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IMOVIA FAKTENCHECK · ALLE ZAHLEN MIT QUELLE · 11/2026

Steuersatz und Einkommensteuer

Spitzensteuersatz 2026: 42 % ab 69.879 € Einkommen

Der Spitzensteuersatz beträgt 2026 42 %. Er gilt ab 69.879 € zu versteuerndem Einkommen, bei Ehepaaren ab 139.758 €1. Die 42 % fallen nur auf den Teil über dieser Grenze an, nicht auf das ganze Einkommen. Ab 277.826 € sind es 45 % (Reichensteuer).

Luis Otte

Geschrieben von Luis Otte, Gründer von IMOVIA

Geprüft am 04.11.2026 · alle Zahlen mit Quelle

L. Otte

Kurz gesagt

Der Spitzensteuersatz beträgt 2026 42 %. Er gilt ab 69.879 € zu versteuerndem Einkommen, bei Ehepaaren ab 139.758 €1. Die 42 % fallen nur auf den Teil über dieser Grenze an, nicht auf das ganze Einkommen. Ab 277.826 € sind es 45 % (Reichensteuer).

01Wie hoch ist der

Wie hoch ist der Spitzensteuersatz 2026?

Der Spitzensteuersatz in Deutschland liegt bei 42 %. So steht es im Einkommensteuergesetz, in § 32a1. Der Satz war 2025 genauso hoch. Was sich ändert, ist die Grenze, ab der er gilt. 2026 liegt sie bei 69.879 €, 2025 lag sie bei 68.481 €2.

Die Steuer steigt in Stufen. Wer wenig verdient, zahlt nichts. Danach steigt der Satz langsam an, bis er bei 42 % ankommt. Ganz oben gibt es noch eine Stufe mit 45 %.

Stufe2026 allein2026 Ehepaar2025 allein
Keine Steuer (Grundfreibetrag)bis 12.348 €bis 24.696 €bis 12.096 €
Steuersatz steigt von 14 % auf 42 %12.349 bis 69.878 €24.697 bis 139.757 €12.097 bis 68.480 €
Spitzensteuersatz 42 %ab 69.879 €ab 139.758 €ab 68.481 €
Reichensteuer 45 %ab 277.826 €ab 555.652 €ab 277.826 €

Grenzen für das zu versteuernde Einkommen im Jahr nach § 32a EStG1, 2025 nach dem Steuerfortentwicklungsgesetz2. Ehepaar: doppelte Grenzen durch das Splitting (§ 32a Abs. 5 EStG), eigene Rechnung.

Die Reichensteuer-Grenze von 277.826 € ist 2025 und 2026 gleich geblieben. Angehoben wurden nur die unteren Grenzen.

02Ab wann zahlt man

Ab wann zahlt man den Spitzensteuersatz? Brutto oder zu versteuerndes Einkommen

Die Grenze von 69.879 € gilt für das zu versteuernde Einkommen. Das ist nicht Ihr Bruttogehalt. Es ist das, was nach allen Abzügen übrig bleibt. Sie finden die Zahl in Ihrem Steuerbescheid.

Vom Brutto gehen unter anderem ab:

  • Ihre Werbungskosten, also Kosten für den Job. Ohne Nachweis zieht das Finanzamt pauschal 1.230 € im Jahr ab3.
  • Ein großer Teil Ihrer Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung (Vorsorgeaufwendungen).
  • Weitere Sonderausgaben, zum Beispiel Spenden oder Kirchensteuer.
  • Verluste aus anderen Einkünften, zum Beispiel aus einer vermieteten Wohnung.

Deshalb liegt das Brutto, ab dem der Spitzensteuersatz greift, ein gutes Stück über 69.879 €. Als Faustregel gilt: Ein lediger Angestellter braucht dafür meist deutlich mehr als 70.000 € brutto im Jahr. Wie viel genau, hängt von seinen Abzügen ab.

Zum Vergleich: Das durchschnittliche Bruttoentgelt in der Rentenversicherung liegt 2026 bei vorläufig 51.944 € im Jahr4. Wer so viel verdient, ist weit weg vom Spitzensteuersatz.

Zu versteuerndes EinkommenSteuersatz auf den letzten EuroSteuer im JahrAnteil am Einkommen
50.000 €35 %10.548 €21,1 %
60.000 €39 %14.233 €23,7 %
69.879 €42 %18.213 €26,1 %
80.000 €42 % (mit Soli 47 %)22.716 €28,4 %
100.000 €42 % (mit Soli 47 %)32.115 €32,1 %
150.000 €42 % (mit Soli 44,3 %)54.717 €36,5 %
300.000 €45 % (mit Soli 47,5 %)121.883 €40,6 %

Beispielrechnung: ledig, Tarif 2026 nach § 32a EStG1, Steuer mit Solidaritätszuschlag5, ohne Kirchensteuer, gerundet. Eigene Berechnung.

