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Altersvorsorge und Rente
Altersvorsorge 2026. Alle Wege einfach erklärt, mit Rechner.
Sie sind zwischen 25 und 40 und fragen sich, ob Ihre Rente später reicht? Hier sehen Sie Schritt für Schritt, wie groß Ihre Lücke ist und was Sie tun können. Mit Rechner und allen Zahlen mit Quelle.
Geschrieben von Luis Otte, Gründer von IMOVIA
Geprüft am 04.11.2026 · alle Zahlen mit Quelle

Kurz gesagt
Altersvorsorge heißt: Sie sorgen heute dafür, dass Sie im Alter genug Geld haben. Die gesetzliche Rente allein reicht meist nicht, die durchschnittliche Altersrente lag Ende 2024 bei 1.154 € im Monat4. Dazu kommen Betriebsrente, private Vorsorge, ETF-Sparplan oder eine Immobilie.
- 1.154 €durchschnittliche Altersrente im Monat, Ende 20244
- 48 %Rentenniveau vor Steuern, darunter darf es bis 2031 nicht fallen2
- 540 €Zulage im Jahr höchstens, im neuen Altersvorsorgedepot ab 20271
- 67 JahreRegelaltersgrenze für alle ab Jahrgang 19643
01Ihre Lage
Altersvorsorge 2026. Gut, dass Sie sich jetzt darum kümmern.
Sie sind zwischen 25 und 40? Dann haben Sie etwas, das man später nicht nachkaufen kann: Zeit. So sieht Ihr Weg bis zur Rente aus.
2026
Heute
Sie sind zwischen 25 und 40 Jahre alt.
2027
Neue Förderung
Das geförderte Altersvorsorgedepot startet1.
2031
Haltelinie endet
Bis dahin darf das Rentenniveau nicht unter 48 % fallen2.
2053 bis 2068
Ihre Rente mit 67
Bis dahin bleiben Ihnen 27 bis 42 Jahre Zeit3.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Diese drei Zahlen entscheiden mit, wie viel Geld Sie im Alter haben.
Altersvorsorge 2026: das Wichtigste in Kürze
Gut, dass Sie sich jetzt darum kümmern. Diese drei Zahlen sollten Sie kennen:
- 1.154 €So viel Altersrente gab es Ende 2024 im Schnitt im Monat. Männer bekamen 1.405 €, Frauen 955 €, jeweils nach Kranken- und Pflegebeitrag4.
- 48 %So hoch ist das Rentenniveau vor Steuern. Bis 2031 darf es nicht darunter fallen. Was danach kommt, ist offen2.
- 2027Ab dem 1. Januar 2027 gibt es das neue geförderte Altersvorsorgedepot. Der Staat gibt bis zu 540 € Zulage im Jahr dazu1.
Altersvorsorge ist alles, was Ihnen im Alter Geld bringt. Das kann eine Rente sein, die jeden Monat kommt. Es kann Geld sein, das Sie vorher angespart haben. Oder eine Wohnung, die Miete bringt oder in der Sie ohne Miete wohnen.
Mit der Rente haben fast alle weniger Geld als vorher mit dem Gehalt. Der Unterschied heißt Rentenlücke. Altersvorsorge soll diese Lücke füllen. Wie groß sie bei Ihnen ist? Weiter unten können Sie Ihre Lücke selbst ausrechnen.
Zeit haben Sie. Aber reicht die gesetzliche Rente? Bei den meisten leider nicht.
Weiter: Das Problem02Das Problem
Gesetzliche Rente 2026. Sie ist viel kleiner als Ihr Gehalt.
Wer 45 Jahre lang genau den Durchschnitt verdient, bekommt rund 44 % seines Bruttogehalts als Rente. Die meisten bekommen weniger. Davon gehen noch Kranken- und Pflegebeitrag und oft Steuer ab.

von 100 € Gehalt werden Rente, nach 45 Jahren mit genau dem Durchschnittsverdienst, vor Abzügen
- Standardrente 2026: 1.913 € brutto im Monat
- Durchschnittsverdienst 2026: rund 4.329 € brutto im Monat
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht, woher die 44 % kommen und wie viel Rente Männer und Frauen heute wirklich bekommen.
Gesetzliche Rente 2026: Was sie für Ihre Altersvorsorge wirklich bringt
Die gesetzliche Rente ist für die meisten der größte Teil der Altersvorsorge. So viel ist ein Rentenpunkt wert, und so viel gab es zuletzt:
| Wert | 2025 | 2026 |
|---|---|---|
| Rentenwert (1 Rentenpunkt, ab 1. Juli) | 40,79 € | 42,52 €2 |
| Rentenerhöhung zum 1. Juli | +3,74 % | +4,24 %2 |
| Standardrente brutto (45 Jahre Durchschnittsverdienst) | 1.835,55 €4 | 1.913,40 € (45 × 42,52 €) |
| Durchschnittsverdienst im Jahr (vorläufig) | 50.493 € | 51.944 €5 |
| Rentenniveau vor Steuern | 48,0 %2 | |
| Regelaltersgrenze (ab Jahrgang 1964) | 67 Jahre | 67 Jahre3 |
Standardrente 2026 eigene Rechnung: 45 Rentenpunkte mal 42,52 €. Durchschnittsentgelt 2025 aus den Aktuellen Daten 2026 der Deutschen Rentenversicherung4.
