Die volle Zulage gibt es aber nur, wenn Sie genug einzahlen. Das sind 4 % vom Einkommen des Vorjahres, minus die Zulagen6,7. Wer weniger zahlt, bekommt weniger Zulage. Das verstehen viele nicht.
Das neue System ist einfacher. Die Zulage hängt nur davon ab, wie viel Sie selbst einzahlen. Jeder Euro bis 1.800 € bringt Zulage1.
Riester bisher und Altersvorsorgedepot ab 2027 im Vergleich
| Punkt | Riester bisher (2026) | Altersvorsorgedepot ab 2027 |
|---|---|---|
| Grundzulage | 175 € im Jahr5 | bis 540 € im Jahr: 50 Cent je Euro bis 360 €, 25 Cent je Euro auf weitere 1.440 €1 |
| Zulage je Kind | 300 € (Kind ab 2008 geboren), 185 € (vor 2008)8 | 1 € je Euro bis 300 €, egal wann das Kind geboren ist |
| Was Sie für die volle Zulage einzahlen müssen | 4 % vom Vorjahreseinkommen minus Zulagen, mindestens 60 €6 | 1.800 € für die volle Grundzulage, ab 120 € gibt es schon etwas |
| Bonus unter 25 | einmalig 200 €5 | einmalig 200 € |
| Als Sonderausgabe absetzbar (ohne Kinder) | bis 2.100 €9 | bis 2.340 € (1.800 € plus 540 € Zulage) |
| Anlage | Verträge mit Garantie | auch Depot ohne Garantie, Garantie 100 % oder 80 % weiter möglich |
| Einfaches Standardprodukt | keins | Standarddepot bei jedem Anbieter, Kosten höchstens 1,0 % im Jahr |
| Auszahlung | frühestens ab 62 (Verträge ab 2012)10 | frühestens ab 65, spätestens ab 70 |
| Selbstständige ohne Pflichtbeitrag zur Rente | nicht gefördert9 | gefördert, wenn sie eine Steuererklärung abgeben |
Neue Werte laut Bundesfinanzministerium zum Altersvorsorgereformgesetz1,2. Riester nach dem Einkommensteuergesetz, Fassung 2026. Stand 04.11.2026.
Wie viel Zulage bekommen Sie selbst? Rechnen Sie es aus.
Weiter: Ihr Rechner03Ihr Rechner
Altersvorsorgedepot Rechner 2027. Rechnen Sie Ihre Zulage selbst aus.
Geben Sie ein, wie viel Sie im Jahr einzahlen wollen und wie viele Kinder Sie haben. Der Rechner zeigt sofort Ihre Zulage ab 2027 und zum Vergleich Riester.
Ihre Zulage im Jahr ab 2027
840 €
So viel legt der Staat auf Ihre Einzahlung oben drauf
- Grundzulage
- 540 €
- Kinderzulage zusammen
- 300 €
- Auf jeden Euro legt der Staat dazu
- 47 Cent
- Zum Vergleich: Riester bisher
- 475 €
Modellrechnung nach den Fragen und Antworten des Bundesfinanzministeriums zum Altersvorsorgereformgesetz 1: 50 Cent je Euro bis 360 €, 25 Cent je Euro auf weitere 1.440 €, je Kind 1 € je Euro bis 300 €, Zulage erst ab 120 € Einzahlung im Jahr, einzahlen bis 6.840 €. Wer vor dem 25. Geburtstag abschließt, bekommt einmalig 200 € dazu (nicht eingerechnet). Ein möglicher Steuervorteil über die Zulage hinaus ist nicht eingerechnet. Riester zum Vergleich nach §§ 84 bis 86 EStG, Fassung 2026 5 8 6: 175 € plus 300 € je Kind (geboren ab 2008), gekürzt, wenn weniger als 4 % vom Vorjahresbrutto (höchstens 2.100 €) minus Zulagen eingezahlt wird. Keine Anlage- oder Steuerberatung.
Mit den vorgegebenen Werten (1.800 € im Jahr, 1 Kind, 40.000 € Bruttogehalt) bekommen Sie 840 € Zulage im Jahr: 540 € für Sie und 300 € für das Kind. Das sind rund 47 Cent auf jeden eingezahlten Euro. Mit Riester wären es im selben Fall 475 €. Das ist eine Beispielrechnung nach den Regeln des Bundesfinanzministeriums1.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: So rechnet der Rechner, Schritt für Schritt. Dann können Sie jede Zahl selbst nachprüfen.