Was heißt das für Sie?

Wer 42 % zahlt, für den zählt jeder Euro Kosten mit 42 Cent

Beim Spitzensteuersatz holt jeder abgesetzte Euro rund 42 Cent zurück, mit Soli teils mehr. Bei einer vermieteten Wohnung können Zinsen und Abschreibung so Ihre Steuer senken. Ob eine vermietete Wohnung zu Ihrer Situation passt, rechnen wir kostenlos mit Ihnen durch.

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03Spitzensteuersatz heißt nicht

Spitzensteuersatz heißt nicht: 42 % auf das ganze Einkommen

Das ist der häufigste Irrtum. Wer den Spitzensteuersatz erreicht, zahlt die 42 % nur auf jeden Euro über der Grenze. Alles darunter wird so besteuert wie bei allen anderen auch.

Beispiel

Anna ist ledig und hat 80.000 € zu versteuerndes Einkommen. Über der Grenze liegen 10.121 €. Nur darauf fallen 42 % an, das sind rund 4.251 €. Insgesamt zahlt Anna 22.464 € Einkommensteuer und 252 € Soli, zusammen 22.716 €. Das sind nur 28,4 % ihres Einkommens. Beispielrechnung nach § 32a EStG und SolzG, ohne Kirchensteuer.

Fachleute nennen die 42 % den Grenzsteuersatz: den Satz auf den nächsten Euro. Die 28,4 % sind der Durchschnittssteuersatz: der Anteil der Steuer am ganzen Einkommen. Beides erklären wir ausführlich in den Ratgebern Grenzsteuersatz und Durchschnittssteuersatz.

Für Ihre Entscheidungen zählt fast immer der Grenzsteuersatz. Er zeigt, wie viel von einer Gehaltserhöhung bleibt. Und er zeigt, wie viel Steuer Sie zurückbekommen, wenn Sie Kosten absetzen.

04Spitzensteuersatz berechnen

Spitzensteuersatz berechnen: Rechner 2026

Tragen Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen ein. Der Rechner zeigt, ob Sie den Spitzensteuersatz zahlen, wie hoch Ihr Durchschnitt ist und was von jedem zusätzlichen Euro bleibt.

IMOVIA · Steuer-Rechner 2026

Ihr Grenzsteuersatz

38,7 %

So viel Steuer zahlen Sie auf jeden zusätzlichen Euro

Ihr Durchschnittssteuersatz
23,7 %
Einkommensteuer mit Soli im Jahr
14.233 €
Von jedem zusätzlichen Euro bleiben
61 Cent
€
Veranlagung

Bei einer vermieteten Wohnung zählt der Grenzsteuersatz: 1.000 € Zinsen und Abschreibung mehr als Miete bringen Ihnen rund 390 € Steuer zurück.

Tarif 2026 nach § 32a EStG mit Solidaritätszuschlag (in der Übergangszone über der Freigrenze steigt der Grenzsatz kurz stärker), ohne Kirchensteuer. Modellrechnung, keine Steuerberatung.

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05Spitzensteuersatz für Verheiratete

Spitzensteuersatz für Verheiratete: ab wann beim Ehepaar?

Ehepaare und eingetragene Lebenspartner, die zusammen veranlagt werden, bekommen das Splitting. Das Finanzamt rechnet so: Es teilt das gemeinsame Einkommen durch zwei, rechnet die Steuer dafür aus und nimmt sie mal zwei1.

Dadurch verdoppeln sich alle Grenzen. Der Spitzensteuersatz gilt für Ehepaare 2026 ab 139.758 € gemeinsamem zu versteuerndem Einkommen (2025: ab 136.962 €).

Beispiel

Tom hat 100.000 € zu versteuerndes Einkommen, seine Frau Lea 20.000 €. Getrennt gerechnet zahlen beide zusammen 33.685 € Steuer. Mit Splitting sind es 28.466 €, also rund 5.200 € weniger. Tom zahlt dann auch nicht mehr den Spitzensteuersatz auf seinen letzten Euro. Beispielrechnung, Tarif 2026 mit Soli, ohne Kirchensteuer.

Wichtig: Das Splitting hilft nur, wenn beide unterschiedlich viel verdienen. Haben beide je 70.000 €, zahlen sie mit und ohne Splitting gleich viel, nämlich 36.528 € zusammen.