Wichtig: Die Standardrente ist ein Modell. Sie gilt nur für jemanden, der 45 Jahre lang genau den Durchschnitt verdient hat. Die echte Durchschnittsrente ist viel kleiner. Das zeigt der Vergleich mit dem Gehalt:
- Durchschnittsverdienst 2026, brutto im Monat4.329 €51.944 € im Jahr, vorläufig
- Standardrente nach 45 Jahren, brutto1.913 €45 × 42,52 €
- Durchschnittliche Altersrente Männer1.405 €Zahlbetrag, Ende 2024
- Durchschnittliche Altersrente Frauen955 €Zahlbetrag, Ende 2024
Beispiel
Wer 2026 genau den Durchschnitt verdient, hat rund 4.329 € brutto im Monat. Nach 45 Jahren bekäme er 1.913 € brutto Rente. Das sind nur rund 44 % vom Bruttogehalt. Davon gehen noch Kranken- und Pflegebeitrag und oft Steuer ab. Eigene Rechnung mit den Werten aus der Tabelle.
Und es gibt Gründe, warum die Lücke eher wächst.
Weiter: Es wird mehr03Es wird mehr
Rentenlücke 2026. Sie wird eher größer als kleiner.
Drei Gründe sprechen dafür, dass später eher mehr fehlt als heute.
- 2031endet die Haltelinie von 48 %. Was danach gilt, ist offen2.
- 498 €sind 1.000 € in 32 Jahren noch wert, wenn die Preise weiter um 2,2 % im Jahr steigen6.
- 100 %der Rente werden versteuert, wenn Sie 2058 oder später in Rente gehen7.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Die drei Gründe zeigen, warum die gesetzliche Rente allein wahrscheinlich nicht reicht.
3 Gründe, warum die Lücke eher wächst
Die Haltelinie endet 2031.
Bis 2031 darf das Rentenniveau nicht unter 48 % fallen2. Was danach gilt, hat die Politik noch nicht entschieden. Darauf verlassen kann sich heute niemand.
Die Preise steigen.
2025 stiegen die Preise um 2,2 %6. Bleibt es dabei, sind 1.000 € in 32 Jahren nur noch rund 500 € wert. Für Ihre Rente heißt das: Sie können sich damit später weniger kaufen.
0 €500 €1.000 €1.000 €heute804 €in 10 Jahren647 €in 20 Jahren498 €in 32 JahrenEigene Rechnung: 1.000 € geteilt durch 1,022 je Jahr. Annahme: Teuerung bleibt bei 2,2 % wie 20256. Niemand weiß, wie hoch sie wirklich wird. Die Rente wird versteuert.
Wer 2026 in Rente geht, muss 84 % seiner Rente versteuern. Mit jedem späteren Jahrgang steigt der Anteil um einen halben Prozentpunkt. Wer 2058 oder später in Rente geht, versteuert die ganze Rente7.
70 %85 %100 %84 %202689 %203694 %2046100 %2058Anteil der Rente, der steuerpflichtig ist, nach Jahr des Rentenbeginns7. Die senkrechte Achse beginnt bei 70 %.
Wie groß ist die Lücke bei Ihnen? Rechnen Sie es aus.
Weiter: Ihr Rechner04Ihr Rechner
Altersvorsorge-Rechner. Rechnen Sie Ihre Lücke selbst aus.
Geben Sie Ihr Alter und Ihr Gehalt ein. Der Rechner zeigt sofort, wie viel Ihnen im Alter jeden Monat fehlt.
Ihre Rentenlücke im Monat
630 €
Rente nettoLücke bis zu Ihrem Wunsch
- Gesetzliche Rente, brutto (heutiges Geld)
- 1.770 €
- Davon ungefähr netto
- 1.450 €
- Ihr Wunsch im Alter
- 2.080 €
- In 20 Jahren Ruhestand fehlen zusammen
- 152.000 €
Vereinfachte Modellrechnung in heutigem Geld: gleichbleibendes Einkommen im Verhältnis zum Durchschnitt, Regelaltersgrenze 67 3, Rentenformel 8 mit Rentenwert 42,52 € 2, Durchschnittsentgelt und Beitragsbemessungsgrenze 2026 5, 12,35 % Kranken- und Pflegebeitrag 4, Steuer nach Besteuerungsanteil 7 und Tarif 2026, ledig, ohne Kirchensteuer. Ersetzt nicht Ihre Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung.
Sie wollen das mit Ihren echten Zahlen sehen? Wir rechnen es kostenlos mit Ihnen durch.
Mehr dazuWarum das wichtig ist: So rechnet der Rechner, und hier finden Sie die genaue Anleitung.
Altersvorsorge-Rechner: Wie groß ist Ihre Rentenlücke?
Bevor Sie einen Weg wählen, sollten Sie wissen, wie viel Ihnen fehlt. Der Rechner schätzt Ihre gesetzliche Rente. Er zieht Kranken- und Pflegebeitrag und Steuer ab. Dann vergleicht er das Ergebnis mit Ihrem Wunsch.
Wie die Rechnung genau geht, zeigen wir Schritt für Schritt im Ratgeber Rentenlücke berechnen. Ihre eigene gesetzliche Rente rechnet der Rentenrechner genauer aus.
Was heißt Ihr Ergebnis für später? Hier groß und deutlich.
Weiter: Ihr Ergebnis05Ihr Ergebnis
Ihre Rentenlücke. So viel fehlt Ihnen im Ruhestand.
Die Zahlen hier ändern sich mit Ihren Eingaben im Rechner. Sie zeigen, was die Lücke für Ihr Leben im Alter bedeutet.

Jeden Monat fehlen Ihnen
630 €zu Ihrem Wunsch im AlterIm Ruhestand fehlen zusammen
152.000 €in heutigem Geld, ohne Zinsen. So viel fehlt, wenn Sie nichts zusätzlich tun.Von Ihrem Wunsch fehlen rund 30 %
So viel müssten Sie bis 67 jeden Monat zurücklegen, ohne Zinsen: 395 €
Je später Sie anfangen, desto mehr müssen Sie jeden Monat zurücklegen
- Wer mit 30 anfängt340 € im Monat
- Wer mit 40 anfängt460 € im Monat
- Wer mit 50 anfängt710 € im Monat
Mehr dazuWarum das wichtig ist: So kommen die Zahlen zustande, Schritt für Schritt.