Neue Altersvorsorge 2027 Rechner: So geht die Rechnung
- Grundzulage, Stufe 1. Für die ersten 360 € im Jahr gibt es 50 Cent je Euro. Das sind höchstens 180 €1.
- Grundzulage, Stufe 2. Für die nächsten 1.440 € gibt es 25 Cent je Euro. Das sind höchstens 360 €.
- Kinderzulage. Für jedes Kind gibt es 1 € je eingezahltem Euro, bis 300 € je Kind.
- Untergrenze. Zahlen Sie weniger als 120 € im Jahr ein, gibt es gar keine Zulage.
- Obergrenze. Sie dürfen bis 6.840 € im Jahr einzahlen. Zulage gibt es aber nur für die ersten 1.800 €.
Beispiel
Sie zahlen 1.800 € im Jahr ein, also 150 € im Monat, und haben ein Kind. Stufe 1: 360 € mal 0,50 sind 180 €. Stufe 2: 1.440 € mal 0,25 sind 360 €. Kinderzulage: 300 €. Zusammen sind das 840 € im Jahr. Eigene Rechnung nach den Werten des Bundesfinanzministeriums1.
Riester zum Vergleich: 175 € Grundzulage plus 300 € für ein Kind, das ab 2008 geboren ist5,8. Bei 40.000 € Bruttogehalt im Vorjahr müssen Sie dafür mindestens 1.125 € einzahlen. Denn 4 % von 40.000 € sind 1.600 €, davon gehen die 475 € Zulage ab6. Mit 1.800 € ist das erfüllt. Die Zulage ist also 475 €.
Nicht eingerechnet sind der Bonus von 200 € für junge Leute und ein möglicher Steuervorteil über die Zulage hinaus. Mehr zum Steuervorteil steht weiter unten und im Ratgeber zum Thema Altersvorsorge steuerlich absetzen.
Altersvorsorge Depot Rechner: Was er nicht kann
Der Rechner zeigt nur die Zulage. Wie viel Geld am Ende im Depot liegt, kann niemand vorher sagen. Das hängt davon ab, wie sich die Kurse entwickeln und was der Anbieter an Kosten nimmt.
Was heißt Ihr Ergebnis? Hier im Vergleich und ehrlich mit allen Haken.
Weiter: Ihr Ergebnis04Ihr Ergebnis
Zulage im Altersvorsorgedepot. Wer wenig einzahlt, bekommt je Euro am meisten dazu.
Auf kleine Beträge legt der Staat am meisten drauf, gerechnet auf jeden Euro. Mit Kindern kann die Zulage sogar größer sein als Ihre eigene Einzahlung.
- 10 € im Monat60 €120 € im Jahr: 50 Cent je Euro
- 50 € im Monat240 €600 € im Jahr: 40 Cent je Euro
- 100 € im Monat390 €1.200 € im Jahr: rund 33 Cent je Euro
- 150 € im Monat540 €1.800 € im Jahr: 30 Cent je Euro, mehr gibt es nicht
| Sie zahlen ein | Zulage ohne Kind | mit 1 Kind | mit 2 Kindern |
|---|---|---|---|
| 10 € im Monat (120 € im Jahr) | 60 € | 180 € | 300 € |
| 50 € im Monat (600 € im Jahr) | 240 € | 540 € | 840 € |
| 100 € im Monat (1.200 € im Jahr) | 390 € | 690 € | 990 € |
| 150 € im Monat (1.800 € im Jahr) | 540 € | 840 € | 1.140 € |
Zulage im Jahr. Eigene Rechnung nach den Regeln des Bundesfinanzministeriums1: 50 Cent je Euro bis 360 €, 25 Cent je Euro auf weitere 1.440 €, je Kind 1 € je Euro bis 300 €. Ohne Bonus für junge Leute und ohne Steuervorteil.
- Ohne Garantie kann der Wert schwanken.
- Geld gibt es frühestens ab 65.
- Die Auszahlung wird voll versteuert.
- Standarddepot kostet bis 1,0 % im Jahr.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Die Zulage hilft. Aber allein schließt sie die Lücke im Alter selten. Hier steht, warum, und wo die Haken sind.
Was die Zulage für Ihre Rente bedeutet
Ohne Kinder legt der Staat bei 10 € im Monat 50 Cent auf jeden Euro. Bei 150 € im Monat sind es im Schnitt 30 Cent. Je mehr Sie einzahlen, desto kleiner wird der Anteil. Über 1.800 € im Jahr gibt es gar nichts mehr dazu.
Mit zwei Kindern und 10 € im Monat zahlen Sie 120 € im Jahr ein und bekommen 300 € dazu. Das ist mehr als das Doppelte Ihrer Einzahlung. Für Eltern mit wenig Geld ist das ein großer Vorteil.