06Reichensteuer und Soli

Reichensteuer und Soli: was beim Spitzensteuersatz dazukommt

Reichensteuer: Ab 277.826 € zu versteuerndem Einkommen steigt der Satz von 42 % auf 45 % (Ehepaare ab 555.652 €)1. Auch hier gilt der höhere Satz nur für den Teil über der Grenze.

Solidaritätszuschlag: Der Soli beträgt 5,5 % der Einkommensteuer5. Die meisten zahlen ihn nicht mehr. Er fällt erst an, wenn Ihre Einkommensteuer über 20.350 € im Jahr liegt, bei Ehepaaren über 40.700 €6.

Für Ledige ist das 2026 ab rund 74.970 € zu versteuerndem Einkommen der Fall. Kurz danach steigt der Soli schrittweise an (Milderungszone)5. Deshalb kommt in diesem Bereich auf jeden zusätzlichen Euro rund 47 % Steuer. Ab rund 116.600 € zahlen Sie den vollen Soli, dann sind es rund 44,3 % (42 % plus 5,5 % davon). Mit Reichensteuer sind es rund 47,5 %. Eigene Rechnung nach § 32a EStG und SolzG.

Kirchensteuer: Wer in der Kirche ist, zahlt zusätzlich einen Prozentsatz der Einkommensteuer. Die Höhe hängt vom Bundesland ab.

07Wer zahlt den Spitzensteuersatz?

Wer zahlt den Spitzensteuersatz? Typische Fälle

  • Ledige Angestellte mit hohem Gehalt, zum Beispiel in Führung, Technik oder Medizin. Durch Werbungskosten und Sozialbeiträge braucht es meist deutlich mehr als 70.000 € brutto.
  • Ehepaare erst mit zusammen 139.758 € zu versteuerndem Einkommen. Verdient einer viel und der andere wenig, gleicht das Splitting oft einen großen Teil aus.
  • Beamte zahlen keine Beiträge zur Rentenversicherung. Bei gleichem Brutto bleibt ihr zu versteuerndes Einkommen deshalb oft höher als bei Angestellten. Sie erreichen die Grenze also eher.
  • Selbstständige zahlen auf ihren Gewinn. Bei ihnen schwankt das Einkommen oft stark, deshalb landen sie in guten Jahren schnell im Spitzensteuersatz.

Für alle gilt: Erst der Steuerbescheid zeigt die echte Zahl. Die Lohnsteuer im Jahr ist nur eine Vorauszahlung.

08Spitzensteuersatz senken

Spitzensteuersatz senken: was legal hilft

Den Satz selbst können Sie nicht ändern. Sie können aber Ihr zu versteuerndes Einkommen senken. Beim Spitzensteuersatz bringt jeder abgesetzte Euro rund 42 Cent Steuer zurück, mit Soli teils mehr. Das sind die üblichen Wege:

  • Werbungskosten über 1.230 € 3: Fahrten zur Arbeit, Arbeitsmittel, Fortbildung, Arbeitszimmer. Erst was über der Pauschale liegt, wirkt zusätzlich.
  • Altersvorsorge: Beiträge zu einer Basisrente (Rürup) zählen bis zu einer Höchstgrenze als Sonderausgaben. Eine betriebliche Altersvorsorge aus dem Brutto ist bis zu einer Grenze steuerfrei. Im Alter wird die Rente dann versteuert, oft mit einem niedrigeren Satz.
  • ETF-Sparplan: Er senkt Ihre Steuer heute nicht, weil Sie aus versteuertem Geld sparen. Erträge haben einen eigenen, festen Steuersatz (Abgeltungsteuer). Dafür sind Sie flexibel.
  • Vermietete Wohnung: Zinsen, Abschreibung (AfA) und Kosten der Wohnung werden mit der Miete verrechnet. Ist das Ergebnis negativ, sinkt Ihr zu versteuerndes Einkommen. Wie die AfA funktioniert, steht im Immobilien-Lexikon.

Beispielrechnung

Sie haben 80.000 € zu versteuerndes Einkommen. Bei einer vermieteten Wohnung liegen Zinsen, Abschreibung und Kosten in einem Jahr 5.000 € über der Miete. Ihr Einkommen sinkt auf 75.000 €. Ihre Steuer sinkt dadurch um rund 2.350 € (Tarif 2026 mit Soli, ohne Kirchensteuer). Die übrigen 2.650 € tragen Sie selbst. Der Effekt ist in den ersten Jahren meist am größten und wird kleiner, wenn Zinsen sinken und Mieten steigen. Modellrechnung, keine Steuerberatung.