Mit den vorgegebenen Werten (35 Jahre, 4.000 € brutto, 2.600 € netto) fehlen rund 630 € im Monat. Über 20 Jahre Ruhestand sind das rund 152.000 €, in heutigem Geld und ohne Zinsen gerechnet. Wer das bis 67 ansparen will, bräuchte ohne Zinsen rund 395 € im Monat. Mit Zinsen oder Mieteinnahmen wird es weniger. Das ist eine vereinfachte Beispielrechnung.
Was wäre, wenn andere Ihre Altersvorsorge mitbezahlen?
Bei der Betriebsrente hilft oft der Arbeitgeber, beim neuen Depot der Staat. Bei einer vermieteten Wohnung zahlen Mieter und Finanzamt mit.
- BetriebsrenteDer Arbeitgeber gibt oft etwas dazu.
- AltersvorsorgedepotDer Staat gibt ab 2027 eine Zulage.
- Vermietete WohnungMieter und Finanzamt zahlen mit.

Eine Möglichkeit
Altersvorsorge mit Wohnung. Mieter und Finanzamt zahlen mit.
Bei einer vermieteten Wohnung zahlen Sie die Rate nicht allein. Die Miete trägt den größten Teil. Die Steuerersparnis trägt einen weiteren Teil.
Jahre 1 bis 3
Kosten im Monat: 1.570 € (Rate plus nicht umlagefähige Kosten)
Ab Jahr 4
Kosten im Monat: 1.570 € (Rate plus nicht umlagefähige Kosten)
In unserer Beispielrechnung bleiben in den ersten drei Jahren rund 0 € im Monat bei Ihnen, ab dem vierten Jahr rund 95 €. Ist die Wohnung bis zur Rente abbezahlt, bringt sie im Alter Miete.
Das ist eine Möglichkeit unter mehreren, mit Risiken wie Leerstand oder Reparaturen. Ob sie zu Ihrer Situation passt, rechnen wir kostenlos mit Ihnen durch.
Das sollten Sie wissen
- Sie nehmen einen Kredit auf.
- Die Miete kann ausfallen, zum Beispiel bei Leerstand.
- Reparaturen und Erhalt kosten Geld.
- Eine Wohnung lässt sich nicht schnell verkaufen.
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Luis Otte, Gründer von IMOVIA

Zum Nachlesen
Zum Nachlesen. Für alle, die es genau wissen wollen.
Hier steht alles Weitere zur Altersvorsorge: alle Wege, der Vergleich, die Reform 2027 und die Steuer im Alter. Jedes Thema mit einem Satz vorweg und den Details zum Aufklappen.
- A3 SäulenWer mitzahlt, ist verschieden
- BVergleich 2026Nur bei wenigen Wegen zahlt jemand mit
- CAltersvorsorgedepot 2027Der Staat legt bis zu 540 € im Jahr dazu
- DLücke nach AlterWer mehr verdient, dem fehlt mehr
- EWer passt zu wemDas hängt von Ihrer Lage ab
- FIn 5 SchrittenFangen Sie mit Ihrer Renteninformation an
- GSteuern im AlterAuch die Rente wird versteuert
A3 Säulen
Die 3 Säulen der Altersvorsorge. Wer mitzahlt, ist verschieden.
Fachleute teilen die Altersvorsorge in drei Schichten ein. Die Schichten unterscheiden sich darin, wer mitzahlt und wie das Geld im Alter versteuert wird.
- Schicht 1Basis
Gesetzliche Rente, Pension, Versorgungswerk, Rürup-Rente
- Wer zahlt mit
- Arbeitgeber zahlt bei der gesetzlichen Rente die Hälfte
- Steuer im Alter
- nachgelagert, wachsender Anteil
- Schicht 2Gefördert
Betriebsrente, Riester (ab 2027: neue geförderte Produkte)
- Wer zahlt mit
- Arbeitgeber oder Staat (Zulagen, Steuer)
- Steuer im Alter
- voll steuerpflichtig
- Schicht 3Frei
Private Rente, ETF-Sparplan, Tagesgeld, vermietete Immobilie
- Wer zahlt mit
- bei der vermieteten Wohnung: Mieter und Finanzamt
- Steuer im Alter
- je nach Anlage
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Jeder Weg hat eigene Regeln. Hier sind alle acht Wege einfach erklärt.
Die drei Schichten der Altersvorsorge: gesetzlich, betrieblich, privat
Keine Schicht ist für alle richtig. Am besten passt meist eine Mischung. So funktionieren die einzelnen Wege:
Gesetzliche und betriebliche Altersvorsorge: Säule 1 und 2
- Schicht 1
Gesetzliche Rente.
Als Angestellter zahlen Sie 2026 18,6 % vom Brutto in die Rentenkasse. Die Hälfte davon zahlt der Arbeitgeber9. Für jedes Jahr mit Durchschnittsverdienst gibt es einen Rentenpunkt. Jeder Punkt ist ab Juli 2026 42,52 € Rente im Monat wert2. Gezählt wird der Verdienst bis 8.450 € im Monat. Was darüber liegt, bringt keine zusätzliche Rente5.
- Schicht 1
Rürup-Rente (Basisrente).
Sie gehört auch zur Schicht 1. Sie zahlen in einen privaten Vertrag ein und können die Beiträge von der Steuer absetzen. Dafür ist der Vertrag nicht kündbar und in der Regel nicht vererbbar. Das Geld kommt nur als monatliche Rente.
- Schicht 2
Betriebsrente (betriebliche Altersvorsorge).