Beispiel
Sie zahlen 30 Jahre lang 150 € im Monat ein und bekommen 540 € Zulage im Jahr. Das sind 1.800 € plus 540 €, also 2.340 € im Jahr. Nach 30 Jahren sind das 70.200 €, ohne Erträge und ohne Kosten gerechnet. Mit guten Erträgen kann es mehr werden, bei schlechten Kursen auch weniger. Eigene Beispielrechnung.
Zum Vergleich: Im Beispiel unseres Ratgebers zur Altersvorsorge fehlen bei 4.000 € brutto rund 630 € Rente im Monat. Über 20 Jahre Ruhestand sind das rund 152.000 €, in heutigem Geld. Das Depot ist also ein Baustein. Für die ganze Lücke reicht es bei den meisten nicht. Das ist eine vereinfachte Beispielrechnung.
Das sollten Sie ehrlich wissen
- Das Depot schwankt. Ohne Garantie kann Ihr Depot in schlechten Jahren deutlich weniger wert sein. Niemand weiß vorher, wie viel am Ende herauskommt.
- Das Geld ist lange fest. Ausgezahlt wird frühestens ab 65, spätestens ab 701. Früher geht es nur, wenn Ihre gesetzliche Altersrente schon vorher beginnt.
- Die Auszahlung wird voll versteuert. Beim Sparen zahlen Sie keine Steuer. Dafür zählt im Alter alles, was ausgezahlt wird, als Einkommen1.
- Es kostet Geld. Beim Standarddepot dürfen die Kosten höchstens 1,0 % im Jahr betragen1. Bei 10.000 € im Depot sind das bis zu 100 € im Jahr (eigene Rechnung).
- Es ist neu. Mit den Anbietern und Produkten gibt es noch keine Erfahrung.
Was wäre, wenn noch jemand mitzahlt?
Beim Altersvorsorgedepot legt der Staat etwas dazu. Bei einer vermieteten Wohnung zahlen Mieter und Finanzamt einen großen Teil der Rate.
- AltersvorsorgedepotDer Staat gibt bis 540 € im Jahr dazu.
- BetriebsrenteOft gibt der Arbeitgeber etwas dazu.
- Vermietete WohnungMieter und Finanzamt zahlen mit.

Eine Möglichkeit
Neben dem Altersvorsorgedepot: eine Wohnung. Mieter und Finanzamt zahlen mit.
Das Depot und eine vermietete Wohnung schließen sich nicht aus. Bei der Wohnung zahlen Sie die Rate nicht allein. Die Miete trägt den größten Teil, die Steuerersparnis einen weiteren Teil.
Jahre 1 bis 3
Kosten im Monat: 1.570 € (Rate plus nicht umlagefähige Kosten)
Ab Jahr 4
Kosten im Monat: 1.570 € (Rate plus nicht umlagefähige Kosten)
In unserer Beispielrechnung bleiben in den ersten drei Jahren rund 0 € im Monat bei Ihnen, ab dem vierten Jahr rund 95 €. Ist die Wohnung bis zur Rente abbezahlt, bringt sie im Alter Miete.
Das ist eine Möglichkeit unter mehreren, mit Risiken wie Leerstand oder Reparaturen. Ob sie zu Ihrer Situation passt, rechnen wir kostenlos mit Ihnen durch.
Das sollten Sie wissen
- Sie nehmen einen Kredit auf.
- Die Miete kann ausfallen, zum Beispiel bei Leerstand.
- Reparaturen und Erhalt kosten Geld.
- Eine Wohnung lässt sich nicht schnell verkaufen.
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Luis Otte, Gründer von IMOVIA

Zum Nachlesen
Zum Nachlesen. Alles zum Altersvorsorgedepot im Detail.
Hier steht alles Weitere: das Gesetz, die Förderung, Garantie und Kosten, wer gefördert wird, die Auszahlung, Riester und die Frühstart-Rente. Jedes Thema mit einem Satz vorweg und den Details zum Aufklappen.
- AReformgesetz 2027Das ändert sich bei der privaten Altersvorsorge ab 2027
- BFörderung im DetailZulage für Sie, für Ihre Kinder und oft ein Steuervorteil
- CGarantie und KostenSie wählen zwischen Chance und Sicherheit
- DWer gefördert wirdNeu gefördert werden auch Selbstständige
- EAuszahlung und SteuerAb 65 gibt es das Geld, und es wird versteuert
- FUnd Riester?Alte Riester-Verträge dürfen weiterlaufen
- GFrühstart-RenteAltersvorsorge für Kinder ist geplant, aber noch nicht fertig
AReformgesetz 2027
Altersvorsorgereformgesetz. Das ändert sich bei der privaten Altersvorsorge ab 2027.
