Was ist passiert?
Am 30. September 2026 hat das Statistische Bundesamt die neuen Zahlen veröffentlicht. Die Inflationsrate liegt vorläufig bei 3,3 %. Im August waren es noch 2,9 %, im Juli 2,8 %, im Juni 2,3 %. Die Preise steigen also von Monat zu Monat schneller.
Der größte Treiber ist Energie. Heizöl, Sprit und Strom waren im September 14,9 % teurer als ein Jahr zuvor. Im Juli lag dieser Wert noch bei 8,3 %. Hintergrund sind laut Fachmedien vor allem die gestiegenen Ölpreise infolge des Kriegs der USA gegen den Iran.
Was heißt das für Ihr Geld?
Inflation ist wie ein unsichtbares Loch im Geldbeutel. Die Zahl auf Ihrem Konto bleibt gleich. Aber Sie können sich jeden Monat ein bisschen weniger dafür kaufen.
| Auf dem Girokonto | Kaufkraftverlust in 1 Jahr | pro Monat |
|---|---|---|
| 5.000 € | rund 160 € | rund 13 € |
| 10.000 € | rund 320 € | rund 27 € |
| 25.000 € | rund 800 € | rund 67 € |
| 50.000 € | rund 1.600 € | rund 133 € |
Stellen Sie sich vor, Ihre Bank würde Ihnen bei 25.000 € jeden Monat 67 € abbuchen. Sie würden sofort anrufen. Bei der Inflation passiert genau das, nur leise.
Und auf dem Tagesgeld?
Tagesgeld bringt 2026 wieder Zinsen. Laut dem Vergleichsportal Biallo lag der durchschnittliche Tagesgeldzins am 10. September bei 1,74 %. Das ist besser als nichts. Aber es liegt deutlich unter der Inflation.
Die Rechnung: 3,3 % Inflation minus 1,74 % Zinsen. Bleiben rund 1,6 % realer Verlust pro Jahr. Bei 25.000 € sind das immer noch rund 390 € Kaufkraft im Jahr, vor Steuern auf die Zinsen.
Für Ihren Notgroschen ist Tagesgeld trotzdem richtig. Sie kommen jederzeit an Ihr Geld. Für alles darüber hinaus lohnt sich ein zweiter Blick.
Was Sie jetzt tun können
- Notgroschen sichern. Drei Netto-Monatsgehälter auf ein Tagesgeldkonto. Nicht mehr, nicht weniger.
- Girokonto entrümpeln. Nur so viel drauf lassen, wie Sie im Monat brauchen.
- Langfristiges Geld in Sachwerte. Geld, das Sie 10 Jahre und länger nicht brauchen, verliert auf dem Konto am meisten. Sachwerte wie Aktienfonds oder Immobilien können langfristig mit den Preisen mitwachsen. Garantiert ist das nicht.
Warum gerade jetzt viele über Immobilien nachdenken
Eine Wohnung ist ein Sachwert. Von 2013 bis 2025 stiegen die Preise für Wohnimmobilien laut Statistischem Bundesamt um 65 %, die Verbraucherpreise um 31 %. Dazu kommt: Ihren Kredit zahlen Sie in festen Euro zurück. Steigen alle Preise, fühlt sich die gleiche Rate über die Jahre kleiner an.
Was viele nicht wissen: Für eine vermietete Wohnung brauchen Sie kein großes Vermögen. Bei guter Bonität finanziert die Bank oft den ganzen Kaufpreis. Einplanen sollten Sie Erspartes für die Kaufnebenkosten, in Baden-Württemberg rund 7 %. Wie das genau funktioniert, lesen Sie hier: Geld vom Girokonto sinnvoll anlegen.
Quellen
- Inflationsrate September 2026: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 348 vom 30.09.2026, destatis.de
- Tagesgeldzinsen und Hintergrund Energiepreise: Biallo, EZB-Leitzins, aktualisiert 10.09.2026, biallo.de
- Häuserpreisindex 2013 bis 2025: Statistisches Bundesamt, destatis.de