Ein Teil Ihres Bruttogehalts fließt in einen Vertrag, den der Arbeitgeber für Sie abschließt. Dafür zahlen Sie heute weniger Steuer und Abgaben. Im Alter wird die Betriebsrente versteuert. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob und wie viel er dazugibt. Gibt er viel dazu, lohnt sich das oft.
- Schicht 2
Riester-Rente und das neue Altersvorsorgedepot.
Bei Riester gibt der Staat Zulagen. Viele Verträge sind aber teuer und schwer zu verstehen. Ab 2027 gibt es neue geförderte Produkte, zum Beispiel das Altersvorsorgedepot. Alte Riester-Verträge dürfen weiterlaufen. Was sich genau ändert, steht weiter unten im Abschnitt zur Reform 2027.
Private Altersvorsorge: die Möglichkeiten in Säule 3
- Schicht 3
Private Rentenversicherung.
Sie zahlen jeden Monat ein und bekommen später eine Rente, auf Wunsch lebenslang. Das schützt davor, dass das Geld zu früh aufgebraucht ist. Dafür sind die Kosten oft hoch und der Ertrag niedrig.
- Schicht 3
ETF-Sparplan.
Ein ETF ist ein Fonds, der viele Aktien auf einmal kauft, zum Beispiel von tausenden Firmen auf der ganzen Welt. Sie sparen jeden Monat einen festen Betrag. Das ist günstig und flexibel. Aber die Kurse schwanken. In schlechten Jahren kann das Depot deutlich weniger wert sein. Wer kurz vor der Rente verkaufen muss, hat dann Pech. Deshalb braucht ein ETF-Sparplan viel Zeit.
- Schicht 3
Tagesgeld.
Ihr Geld liegt auf einem Konto und ist jederzeit verfügbar. Das ist gut für den Notgroschen. Für die Altersvorsorge reicht es selten, weil der Zins oft unter der Teuerung liegt.
- Schicht 3
Immobilie.
Eine abbezahlte Wohnung spart im Alter die Miete oder bringt Miete ein. Bei einer vermieteten Wohnung zahlen Mieter und Finanzamt einen großen Teil der Rate mit. Dafür nehmen Sie einen Kredit auf und tragen Risiken wie Leerstand oder Reparaturen. Mehr dazu im Ratgeber Immobilie als Altersvorsorge.
BVergleich 2026
Altersvorsorge Vergleich 2026. Nur bei wenigen Wegen zahlt jemand mit.
Hier sehen Sie die üblichen Wege nebeneinander. Wir nennen bewusst Vorteile und Nachteile. Keiner ist für alle der richtige.

- Der Arbeitgeber
- Gesetzliche Rente (die Hälfte vom Beitrag)
- Betriebsrente (oft, dazu Steuer- und Abgabenvorteil)
- Der Staat
- Riester-Rente (Zulagen)
- Altersvorsorgedepot ab 2027 (bis 540 € Zulage im Jahr)
- Das Finanzamt
- Rürup-Rente (Beiträge absetzbar)
- Mieter und Finanzamt
- Vermietete Wohnung
- Niemand, Sie zahlen allein
- Private Rentenversicherung
- ETF-Sparplan
- Tagesgeld
- Eigene Wohnung zum Selbstwohnen
Mehr dazuWarum das wichtig ist: In der Tabelle stehen zu jedem Weg auch die Nachteile.
Private und betriebliche Altersvorsorge im Vergleich: alle Wege auf einen Blick
| Weg | Wer zahlt mit | Vor der Rente an das Geld? | Steuer im Alter | Aufwand | Nachteil |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesetzliche Rente | Arbeitgeber (die Hälfte vom Beitrag) | nein | Teil der Rente, bei Rentenbeginn 2026: 84 % | keiner, geht vom Lohn ab | allein meist zu wenig |
| Betriebsrente (bAV) | oft der Arbeitgeber, dazu Steuer- und Abgabenvorteil | nein, erst mit der Rente | ja | gering, über den Arbeitgeber | an den Arbeitgeber gebunden, Kosten, oft Krankenkassenbeitrag im Alter |
| Riester-Rente (bis 2026) | Staat (Zulagen) | nur mit Nachteilen | ja | mittel, Zulage beantragen | oft hohe Kosten, kompliziert |
| Altersvorsorgedepot (ab 2027) | Staat (bis 540 € Zulage im Jahr, je Kind bis 300 €) | nein, frühestens ab 65 | ja, voll | gering bis mittel | neu, noch wenig Erfahrung mit Anbietern |
| Rürup-Rente (Basisrente) | Finanzamt (Beiträge absetzbar) | nein | wie die gesetzliche Rente | gering | nicht kündbar, nur als Rente |
| Private Rentenversicherung | niemand | ja, Kündigung meist mit Verlust | meist nur ein Teil | gering | oft hohe Kosten, wenig Ertrag |
| ETF-Sparplan | niemand | ja, jederzeit | auf Gewinne beim Verkauf | mittel, selbst dranbleiben | Kurse schwanken stark |
| Tagesgeld | niemand | ja, sofort | auf Zinsen | gering | Zins oft unter der Teuerung |
| Eigene Wohnung zum Selbstwohnen | niemand | nur durch Verkauf | keine Miete, also keine Steuer darauf | hoch, Kauf und Erhalt | nicht flexibel, Kosten für Erhalt |
| Vermietete Wohnung | Mieter und Finanzamt | nur durch Verkauf | Miete zählt als Einkommen | gering mit Verwaltung | Kredit, Mietausfall, Kosten, nicht schnell verkäuflich |
Gesetzliche Rente
- Wer zahlt mit
- Arbeitgeber (die Hälfte vom Beitrag)
- Vor der Rente an das Geld?