Das Gesetz ist beschlossen und im Bundesgesetzblatt verkündet2. Ab dem 1. Januar 2027 gibt es die neuen geförderten Produkte1.
Altersvorsorgedepot
Sie sparen mit Förderung in Fonds, auch ohne Garantie. Erlaubt sind nur Anlagen von einer festen Liste.Garantie bleibt möglich
Wer Sicherheit will, wählt einen Vertrag mit 100 % oder 80 % Garantie auf die Einzahlungen.Standarddepot
Jeder Anbieter muss ein einfaches Depot anbieten. Kosten höchstens 1,0 % im Jahr.Mehr Zulage
Bis 540 € Grundzulage im Jahr und bis 300 € je Kind.Auch für Selbstständige
Selbstständige mit Steuererklärung und Pflichtmitglieder von Versorgungswerken werden gefördert.Auszahlung
Frühestens ab 65, spätestens ab 70. Im Alter wird voll versteuert.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier stehen alle Eckdaten der Reform 2027 mit Quelle, zum Nachprüfen.
Altersvorsorge Reform 2027: die Fakten
- Gesetz: Altersvorsorgereformgesetz, Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 156. Ausgefertigt am 26.05.2026, verkündet am 29.05.20262.
- Start: Die neuen Produkte dürfen ab dem 1. Januar 2027 angeboten werden1.
- Neue Produkte: Altersvorsorgedepot ohne Garantie, Verträge mit 100 % oder 80 % Garantie, Standarddepot bei jedem Anbieter.
- Mehr Zulage: Grundzulage bis 540 €, Kinderzulage bis 300 € je Kind, einmalig 200 € für alle, die vor dem 25. Geburtstag abschließen.
- Mehr Menschen: auch Selbstständige mit Steuererklärung und Pflichtmitglieder von Versorgungswerken.
- Steuer: Beim Sparen steuerfrei, im Alter wird die Auszahlung voll versteuert.
- Riester: Alte Verträge dürfen weiterlaufen. Ein Wechsel in die neue Förderung ist möglich.
Altersvorsorge Reformgesetz: beschlossen oder geplant?
Beschlossen. Das Gesetz ist verkündet und damit gültig2. Auf manchen Seiten steht noch „geplant“. Das ist ein alter Stand. Noch offen ist nur ein Teil: Ein staatliches Standarddepot bei einem öffentlichen Anbieter erlaubt das Gesetz zwar. Dafür fehlt aber noch eine Verordnung der Bundesregierung1.
Private Altersvorsorge 2027: Was die Reform nicht ändert
Die Reform betrifft die geförderte private Vorsorge, also Riester und das neue Depot. Andere Wege haben eigene Regeln, zum Beispiel die Betriebsrente, die Rürup-Rente, ein ETF-Sparplan ohne Förderung oder eine Immobilie. Einen Überblick über alle Wege finden Sie im Ratgeber zur privaten Altersvorsorge.
Stand der Gesetzgebung: 04.11.2026. Die Zahlen stammen aus den Fragen und Antworten des Bundesfinanzministeriums zum verkündeten Gesetz.
BFörderung im Detail
Altersvorsorgedepot Förderung. Zulage für Sie, für Ihre Kinder und oft ein Steuervorteil.
Die Förderung hat zwei Teile. Erstens die Zulage, die direkt in den Vertrag fließt. Zweitens können Sie Ihre Beiträge bei der Steuer angeben1.
- 540 €Grundzulage im Jahr höchstens1
- 300 €Kinderzulage je Kind höchstens, egal wann das Kind geboren ist
- 2.340 €im Jahr als Sonderausgabe absetzbar, ohne Kinder: 1.800 € plus 540 € Zulage
- 6.840 €dürfen Sie im Jahr höchstens einzahlen, gefördert werden 1.800 €
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht jede Zulage genau, auch für Ehepartner und junge Leute.
Grundzulage: zwei Stufen
Für jeden eingezahlten Euro bis 360 € gibt es 50 Cent. Für die nächsten 1.440 € gibt es 25 Cent je Euro. So kommen Sie auf höchstens 540 € im Jahr1. Damit es überhaupt Zulage gibt, müssen Sie mindestens 120 € im Jahr einzahlen, also 10 € im Monat.