Wichtig ist die Reihenfolge: Eine Wohnung muss sich als Anlage lohnen, nicht nur als Steuertrick. Lage, Miete, Zustand und Finanzierung zählen mehr als die Steuer. Mehr dazu auf unserer Seite Steuern sparen mit Immobilien und im Steuer-Rechner für Kapitalanleger.

Aus unserem Google-Profil

Was Kunden über uns sagen

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„Man fühlt sich direkt gut aufgehoben und merkt, dass hier Wert auf Qualität und Kundenzufriedenheit gelegt wird.“

Tom · Google-Bewertung
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Adrian M. · Google-Bewertung

Wir zeigen Bewertungen aus unserem Google-Profil im Wortlaut. Ob die Verfasser bei uns gekauft haben, prüfen wir nicht gesondert.

Häufige Fragen

Häufige Fragen: Spitzensteuersatz

Was ist der Spitzensteuersatz?

Der Spitzensteuersatz ist der höchste normale Satz der Einkommensteuer. Er beträgt 42 % und gilt 2026 für jeden Euro zu versteuerndes Einkommen ab 69.879 €1. Darüber gibt es nur noch die Reichensteuer mit 45 %.

Ab wann zahlt man 2026 den Spitzensteuersatz?

Ab 69.879 € zu versteuerndem Einkommen, wenn Sie allein veranlagt werden. Ehepaare mit Splitting ab 139.758 €1. Gemeint ist nicht das Brutto, sondern das Einkommen nach allen Abzügen.

Ab wann gilt der Spitzensteuersatz für Ehepaare?

Durch das Splitting verdoppelt sich die Grenze. 2026 gilt der Spitzensteuersatz für zusammen veranlagte Ehepaare ab 139.758 € gemeinsamem zu versteuerndem Einkommen, 2025 ab 136.962 €.

Wie hoch war der Spitzensteuersatz 2025?

Auch 2025 betrug er 42 %. Er galt 2025 ab 68.481 € zu versteuerndem Einkommen, für Ehepaare ab 136.962 €2.

Gilt der Spitzensteuersatz für das Brutto oder Netto?

Weder noch. Er gilt für das zu versteuernde Einkommen. Das ist Ihr Einkommen nach Werbungskosten, Sozialbeiträgen und anderen Abzügen. Es steht in Ihrem Steuerbescheid.

Zahle ich mit dem Spitzensteuersatz 42 % auf mein ganzes Einkommen?

Nein. Die 42 % gelten nur für den Teil über der Grenze. Bei 80.000 € zu versteuerndem Einkommen zahlen Sie im Beispiel rund 28 % Ihres Einkommens als Einkommensteuer, nicht 42 %.

Ab welchem Gehalt zahlt man den Spitzensteuersatz?

Das hängt von Ihren Abzügen ab. Als Faustregel: Ledige Angestellte erreichen ihn meist erst mit deutlich mehr als 70.000 € brutto im Jahr, weil Pauschalen und Sozialbeiträge vorher abgezogen werden.

Was bedeutet eine Anhebung des Spitzensteuersatzes?

Damit ist meist eines von zwei Dingen gemeint: Der Satz von 42 % soll steigen, oder die Einkommensgrenze, ab der er gilt, soll steigen. Das Erste bedeutet mehr Steuer für hohe Einkommen, das Zweite weniger Steuer für viele Gutverdiener.

Wie hoch ist der Spitzensteuersatz 2027?

Für 2027 stand bei unserer Prüfung am 04.11.2026 noch kein neuer Tarif im Gesetz. Meist werden die Grenzen jedes Jahr etwas angehoben. Wir aktualisieren diese Seite, sobald die Werte feststehen.

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Quellen

6 Belege anzeigen
  1. § 32a Einkommensteuergesetz (Tarif ab 2026) Quelle öffnen
  2. Steuerfortentwicklungsgesetz vom 23.12.2024, BGBl. 2024 I Nr. 449 (Tarif 2025 und 2026) Quelle öffnen
  3. § 9a EStG, Arbeitnehmer-Pauschbetrag Quelle öffnen
  4. Deutsche Rentenversicherung: Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026 (Beitragsbemessungsgrenze, vorläufiges Durchschnittsentgelt) Quelle öffnen
  5. §§ 3, 4 Solidaritätszuschlaggesetz Quelle öffnen
  6. § 3 Solidaritätszuschlaggesetz, Freigrenze Quelle öffnen

Stand: 04.11.2026. Alle Beispielrechnungen sind Modellrechnungen mit den genannten Annahmen und keine Zusage. Diese Seite ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.