- nein
- Steuer im Alter
- Teil der Rente, bei Rentenbeginn 2026: 84 %
- Aufwand
- keiner, geht vom Lohn ab
- Nachteil
- allein meist zu wenig
Betriebsrente (bAV)
- Wer zahlt mit
- oft der Arbeitgeber, dazu Steuer- und Abgabenvorteil
- Vor der Rente an das Geld?
- nein, erst mit der Rente
- Steuer im Alter
- ja
- Aufwand
- gering, über den Arbeitgeber
- Nachteil
- an den Arbeitgeber gebunden, Kosten, oft Krankenkassenbeitrag im Alter
Riester-Rente (bis 2026)
- Wer zahlt mit
- Staat (Zulagen)
- Vor der Rente an das Geld?
- nur mit Nachteilen
- Steuer im Alter
- ja
- Aufwand
- mittel, Zulage beantragen
- Nachteil
- oft hohe Kosten, kompliziert
Altersvorsorgedepot (ab 2027)
- Wer zahlt mit
- Staat (bis 540 € Zulage im Jahr, je Kind bis 300 €)
- Vor der Rente an das Geld?
- nein, frühestens ab 65
- Steuer im Alter
- ja, voll
- Aufwand
- gering bis mittel
- Nachteil
- neu, noch wenig Erfahrung mit Anbietern
Rürup-Rente (Basisrente)
- Wer zahlt mit
- Finanzamt (Beiträge absetzbar)
- Vor der Rente an das Geld?
- nein
- Steuer im Alter
- wie die gesetzliche Rente
- Aufwand
- gering
- Nachteil
- nicht kündbar, nur als Rente
Private Rentenversicherung
- Wer zahlt mit
- niemand
- Vor der Rente an das Geld?
- ja, Kündigung meist mit Verlust
- Steuer im Alter
- meist nur ein Teil
- Aufwand
- gering
- Nachteil
- oft hohe Kosten, wenig Ertrag
ETF-Sparplan
- Wer zahlt mit
- niemand
- Vor der Rente an das Geld?
- ja, jederzeit
- Steuer im Alter
- auf Gewinne beim Verkauf
- Aufwand
- mittel, selbst dranbleiben
- Nachteil
- Kurse schwanken stark
Tagesgeld
- Wer zahlt mit
- niemand
- Vor der Rente an das Geld?
- ja, sofort
- Steuer im Alter
- auf Zinsen
- Aufwand
- gering
- Nachteil
- Zins oft unter der Teuerung
Eigene Wohnung zum Selbstwohnen
- Wer zahlt mit
- niemand
- Vor der Rente an das Geld?
- nur durch Verkauf
- Steuer im Alter
- keine Miete, also keine Steuer darauf
- Aufwand
- hoch, Kauf und Erhalt
- Nachteil
- nicht flexibel, Kosten für Erhalt
Vermietete Wohnung
- Wer zahlt mit
- Mieter und Finanzamt
- Vor der Rente an das Geld?
- nur durch Verkauf
- Steuer im Alter
- Miete zählt als Einkommen
- Aufwand
- gering mit Verwaltung
- Nachteil
- Kredit, Mietausfall, Kosten, nicht schnell verkäuflich
Allgemeine Einordnung, keine Anlageberatung. Werte zur Reform 2027 laut Bundesfinanzministerium1. Welche Wege für Sie passen, hängt von Ihrer Situation ab.
CAltersvorsorgedepot 2027
Altersvorsorgedepot 2027. Der Staat legt bis zu 540 € im Jahr dazu.
Ab dem 1. Januar 2027 gibt es neue geförderte Produkte, zum Beispiel das Altersvorsorgedepot. So wächst die Zulage mit Ihrer Einzahlung1.

- 180 €Sie zahlen 360 € im Jahr ein: 50 Cent je Euro
- 540 €Sie zahlen 1.800 € im Jahr ein: höchste Grundzulage
- + 300 €je Kind zusätzlich: 1 € je Euro bis 300 €
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Hier steht, was sich genau ändert und was mit alten Riester-Verträgen passiert.
Altersvorsorge-Reform 2027: Was sich bei der privaten Altersvorsorge ändert
Neu. Die private Altersvorsorge mit Förderung wird neu geregelt. Das Altersvorsorgereformgesetz ist beschlossen und im Bundesgesetzblatt verkündet10. Ab dem 1. Januar 2027 dürfen Banken und Versicherungen die neuen Produkte anbieten1. Das ändert sich:
Altersvorsorgedepot
Sie können mit Förderung in Fonds sparen, auch ohne Garantie. Erlaubt sind nur Anlagen von einer festen Liste. Wer lieber Sicherheit will, kann weiter Verträge mit Garantie wählen: 100 % oder 80 % der Einzahlungen.Standarddepot
Jeder Anbieter muss ein einfaches Depot anbieten. Die Kosten dürfen höchstens 1,0 % im Jahr betragen.Mehr Zulage
Für jeden Euro bis 360 € gibt der Staat 50 Cent dazu. Für die nächsten 1.440 € sind es 25 Cent je Euro. Bei 1.800 € Einzahlung im Jahr sind das 540 € Zulage.Mehr Kinderzulage
Für jedes Kind gibt es 1 € je eingezahltem Euro, bis 300 € im Jahr.Bonus für junge Leute
Wer vor dem 25. Geburtstag abschließt, bekommt einmalig 200 €.Auch für Selbstständige
Selbstständige mit Steuererklärung und Pflichtmitglieder von Versorgungswerken bekommen die Förderung künftig auch.Auszahlung
frühestens ab 65, spätestens ab 70. Im Alter wird die Auszahlung voll versteuert.