Kinderzulage: 1 € je Euro
Für jedes Kind legt der Staat 1 € auf jeden Euro, den Sie einzahlen, bis 300 € je Kind. Bei Riester hing die Höhe noch vom Geburtsjahr ab: 300 € für Kinder ab 2008, 185 € für ältere Kinder8. Neu ist es für alle Kinder gleich1.
Die Kinderzulage fließt in den Vertrag eines Elternteils. Sie ist also Altersvorsorge für Mutter oder Vater, nicht für das Kind.
Bonus für junge Leute
Wer vor dem 25. Geburtstag einen Vertrag abschließt, bekommt einmalig 200 € dazu1.
Förderung für Ehepartner
Wer selbst nicht direkt gefördert wird, aber mit jemandem verheiratet ist, der gefördert wird, kann trotzdem Zulage bekommen. Die Grundzulage beträgt dann höchstens 175 €. Dafür muss er selbst mindestens 120 € im Jahr einzahlen1.
Steuervorteil: Sonderausgaben
Sonderausgaben sind Kosten, die Sie vom Einkommen abziehen dürfen, bevor die Steuer berechnet wird. Beim neuen Depot sind das bis 1.800 € plus Zulage. Ohne Kinder sind das 2.340 € im Jahr. Bei Riester waren es bis 2.100 €1.
Bei Riester prüft das Finanzamt selbst, ob der Abzug bei der Steuer mehr bringt als die Zulage9. Wer einen hohen Steuersatz hat, kann so einen Vorteil über die Zulage hinaus haben. Wie viel das bei Ihnen ist, hängt von Ihrem Steuersatz ab. Das klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater. Mehr dazu im Ratgeber Altersvorsorge steuerlich absetzen.
6.840 € im Jahr: Einzahlung, nicht Förderung
Sie dürfen bis 6.840 € im Jahr in den Vertrag einzahlen. Gefördert werden davon aber nur 1.800 €1. Was Sie darüber einzahlen, bekommt keine Zulage.
CGarantie und Kosten
Altersvorsorge-Depot mit oder ohne Garantie. Sie wählen zwischen Chance und Sicherheit.
Sie können ohne Garantie sparen oder mit einer Garantie von 100 % oder 80 % Ihrer Einzahlungen1. Jeder Anbieter muss außerdem ein einfaches Standarddepot anbieten.
- Ohne Garantie
Altersvorsorgedepot.
Ihr Geld liegt in Fonds. Es kann stärker wachsen. In schlechten Jahren kann es aber auch deutlich weniger wert sein.
- Mit Garantie
100 % oder 80 % Garantie.
Zu Beginn der Rente sind mindestens 100 % oder 80 % Ihrer Einzahlungen da. Dafür bleibt meist weniger Ertrag.
- Bei jedem Anbieter
Standarddepot.
Ein einfaches Depot mit zwei Fonds, einem vorsichtigen und einem chancenreichen. Kosten höchstens 1,0 % im Jahr.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Garantie und Kosten entscheiden mit, wie viel am Ende übrig bleibt.
Was heißt Garantie?
Eine Garantie heißt hier: Der Anbieter verspricht, dass zu Beginn der Rente ein Mindestbetrag da ist. Bei 100 % sind das alle Ihre Einzahlungen. Bei 80 % sind es vier Fünftel1.
Beispiel
Sie haben bis zur Rente 50.000 € eingezahlt. Mit 80 % Garantie sind mindestens 40.000 € da. Mit 100 % Garantie mindestens 50.000 €. Ohne Garantie gibt es keinen Mindestbetrag. Eigene Rechnung.
Eine Garantie hat ihren Preis. Der Anbieter muss einen Teil des Geldes vorsichtig anlegen. Dadurch wächst es meist langsamer.
Das Standarddepot
Jeder Anbieter von geförderten Verträgen muss ein Standarddepot anbieten. Es hat zwei Fonds: einen vorsichtigen und einen chancenreichen. Vor dem Rentenbeginn schichtet der Anbieter das Geld um. Umschichten heißt: Geld von einem Fonds in den anderen legen1.
Die Kosten im Standarddepot dürfen höchstens 1,0 % im Jahr betragen1. Bei 10.000 € im Depot sind das bis zu 100 € im Jahr, bei 50.000 € bis zu 500 € (eigene Rechnung). Fragen Sie vor dem Abschluss nach den genauen Kosten.
Staatlich geförderte Altersvorsorge mit ETF?
