Die wichtigste Frage zuerst: Wann brauchen Sie das Geld?
Das klingt banal, ist aber der Schlüssel. Geld, das Sie nächsten Monat brauchen, gehört woanders hin als Geld für Ihre Rente in 30 Jahren.
| Wann brauchen Sie das Geld? | Passende Anlage |
|---|---|
| Jederzeit, für Notfälle | Tagesgeld |
| In 1 bis 5 Jahren, für ein festes Ziel | Tagesgeld, Festgeld |
| In 10 Jahren und später | ETFs, Immobilien |
Die Anlagen im Überblick
Tagesgeld. Jederzeit verfügbar, sehr sicher bis 100.000 € pro Bank durch die Einlagensicherung. Aber: Liegt der Zins unter der Inflation, verliert Ihr Geld real an Wert. Im September 2026 lag die Inflation bei 3,3 %.
ETFs (Aktienfonds). Langfristig hatten breit gestreute Aktienfonds in der Vergangenheit gute Ergebnisse. Dafür schwanken sie stark. In schlechten Jahren können sie 30 oder 40 % verlieren. Wer das aushält und lange dabei bleibt, für den sind sie ein guter Baustein.
Gold. Gilt als Krisenschutz. Bringt aber keine laufenden Erträge, keine Zinsen und keine Miete. Der Preis schwankt.
Lebens- und Rentenversicherungen. Oft mit hohen Kosten und wenig Flexibilität. Vor einem Abschluss genau prüfen.
Vermietete Immobilie. Die Bank finanziert, der Mieter zahlt Miete, das Finanzamt beteiligt sich über den Steuervorteil. Sie zahlen den kleinen Rest und bauen Vermögen auf. Dafür sind Sie langfristig gebunden.
Eine einfache Reihenfolge
- Teure Schulden zurückzahlen, zum Beispiel den Dispo.
- Notgroschen aufbauen: drei Netto-Monatsgehälter auf Tagesgeld.
- Langfristig investieren: zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan und, ab einem festen Einkommen von etwa 3.000 € netto, mit einer vermieteten Immobilie.
Warum eine Immobilie für viele der nächste Schritt ist
Mit einem Sparplan legen Sie Ihr eigenes Geld an. Mit einer Immobilie arbeiten Sie mit dem Geld der Bank. Das Vermögen wächst dadurch schneller, als Sie es mit Ihrem Monatsbeitrag allein schaffen würden.
Quellen
- Inflationsrate September 2026: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 348 vom 30.09.2026, destatis.de
- Einlagensicherung bis 100.000 €: Einlagensicherungsgesetz (EinSiG)