Einzahlen dürfen Sie bis 6.840 € im Jahr. Gefördert werden davon aber nur bis 1.800 €1. Damit es überhaupt Zulage gibt, müssen Sie mindestens 120 € im Jahr einzahlen, also 10 € im Monat.
| Punkt | Riester bisher | Neu ab 2027 |
|---|---|---|
| Zulage für Sie | fester Betrag | bis 540 € im Jahr: 50 Cent je Euro bis 360 €, 25 Cent je Euro auf weitere 1.440 € |
| Zulage je Kind | 300 € (Kinder ab 2008), 185 € (Kinder vor 2008) | 1 € je Euro bis 300 €, egal wann das Kind geboren ist |
| Als Sonderausgabe absetzbar (ohne Kinder) | bis 2.100 € | bis 2.340 € (1.800 € plus 540 € Zulage) |
| Anlage | Verträge mit Garantie | auch Depot ohne Garantie, Garantie 100 % oder 80 % weiter möglich |
| Einfaches Standardprodukt | keins | Standarddepot bei jedem Anbieter, Kosten höchstens 1,0 % im Jahr |
| Selbstständige | meist nicht gefördert | gefördert, wenn sie eine Steuererklärung abgeben |
Werte laut Bundesfinanzministerium zum Altersvorsorgereformgesetz1,10. Bei „Riester bisher“ nur die Werte, die das BMF selbst zum Vergleich nennt. Stand 04.11.2026.
Und Ihr alter Riester-Vertrag? Verträge, die vor dem 1. Januar 2027 abgeschlossen werden, dürfen weiterlaufen. Sie können den Vertrag in die neue Förderung wechseln lassen. Das geht auch ohne Zustimmung Ihres Anbieters. Oder Sie ziehen in einen neuen Vertrag um, ohne die bisherige Förderung zurückzuzahlen. Dabei können Kosten anfallen1.
Frühstart-Rente. Sie ist noch im Gesetzgebungsverfahren. Der Bundestag hat sie am 16.10.2026 beschlossen, der Bundesrat steht noch aus. Vorgesehen sind 10 € im Monat für jedes Kind bis zum 18. Geburtstag11.
Stand der Gesetzgebung: 04.11.2026. Die Zahlen stammen aus den Fragen und Antworten des Bundesfinanzministeriums zum verkündeten Gesetz. Wir aktualisieren diesen Abschnitt laufend.
DLücke nach Alter
Rentenlücke nach Alter und Einkommen. Wer mehr verdient, dem fehlt mehr.
Wie groß ist die Lücke bei anderen? Wir haben unseren Rechner mit typischen Werten laufen lassen. Das Ergebnis ist eine eigene Beispielrechnung, keine amtliche Statistik.
- 3.000 € brutto500 € Lücke im Monat
- 4.000 € brutto630 € Lücke im Monat
- 5.000 € brutto780 € Lücke im Monat
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Die ganze Übersicht zeigt neun typische Fälle nach Alter und Einkommen.
Rentenlücke nach Alter und Einkommen: unsere Tabelle
Rente nettoLücke bis zum Wunsch
30 Jahre alt
3.000 € brutto
Rente netto rund 1.140 €Wunsch (80 % netto) 1.640 €
Lücke im Monat rund 500 €
4.000 € brutto
Rente netto rund 1.450 €Wunsch (80 % netto) 2.080 €
Lücke im Monat rund 630 €
5.000 € brutto
Rente netto rund 1.740 €Wunsch (80 % netto) 2.520 €
Lücke im Monat rund 780 €
40 Jahre alt
3.000 € brutto
Rente netto rund 1.150 €Wunsch (80 % netto) 1.640 €
Lücke im Monat rund 490 €
4.000 € brutto
Rente netto rund 1.460 €Wunsch (80 % netto) 2.080 €
Lücke im Monat rund 620 €
5.000 € brutto
Rente netto rund 1.750 €Wunsch (80 % netto) 2.520 €
Lücke im Monat rund 770 €
50 Jahre alt
3.000 € brutto
Rente netto rund 1.160 €Wunsch (80 % netto) 1.640 €
Lücke im Monat rund 480 €
4.000 € brutto
Rente netto rund 1.480 €Wunsch (80 % netto) 2.080 €
Lücke im Monat rund 600 €
5.000 € brutto
Rente netto rund 1.780 €Wunsch (80 % netto) 2.520 €
Lücke im Monat rund 740 €
Was auffällt: Die Lücke hängt vor allem vom Einkommen ab. Wer mehr verdient, hat eine größere Lücke in Euro. Das Alter ändert die Lücke in unserem Modell kaum, weil alle mit 22 anfangen und mit 67 aufhören.
Das Alter ändert aber, wie viel Zeit Sie zum Sparen haben. Bei 4.000 € brutto fehlen über 20 Jahre Ruhestand rund 150.000 €. Wer mit 30 anfängt, müsste dafür ohne Zinsen rund 340 € im Monat zurücklegen. Mit 40 sind es rund 460 €, mit 50 schon rund 710 €. Eigene Rechnung: Lücke mal 240 Monate, geteilt durch die Monate bis 67.
EWer passt zu wem
Altersvorsorge für Angestellte, Selbstständige und Beamte. Das hängt von Ihrer Lage ab.
Es gibt keine Altersvorsorge, die für alle am besten ist. Diese Fälle sind typisch:
- Angestellte mit mittlerem Einkommen
- Gutverdiener
- Wer Sicherheit will
- Paare
- Eltern
- Berufseinsteiger
- Altersvorsorge für Beamte
- Altersvorsorge für Selbstständige
- Altersvorsorge ab 40 oder 50
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Für jede Lage passt eine andere Mischung.
Welche Altersvorsorge passt zu wem?