Viele fragen, ob sie im Depot einen ETF besparen dürfen. Ein ETF ist ein Fonds, der einen Index nachbildet, zum Beispiel viele Aktien aus aller Welt. Im Altersvorsorgedepot sind nur Anlagen erlaubt, die auf einer festen Liste stehen1. Welche Fonds genau Ihr Anbieter anbietet, steht in seinen Unterlagen. Wie ein ETF-Sparplan ohne Förderung funktioniert, steht im Ratgeber zur privaten Altersvorsorge.
Ein staatliches Depot?
Das Gesetz erlaubt auch ein Standarddepot bei einem öffentlichen Träger. Dafür fehlt aber noch eine Verordnung der Bundesregierung1. Ob und wann es kommt, ist offen.
DWer gefördert wird
Staatliche Altersvorsorge 2027. Neu gefördert werden auch Selbstständige.
Gefördert wird wie bei Riester, dazu kommen neue Gruppen. Selbstständige mit Steuererklärung und Pflichtmitglieder von Versorgungswerken bekommen ab 2027 auch Zulage1.
Angestellte
Wer Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rente zahlt, konnte schon Riester nutzen9. Das neue Depot kommt als Möglichkeit dazu.Versorgungswerke
Pflichtmitglieder, zum Beispiel aus freien Berufen, werden ab 2027 ebenfalls gefördert1.Ehepartner
Wer selbst nicht gefördert wird, bekommt über den Ehepartner bis 175 € Grundzulage, bei mindestens 120 € eigener Einzahlung1.Eltern
Für jedes Kind bis 300 € Kinderzulage im Jahr.Unter 25
Einmalig 200 € Bonus bei Abschluss vor dem 25. Geburtstag.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Für Selbstständige ist das die erste Förderung dieser Art. Hier steht, was das genau heißt.
Altersvorsorgedepot für Selbstständige
Bisher gab es Riester nur für Menschen, die in die gesetzliche Rente einzahlen, für Beamte und einige andere Gruppen9. Viele Selbstständige zahlen nicht in die Rentenkasse. Sie hatten deshalb keinen Anspruch auf Zulage.
Ab 2027 ändert sich das. Gefördert werden Selbstständige, die Einkünfte aus Gewerbe oder aus freier Arbeit haben und eine Steuererklärung abgeben. Auch Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungswerke sind dabei1. Ein Versorgungswerk ist die eigene Rentenkasse mancher Berufe.
Für Selbstständige zählen oft auch andere Wege, etwa die Rürup-Rente mit Steuervorteil. Die Wege lassen sich mischen.
EAuszahlung und Steuer
Altersvorsorgedepot Auszahlung. Ab 65 gibt es das Geld, und es wird versteuert.
Ausgezahlt wird frühestens mit 65 und spätestens mit 701. Weil Sie beim Sparen keine Steuer zahlen, wird die Auszahlung im Alter voll versteuert11.
- 65Jahre: frühester Beginn der Auszahlung1
- 70Jahre: spätester Beginn der Auszahlung1
- 100 %der Auszahlung zählen im Alter als Einkommen1
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Von der Auszahlung geht später noch Steuer ab. So planen Sie nicht mit zu viel.
Nachgelagerte Besteuerung einfach erklärt
Nachgelagert heißt: Die Steuer kommt erst später. In der Sparzeit sind die Beiträge steuerfrei. Im Alter zählt alles, was ausgezahlt wird, zum Einkommen1. So steht es im Einkommensteuergesetz für Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen11.
Beispiel
Sie bekommen im Alter 200 € im Monat aus dem Depot. Das sind 2.400 € im Jahr. Diese 2.400 € geben Sie in der Steuererklärung als Einkommen an. Ob dann wirklich Steuer anfällt, hängt von Ihrem übrigen Einkommen ab. Bis zum Grundfreibetrag von 12.348 € im Jahr (Wert 2026) fällt keine Einkommensteuer an12. Eigene Beispielrechnung.
Im Alter ist das Einkommen bei vielen kleiner als im Berufsleben. Dann ist oft auch der Steuersatz kleiner. Wie viel Steuer auf Ihre Rente anfällt, steht im Ratgeber Rentenbesteuerung.
Früher an das Geld?
Vor 65 gibt es das Geld nur, wenn Ihre gesetzliche Altersrente schon vorher beginnt1. Das Depot ist also kein Sparbuch für zwischendurch. Für Ausgaben vor der Rente brauchen Sie anderes Geld, zum Beispiel einen Notgroschen auf dem Tagesgeld.
FUnd Riester?
Altersvorsorgedepot oder Riester-Rente. Alte Riester-Verträge dürfen weiterlaufen.
Riester-Verträge, die vor dem 1. Januar 2027 abgeschlossen werden, haben Bestandsschutz1. Sie haben drei Möglichkeiten.