Angestellte mit mittlerem Einkommen
Basis ist die gesetzliche Rente. Eine Betriebsrente kann sich lohnen, wenn der Arbeitgeber gut dazugibt. Dazu ein ETF-Sparplan oder ab 2027 das geförderte Altersvorsorgedepot.Gutverdiener
Über 8.450 € brutto im Monat steigt die gesetzliche Rente nicht mehr5. Die Lücke wird größer. Gleichzeitig ist der Steuersatz hoch. Hier sind Wege mit Steuervorteil interessant, etwa Rürup oder eine vermietete Wohnung.Wer Sicherheit will
Die gesetzliche Rente und Verträge mit Garantie schwanken nicht. Dafür bringen sie meist weniger Ertrag. Ab 2027 gibt es geförderte Verträge mit 100 % oder 80 % Garantie1.Paare
Rechnen Sie beide Renten zusammen und einzeln. Wer wegen Kindern weniger gearbeitet hat, hat oft eine kleine Rente. Frauen bekamen Ende 2024 im Schnitt 955 € Altersrente, Männer 1.405 €4.Eltern
Ab 2027 gibt es für jedes Kind bis zu 300 € Kinderzulage im Jahr, wenn Sie selbst genug einzahlen1.Berufseinsteiger
Wer früh anfängt, braucht kleinere Beträge. Wer vor dem 25. Geburtstag einen geförderten Vertrag abschließt, bekommt ab 2027 einmalig 200 € Bonus1.Altersvorsorge für Beamte
Statt Rente gibt es eine Pension. Auch sie wird im Alter versteuert. Zusätzliche private Vorsorge ist trotzdem sinnvoll, vor allem für Kranken- und Pflegekosten im Alter.Altersvorsorge für Selbstständige
Viele zahlen nicht in die gesetzliche Rente ein. Dann müssen sie alles selbst aufbauen, zum Beispiel mit Rürup, ETF oder Immobilie. Ab 2027 bekommen sie mit Steuererklärung auch die neue Förderung1.Altersvorsorge ab 40 oder 50
Die Zeit bis zur Rente wird kürzer. Ein ETF hat weniger Zeit, schlechte Jahre auszugleichen. Wer jetzt startet, braucht höhere Beträge oder Wege, bei denen andere mitzahlen, etwa Mieter.
FIn 5 Schritten
Altersvorsorge in 5 Schritten starten. Fangen Sie mit Ihrer Renteninformation an.
Fünf einfache Schritte, in dieser Reihenfolge.

- 1Renteninformation suchen
- 2Lücke berechnen
- 3Notgroschen anlegen
- 4Wege mischen
- 5Jedes Jahr prüfen
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Zu jedem Schritt steht hier, worauf Sie achten sollten.
Altersvorsorge in 5 Schritten starten
- Renteninformation suchen. Die Deutsche Rentenversicherung schickt sie regelmäßig per Post. Dort steht, wie viel gesetzliche Rente Sie heute erwarten können. Achtung: Das ist brutto.
- Lücke berechnen. Nutzen Sie den Rechner oben auf dieser Seite. Als Wunsch nehmen viele 70 bis 80 % vom heutigen Netto. Das ist eine Faustregel, keine amtliche Zahl. Besser: Schreiben Sie auf, was Sie im Alter wirklich brauchen.
- Notgroschen anlegen. Drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Tagesgeld (Faustregel). So müssen Sie im Notfall nichts verkaufen.
- Wege mischen. Nicht alles auf eine Karte setzen. Zum Beispiel Betriebsrente plus ETF, oder ETF plus Immobilie. Ob eine vermietete Wohnung zu Ihnen passt, klären wir im kostenlosen Gespräch.
- Jedes Jahr prüfen. Gehalt, Familie und Gesetze ändern sich. Ein kurzer Blick einmal im Jahr reicht.
Vorsicht bei Abschlägen: Wer früher in Rente geht, bekommt für jeden Monat 0,3 % weniger Rente, ein Leben lang12. Zwei Jahre früher sind 7,2 % weniger. Wer später geht, bekommt 0,5 % mehr je Monat. Ab wann Sie in Rente gehen können, steht im Ratgeber Renteneintrittsalter.
GSteuern im Alter
Altersvorsorge und Steuern. Auch die Rente wird versteuert.
Viele vergessen: Auch die Rente wird versteuert. Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 % der Rente7.
- 84 %der Rente sind steuerpflichtig, wenn Sie 2026 in Rente gehen
- 12.348 €Grundfreibetrag 2026 im Jahr: bis dahin fällt keine Steuer an
- 12,35 %der Rente gehen ungefähr für Kranken- und Pflegeversicherung ab
Mehr dazuWarum das wichtig ist: Steuer und Beiträge machen aus der Bruttorente eine kleinere Nettorente.
Altersvorsorge und Steuern: Was im Alter abgeht
Ob wirklich Steuer anfällt, hängt vom Grundfreibetrag ab. Der liegt 2026 bei 12.348 € im Jahr13. Erst was darüber liegt, wird besteuert.
Dazu kommt der Beitrag für Kranken- und Pflegeversicherung. Die Deutsche Rentenversicherung rechnet für 2026 mit einem Eigenanteil von rund 12,35 % der Rente4.
Bei den anderen Wegen ist es verschieden. Die Betriebsrente wird im Alter versteuert. Beim neuen Altersvorsorgedepot ist das Sparen steuerfrei, dafür wird die Auszahlung voll versteuert1. Beim ETF zahlen Sie Steuer auf Gewinne. Bei einer vermieteten Wohnung zählt die Miete als Einkommen.
Gut zu wissen
Wer 2026 in Rente geht, für den bleiben 16 % der Rente ein Leben lang steuerfrei. Das ist ein fester Euro-Betrag. Steigt die Rente später, wird die Erhöhung voll versteuert. Eigene Ableitung aus § 22 EStG.