- 1Vertrag weiterlaufen lassen
- 2In die neue Förderung wechseln
- 3In einen neuen Vertrag umziehen
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Wer schon einen Riester-Vertrag hat, muss nichts überstürzen. Hier steht, was jede Möglichkeit bedeutet.
Was mit Ihrem Riester-Vertrag ab 2027 passiert
- Weiterlaufen lassen. Für Verträge, die vor dem 1. Januar 2027 abgeschlossen werden, gilt Bestandsschutz. Sie laufen nach den alten Regeln weiter1.
- In die neue Förderung wechseln. Der Vertrag bleibt, bekommt aber die neue Zulage. Das geht auch ohne Zustimmung Ihres Anbieters1.
- In einen neuen Vertrag umziehen. Sie können in einen neuen Vertrag wechseln, ohne die bisherige Förderung zurückzuzahlen. Dabei können Kosten anfallen1.
Wichtig: Neben dem alten Vertrag sind bis zu zwei weitere neue Verträge möglich. Dann endet aber der Bestandsschutz für den alten Vertrag1.
Lassen Sie sich das Geld dagegen einfach auszahlen, müssen Sie Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Das gilt schon heute für Riester13. Was eine Kündigung kostet und welche Wege es gibt, steht im Ratgeber zur Riester-Rente.
Was lohnt sich: alter Vertrag oder neue Förderung?
Das hängt vom Vertrag ab. Mit der neuen Zulage gibt es im Rechner oben bei 1.800 € Einzahlung und einem Kind 840 € statt 475 €. Ein alter Vertrag kann aber andere Bedingungen haben als ein neuer. Prüfen Sie Ihre Unterlagen oder fragen Sie Ihren Anbieter, bevor Sie etwas ändern. Wir beraten nicht zu Riester-Verträgen.
Auch Wohn-Riester bleibt. Die Förderung für die eigene selbst genutzte Wohnung kommt in das neue System1.
GFrühstart-Rente
Frühstart-Rente. Altersvorsorge für Kinder ist geplant, aber noch nicht fertig.
Der Bundestag hat die Frühstart-Rente am 16.10.2026 beschlossen. Der Bundesrat steht noch aus14. Vorgesehen sind 10 € im Monat für jedes Kind bis zum 18. Geburtstag.
- 10 €im Monat je Kind sind vorgesehen14
- 120 €im Jahr je Kind, eigene Rechnung: 10 € mal 12 Monate
- 2020/21Diese Jahrgänge sollen zuerst Geld bekommen, ab 202714
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Viele Eltern suchen danach. Hier steht, was feststeht und was noch offen ist.
Was ist die Frühstart-Rente?
Der Staat will für jedes Kind Geld fürs Alter anlegen. Vorgesehen sind 10 € im Monat für jedes Kind mit erstem Wohnsitz in Deutschland, bis zum 18. Geburtstag14. Starten soll es 2027, zuerst für Kinder, die 2020 und 2021 geboren sind.
Später soll das Geld nahtlos in die private Altersvorsorge übergehen1.
Frühstart-Rente: Was noch offen ist
Das Gesetz ist noch nicht fertig. Der Bundestag hat zugestimmt, der Bundesrat noch nicht14. Offen sind deshalb noch: der Termin im Bundesrat, wann das Gesetz gilt, ob und wie viel Eltern dazuzahlen dürfen und wie das Geld angelegt wird. Wir aktualisieren diesen Abschnitt nach der Entscheidung im Bundesrat.
Altersvorsorge für Kinder ab 2027
Die Kinderzulage im Altersvorsorgedepot geht in den Vertrag der Eltern, nicht in einen Vertrag des Kindes. Für junge Leute gibt es dafür den Bonus: Wer vor dem 25. Geburtstag einen eigenen Vertrag abschließt, bekommt einmalig 200 €1.
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Was Kunden über uns sagen
★★★★★„Top beraten worden, wurde genau auf meine Ansprüche geachtet! Jederzeit zu empfehlen!“
★★★★★„Meine Fragen wurden verständlich beantwortet und ich hatte nie das Gefühl, zu einer schnellen Entscheidung gedrängt zu werden.“
★★★★★„Herr Otte hat mir direkt erklärt wie man genau vorgeht, so umfassend dass Ich sogar selber Zuhause checken konnte ob alles stimmig ist.“
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Häufige Fragen
Häufige Fragen: Altersvorsorgedepot
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Ein neues Depot für die Rente, das der Staat ab dem 1. Januar 2027 fördert. Sie sparen in Fonds, auch ohne Garantie. Der Staat gibt eine Zulage dazu: bis zu 540 € im Jahr für Sie und bis zu 300 € je Kind1.