Mehr zur Steuer auf die Rente steht im Ratgeber Rentenbesteuerung, die aktuelle Erhöhung im Ratgeber Rentenerhöhung 2026.
Aus unserem Google-Profil
Was Kunden über uns sagen
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Häufige Fragen
Häufige Fragen: Altersvorsorge
Was ist Altersvorsorge?
Altersvorsorge ist alles, was Ihnen im Alter Geld bringt: gesetzliche Rente, Betriebsrente, private Verträge, Erspartes, ETF oder eine Immobilie. Sie soll die Lücke zwischen Gehalt und Rente füllen.
Welche Altersvorsorge ist am besten?
Das hängt von Ihrem Alter, Einkommen und Ziel ab. Meist passt eine Mischung: gesetzliche Rente als Basis, dazu Betriebsrente mit Arbeitgeberzuschuss, ein ETF-Sparplan, ab 2027 das geförderte Altersvorsorgedepot oder eine Immobilie. Wer viel Steuer zahlt, für den können Wege mit Steuervorteil interessant sein.
Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge?
Die gesetzliche Rente ist Pflicht und geht direkt vom Lohn ab. Die betriebliche läuft über den Arbeitgeber und wird aus dem Brutto bezahlt. Die private schließen Sie selbst ab, zum Beispiel als Versicherung, ETF-Sparplan oder Immobilie.
Ab wann sollte man mit der Altersvorsorge beginnen?
So früh wie möglich. Je mehr Jahre bis zur Rente bleiben, desto kleiner kann der Betrag im Monat sein. In unserer Beispielrechnung mit 4.000 € brutto sind es ohne Zinsen ab 30 rund 340 € im Monat, ab 50 rund 710 €. Auch mit 50 lohnt sich ein Start noch. Dann helfen höhere Beträge und Wege, bei denen andere mitzahlen.
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Ein neues gefördertes Depot ab dem 1. Januar 2027. Sie sparen in Fonds, auch ohne Garantie. Der Staat gibt eine Zulage dazu: bis zu 540 € im Jahr für Sie und bis zu 300 € je Kind1. Ausgezahlt wird frühestens ab 65.
Was passiert mit meinem Riester-Vertrag ab 2027?
Er darf weiterlaufen. Für Verträge, die vor dem 1. Januar 2027 abgeschlossen werden, gilt Bestandsschutz. Sie können in die neue Förderung wechseln, auch ohne Zustimmung Ihres Anbieters. Ziehen Sie in einen neuen Vertrag um, müssen Sie die bisherige Förderung nicht zurückzahlen. Dabei können Kosten anfallen1.
Was ist die Frühstart-Rente?
Ein geplanter Zuschuss vom Staat für Kinder. Vorgesehen sind 10 € im Monat je Kind bis zum 18. Geburtstag. Der Bundestag hat das Gesetz am 16.10.2026 beschlossen. Die Beratung im Bundesrat steht noch aus, deshalb ist es noch nicht endgültig11.
Kann ich Altersvorsorge steuerlich absetzen?
Ja, zum Teil. Beiträge zur gesetzlichen Rente und zur Rürup-Rente zählen als Vorsorgeaufwand. Die Betriebsrente wird aus dem Brutto bezahlt. Beim neuen Altersvorsorgedepot sind ohne Kinder bis 2.340 € im Jahr absetzbar, also 1.800 € plus Zulage1. Bei einer vermieteten Wohnung zählen Zinsen und Abschreibung als Werbungskosten. Details klärt Ihr Steuerberater.
Welche Altersvorsorge gibt es für Selbstständige?
Viele Selbstständige zahlen nicht in die gesetzliche Rente ein. Typische Wege sind Rürup-Rente, ETF-Sparplan und Immobilie. Ab 2027 bekommen Selbstständige, die eine Steuererklärung abgeben, auch die Förderung für das neue Altersvorsorgedepot1.
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Steuersatz und Einkommensteuer · Immobilien-Lexikon · Steuer-Rechner · Steuern sparen mit Immobilien
Quellen
13 Belege anzeigen
- Bundesfinanzministerium: Fragen und Antworten zur Reform der privaten Altersvorsorge Quelle öffnen
- Deutsche Rentenversicherung: Rentenanpassung 2026, Pressemitteilung vom 05.03.2026 Quelle öffnen
- § 35 SGB VI, Regelaltersgrenze Quelle öffnen
- Deutsche Rentenversicherung: Aktuelle Daten 2026 (Durchschnittsrenten, Annahme Kranken- und Pflegebeitrag) Quelle öffnen
- Deutsche Rentenversicherung: Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026 (Beitragsbemessungsgrenze, vorläufiges Durchschnittsentgelt) Quelle öffnen
- Statistisches Bundesamt: Verbraucherpreisindex, Jahresrate 2025 Quelle öffnen
- § 22 Nr. 1 EStG, Besteuerungsanteil der Rente Quelle öffnen
- § 64 SGB VI, Rentenformel Quelle öffnen
- Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See: Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026 (Beitragssatz 18,6 %) Quelle öffnen
- Altersvorsorgereformgesetz, BGBl. 2026 I Nr. 156, verkündet am 29.05.2026 Quelle öffnen
- Deutsche Rentenversicherung: Fragen und Antworten zur Frühstart-Rente, Meldung vom 19.10.2026 Quelle öffnen
- § 77 SGB VI, Zugangsfaktor (Abschlag und Zuschlag) Quelle öffnen
- § 32a Einkommensteuergesetz (Tarif ab 2026) Quelle öffnen
Stand: 04.11.2026. Alle Beispielrechnungen sind Modellrechnungen mit den genannten Annahmen und keine Zusage. Diese Seite ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.
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