Ab wann gibt es das Altersvorsorgedepot?
Ab dem 1. Januar 2027 dürfen Banken und Versicherungen es anbieten. Das Gesetz dazu ist schon beschlossen und am 29.05.2026 verkündet2.
Wie viel Zulage gibt es beim Altersvorsorgedepot?
Für die ersten 360 € im Jahr 50 Cent je Euro, für die nächsten 1.440 € 25 Cent je Euro. Das sind höchstens 540 € bei 1.800 € Einzahlung. Je Kind kommen 1 € je Euro dazu, bis 300 €. Zulage gibt es ab 120 € Einzahlung im Jahr1.
Wie viel darf ich in das Altersvorsorgedepot einzahlen?
Bis 6.840 € im Jahr. Gefördert werden davon aber nur 1.800 €1.
Was kostet das Altersvorsorgedepot?
Beim Standarddepot, das jeder Anbieter haben muss, dürfen die Kosten höchstens 1,0 % im Jahr betragen1. Bei 10.000 € im Depot sind das bis zu 100 € im Jahr. Andere Depots können andere Kosten haben.
Ist das Altersvorsorgedepot sicher?
Ohne Garantie kann der Wert schwanken, auch nach unten. Wer Sicherheit will, kann einen Vertrag mit 100 % oder 80 % Garantie auf die Einzahlungen wählen1. Dafür bleibt meist weniger Ertrag.
Wann wird das Altersvorsorgedepot ausgezahlt?
Frühestens mit 65, spätestens mit 70. Früher nur, wenn Ihre gesetzliche Altersrente schon vorher beginnt. Die Auszahlung wird voll versteuert1.
Was passiert mit meinem Riester-Vertrag ab 2027?
Er darf weiterlaufen. Für Verträge, die vor dem 1. Januar 2027 abgeschlossen werden, gilt Bestandsschutz. Sie können in die neue Förderung wechseln, auch ohne Zustimmung Ihres Anbieters. Oder Sie ziehen in einen neuen Vertrag um, ohne die Förderung zurückzuzahlen. Dabei können Kosten anfallen1.
Können Selbstständige das Altersvorsorgedepot nutzen?
Ja. Ab 2027 werden Selbstständige gefördert, die eine Steuererklärung abgeben. Auch Pflichtmitglieder von Versorgungswerken bekommen die Zulage1.
Gilt die Frühstart-Rente schon?
Noch nicht. Der Bundestag hat sie am 16.10.2026 beschlossen, der Bundesrat steht noch aus. Vorgesehen sind 10 € im Monat je Kind bis zum 18. Geburtstag14.
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Quellen
14 Belege anzeigen
- Bundesfinanzministerium: Fragen und Antworten zur Reform der privaten Altersvorsorge Quelle öffnen
- Altersvorsorgereformgesetz, BGBl. 2026 I Nr. 156, verkündet am 29.05.2026 Quelle öffnen
- Deutsche Rentenversicherung: Aktuelle Daten 2026 (Durchschnittsrenten, Annahme Kranken- und Pflegebeitrag) Quelle öffnen
- Deutsche Rentenversicherung: Rentenanpassung 2026, Pressemitteilung vom 05.03.2026 Quelle öffnen
- § 84 EStG, Grundzulage Riester (Fassung 2026) Quelle öffnen
- § 86 EStG, Mindesteigenbeitrag Riester (Fassung 2026) Quelle öffnen
- Deutsche Rentenversicherung: Riester-Rechner und Erklärung zum Mindesteigenbeitrag Quelle öffnen
- § 85 EStG, Kinderzulage Riester (Fassung 2026) Quelle öffnen
- § 10a EStG, Riester: Förderberechtigte und Sonderausgabenabzug (Fassung 2026) Quelle öffnen
- § 1 Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz, Auszahlung nicht vor 62 Quelle öffnen
- § 22 Nr. 5 EStG, Besteuerung von Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen Quelle öffnen
- § 32a Einkommensteuergesetz (Tarif ab 2026) Quelle öffnen
- § 93 EStG, schädliche Verwendung von gefördertem Altersvorsorgevermögen Quelle öffnen
- Deutsche Rentenversicherung: Fragen und Antworten zur Frühstart-Rente, Meldung vom 19.10.2026 Quelle öffnen
Stand: 04.11.2026. Alle Beispielrechnungen sind Modellrechnungen mit den genannten Annahmen und keine Zusage. Diese Seite ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.
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